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Beauty

Interview: L’Oréal Professionnel Experte André Märtens verrät die Haartrends 2014

Von Susan am Mittwoch, 15. Januar 2014 um 08:00 Uhr

L’Oréal Professionnel Experte André Märtens hat uns zur Mercedes-Benz Fashion Week in Berlin wichtige Insider-Tipps für unsere Haare gegeben.

In Berlin ist er der kreative Kopf hinter den Frisuren der Fashion Shows - für uns hat L’Oréal Professionnel Experte André Märtens die Haartrends und das Geheimnis schöner Haare verraten.

 

Was sind für Sie die Haartrends 2014?

Gestufte Bobs mit mittlerer Länge mit leichtem Schwerpunkt im vorderen Bereich, ermöglicht die Haare noch zum Zopf abzubinden - ein „Clavi Cut“, also überlange, zerzauste Bobs. Ein Pony ohne Haarschnitt (Fakepony) und großer Trend Fashionwigs (Perücken) - verändere Dein Aussehen für einen Tag, Undercut ohne Cut: Side Cut / Swept Braid – „Fake Under-Cut“ mit geflochtener Strähne im unteren Haarbereich, dann alles seitlich weggesteckt. Außerdem der Pixie, frisch, frech und simple - ideales Produkt für den individuellen Look: L'Oréal Professionnel Wild Stylers Depolish. Ein weiterer Trend: natürliches, gepflegtes langes Haar mit Seidenglanz, auch mit geradem Scheitel, der L’Oréal Professionnel Steampod macht das Haar zur spiegelnden Oberfläche.

 

Bei welcher Frisur stehen Ihnen die Haare zu Berge? Was geht in diesem Jahr allgemein einfach nicht mehr?
Der klassische ausgeföhnte Bob (deutscher Stahlhelm) hat ausgedient, wenn eine Carréelänge getragen wird, dann darf sie seitlich nicht zu bauchig (rund) sein, Stufen sorgen für mehr Bewegung und lassen das Haar lebendiger und spannender aussehen. Fettige Haare sind Megaout.

 

Was sind Ihre Tipps für schöne Haare?
Man muss seine Haare lieben und dementsprechend auch liebevoll behandeln. Dazu gehört die milde, regelmäßige Reinigung mit der auf die Haarqualität abgestimmten Pflege. Vorsichtiger Einsatz vom Fön, Lockenstab, Glätteisen etc. Wichtig, Profi Bürsten! Z.B. von Acca Kappa geben dem Haar wunderbaren Glanz, das Haar frisiert sich wie von allein.

 

Wenn es morgens schnell gehen soll – welche Frisur geht in wenigen Steps und ist nicht so langweilig wie ein Pferdeschwanz?
Haare nass machen und Crepage de Chignon ins feuchte Haar geben, mit den Händen anschieben und trocknen lassen. Mit etwas Talent kann das Haar kunstvoll geflochten werden. Für optisch mehr Volumen einfach mit einem großen Lockenstab die Haarspitzen einrunden. Wenn es gar nicht mehr geht, das Haar einfach zurückgelen, fertig ist der Wet-Look!

 

Wie oft sollte man sich die Haare waschen?
Haare können jeden Tag gewaschen werden. Voraussetzung ist ein mildes, auf Kopfhaut und Haarstruktur abgestimmtes Shampoo.

 

Welche Frisur steht für Sie für Berlin?
Berlin ist eine sehr aufgeschlossene und vielseitige Stadt, dementsprechend sind auch die Looks facettenreich. Es gibt nicht „die“ Frisur sondern eher den Look. “Mitteschick“, Haare in allen Längen, unaufgeräumt aber stylish. Mein Look der Stadt: Pixie, schnell, frisch und aufgeschlossen, etwas progressiv. Alternativ: langes Haar mit Seidenglanz.

 

Was war die verrückteste oder aufwendigste Frisur, die Sie je für eine Fashion Show gestylt haben?
Zu den aufwendigsten Frisuren gehören die klassischen Wellentechniken. Die verrücktesten Frisuren waren eigentlich keine Frisuren sondern Glatzen. Die eigenen Haare mussten kaschiert werden zu einer Cotture-Kollektion aus Mülltüten. Ich kann mich an einen Look erinnern, für den vorsätzlich die Haare durch Hitze, Produkt und Knicke zerstört werden mussten (wurde dann allerdings nur an Tressen realisiert)! Frisurenergebnis: Gewöhnungsbedürftig.

 

Gibt es eine Zeit, die Sie besonders inspiriert – wie zum Beispiel die 20er Jahre? Oder eine Stadt?
Berlin ist absolut meine Inspiration, Vielseitig und Lebendig. Ich habe das Glück, in dieser dynamischen Stadt zu leben. Ich sehe mein Umfeld und die Menschen mit offenen Augen. So kommen mir die besten Ideen. Formen und Farben sowie die Kunst beeinflussen bewusst oder auch unbewusst meinen Arbeitsstil. In den 20er Jahren entstanden wunderbare Frisuren, diese Vielfalt inspiriert mich auch noch heute. Ideen entstehen bei mir oft während der Arbeit. Sicherlich spielt dabei auch das Model eine wichtige Rolle. Es kann inspirieren, die Haare können für eine bestimmten Style toll funktionieren, oder es ist der Moment, indem auch unbeabsichtigt etwas gelingt.

 

Welcher Star könnte Ihre Muse sein?
Nicole Kidman, Charlize Theron, Scarlett Johansson

 

Zum Schluss: Wer schneidet eigentlich Ihnen die Haare?
Meine rechte Hand Desirée, sie ist diejenige, die sich dann auch abends erbarmt länger zu bleiben.