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Wegen Sex-Skandal: Die Oscar-Akademie wirft Harvey Weinstein raus!

Von jenny am Sonntag, 15. Oktober 2017 um 10:49 Uhr

Der Hollywood-Produzent Harvey Weinstein, soll über Jahrzehnte hinweg seine Machtstellung ausgenutzt haben, um Schauspielerinnen sexuell zu belästigen. Wir haben alle Infos über den wohl größten Sex-Skandal der Traumfabrik...

In den vergangenen Wochen wurde der wohl größte Sex-Skandal Hollywoods publik und damit Anschuldigungen laut, dass der Filmproduzent Harvey Weinstein, der für Streifen wie "Silver Lining", "The King‘s Speech" oder "Shakespeare in Love" mitverantwortlich ist, mehrere Frauen sexuell belästigt haben soll. Bei einigen Opfern soll der Regisseur eine außergerichtliche Einigung erwirkt haben. Die New York Times veröffentlichte nun einen weiteren Artikel, in dem sogar von sexuellem Missbrauch die Rede ist. Insgesamt, sollen laut des Magazins, dreizehn Frauen dem Hollywood-Produzenten zwischen 1990 und 2015 zum Opfer gefallen sein, davon habe er drei vergewaltigt, unter ihnen die Italienerin Asia Argento, ihre Kollegin Lucia Evans und eine weitere Schauspielerin, die anonym bleiben will. Einige von ihnen berichteten, dass ihre Ablehnung der Annäherungsversuche vom Weinstein ihrer Karriere nachhaltig geschadet haben. Auch Asia Argento erklärte, dass sie aufgrund dieser Befürchtung erst jetzt die Wahrheit erzählen könne: "Ich weiß, dass er schon viele Menschen zerstört hat". Der Rechtsanwalt des 65-Jährigen nannte den Artikel des New Yorkers: "Eine Story, die voller falscher und verleumdeter Statements über Harvey Weinstein ist." Nun wurden immer mehr Stimmen laut, die den Regisseur schwer belasten, unter ihnen, sogar die bekanntesten Darstellerinnen der Traumfabrik.

 

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Diese Schauspielerinnen wurden von Harvey Weinstein belästigt! 😱

Nachdem die ersten Opfer Harvey Weinstein des sexuellen Missbrauchs beschuldigten, finden sich unter ihnen nun auch Celebs, die wir alle kennen. Laut der New York Times sollen nämlich auch Gwyneth Paltrow und Angelina Jolie unter dem Regisseur gelitten haben. In einer Mail, die Angelina an die Zeitung schrieb, heißt es: "Ich hatte eine schlechte Erfahrung mit Harvey Weinstein in meiner Jugend, und das Resultat war, dass ich niemals mit ihm zusammengearbeitet haben und andere gewarnt haben, wenn sie es taten." Anschuldigungen, die vor allem aus dem Mund einer Frau mit ihrer Bekanntheit, besonders schwer wiegen. Auch Gwyneth Paltrow erklärte dem Magazin, dass Weinstein sie während der Dreharbeiten zu "Shakespeare in Love" in sein Hotelzimmer eingeladen habe und ihr anbot für eine Massage zu bleiben. Den Vorfall beichtete die Blondine ihrem damaligen Freund Brad Pitt, der den Filmemacher auf der Premiere konfrontierte. Dennoch blieben seine Taten im Verborgenen, denn der New York Times verriet die Ex-Frau von Coldplay-Frontsänger Chris Martin: "Es wurde von mir erwartet, dass ich dieses Geheimnis für mich behalte."

Auch diese Stars wenden sich von Harvey Weinstein ab!

Auch weitere Stars, die eine langjährige Zusammenarbeit mit dem Produzenten verbindet, äußerten sich bereits zu den Vorwürfen und sind schockiert von Weinstein. Ben Affleck, der seine Karriere mit Harvey Weinsteins Produktion "Good Will Huntington" im Jahre 1997 begann, verkündete via Twitter: "Ich bin betrübt und sauer, dass ein Mann mit dem ich gearbeitet habe seine Machtstellung benutzt, um jemanden einzuschüchtern, sexuell zu belästigen und viele Frauen über Jahrzehnte hinweg manipulierte." Auch die Schauspieler George Clooney, Jennifer Lawrence, Emma Watson und Juliane Moore teilten via Social Media ihre Bestürzung über die Taten von Weinstein mit.

 

 

Die Oscar-Akademie wirft Harvey Weinstein raus!

Nachdem beinahe ganz Hollywood zu den Vorwürfen Position bezogen hat, war es für die Oscar-Akademie beinahe unumgänglich, sich damit zu befassen, wie sie mit Mitglied Harvey Weinstein umgehen sollte. Über das Wochenende hat sie eine Entscheidung getroffen: Der Film-Mogul wird mit sofortiger Wirkung entlassen – ein weiterer harter Schlag für Weinstein, der bereits seine eigene Firma, die "Weinstein Company", verlassen musste. "Die Vorsitzenden der Academy of Motion Arts und Sciences haben, angesichts einer notwendigen zwei Drittel-Mehrheit, überzeugend für seinen sofortigen Ausschluss gestimmt“, heißt es in einem offiziellen Statement, "wir tun das nicht einfach nur, um uns von jemandem zu distanzieren, der seine Kollegen nicht respektiert, sondern auch um eine Botschaft zu senden, dass die Ära der vorsätzlichen Ignoranz und beschämender Mitschuld an sexuell räuberischem Verhalten und Belästigung am Arbeitsplatz in unserer Branche endgültig vorbei ist." Zwar scheint es derzeit noch so, als sei dieses Vorhaben nicht allzu leicht in die Tat umzusetzen, doch dass eine der höchsten Instanzen des Filmbusiness sich so entschieden gegen Missbrauch ausspricht, ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung! 👏🏼

Harvey Weinstein: Gesteht seine Frau hiermit seine Schuld ein?

Nach all den Äußerungen kann jetzt wohl auch seine Ehefrau Georgina Chapman, mit der Harvey zwei gemeinsame Kinder hat, nicht mehr zu dem Regisseur halten und verkündete gegenüber dem People Magazin: "Es bricht mir das Herz für alle Frauen, die durch die unentschuldbaren Handlungen unermessliches Leid erlitten haben. Ich habe mich dazu entscheiden, meinen Ehemann zu verlassen. Die Sorge um meine Kinder ist meine erste Priorität und ich bitte die Medien um etwas Privatsphäre in dieser Zeit." In der vergangenen Woche, kurz nachdem der belastende Artikel publiziert wurde, hieß es in einem Statement von Weinstein gegenüber der New York Times noch über seine Wifey: "Sie steht zu 100 Prozent hinter mir. Georgina und ich haben über all das lange geredet.“ Die aktuellen Geschehnisse machen aber wohl mehr als deutlich, dass selbst die Designerin ihren Mann nicht verteidigen wird. ☝🏼

Ob die Anschuldigungen den Ruf des Namens Weinstein nachhaltig geschädigt haben, wird sich in der Zukunft zeigen. Fest steht, dass die Bezichtigungen mindestens drei Jahrzehnte zurückreichen. Bisher ist außerdem bekannt, dass sich der Produzent mit acht betroffenen Frauen außergerichtlich geeinigt habe. Es heißt "im Zweifel für den Angeklagten", bei so vielen Opfern und Indizien scheinen diese im Hinblick auf seine Unschuld aber immer mehr zu schwinden... 😐

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