• Ausgabe 22 vom
    • 23. Mai 2013
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GRAZIANISTA club
Mariella Ahrens: „Ich und meine Familie – wir mögens grün....“
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Mariella Ahrens über das Familienleben und dem bewussten Umgang mit Umwelt und Mitmenschen

Montag 22 August

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Mariella Ahrens: „Ich und meine Familie – wir mögens grün....“

Zwei Kinder, Schauspielerei, Engagement für den Seniorenverein „Lebensherbst“, ein eigenes Mode-Label. Das ist manchmal schon ein bisschen viel, aber ich liebe es! Ich brauche einfach verschiedene Aufgaben, das liegt in meiner Natur. Doch egal, wenns irgendwie geht, gehört die Zeit ab 15 Uhr meinen beiden Kindern. Mit Isabella mache ich Hausaufgaben, wir spielen, fahren Fahrrad, gehen im Sommer viel schwimmen oder joggen. Das ist mir sehr wichtig, ich möchte für meine Familie da sein.

Überhaupt steht bei mir die Familie im Mittelpunkt, das ist schon seit meiner Kindheit so. Wir haben in Bulgarien in einer Großfamilie gelebt, das war etwas ganz Normales. Jeder half jedem. Das Wort Familie hat für mich eine tiefe Bedeutung, meine eigene Familie, das ist etwas ganz Besonderes. Der Zusammenhalt und der Rückhalt der Familie geben mir die Kraft, die ich für alle meine Projekte brauche.

Wir führen ein ganz normales Familienleben. Wir wohnen in einem schönen Haus im Grünen, im Haushalt mache ich viel selber. Ich möchte meinen Töchtern ein Vorbild sein, so, wie es auch meine Mutter war. Gemeinsam wird bei uns gekocht, jeder hat sein Lieblingsgericht, Isabella liebt Salate und alle Sorten von Pasta – und dabei achte ich auf Lebensmittel aus der Region und kaufe auch öfter beim Bauern ein. Ich bin nicht der klassische Öko-Typ, doch da, wo es Sinn macht, mache ich auch mit, beispielsweise kaufe ich Tetra Pak-Getränkekartons, die umweltfreundlich sind, weil sie überwiegend aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen.

Ich achte drauf, dass das Licht nur brennt, wenn es wirklich sein muss und beim Zähneputzen nicht unnötig Wasser verschwendet wird. Und das Auto wird auch nur dann benutzt, wenn längere Fahrten anstehen. Die Wege mal eben zum Bäcker, zur Schule oder in den Kindergarten laufen wir oder benutzen das Fahrrad. Nur so kann ich meinen Töchtern vermitteln, wie wichtig es ist, mit der Umwelt verantwortungsbewusst umzugehen.

Verantwortung haben, das ist für mich auch im sozialen Bereich eine wichtige Aufgabe. Seit sechs Jahren arbeite ich aktiv im Verein Lebensherbst e.V. mit. Wir unterstützen inzwischen in verschiedenen Bundesländern Seniorenheime. Wir versuchen, das Leben der älteren Menschen in Heimen etwas lebenswerter zu gestalten. Es werden Veranstaltungen, Lesungen, Konzerte und Ausflüge organisiert, und sich um den Transport vom und zum Heim gekümmert. Vor allem schenken wir den Senioren aber Zeit. Wir hören ihnen zu. Wie glücklich Menschen sind, wenn ihnen einfach mal zugehört wird oder sie sogar zum Lachen gebracht werden. Ein Lächeln macht das Leben froh.

Und ab und zu sind dann hier die Mädchen mit dabei. Junge Menschen verdrängen manchmal, dass auch sie alt werden und glücklich wären, wenn sich jemand später mal um sie kümmert. Meinen Kindern ist inzwischen klar, wie wichtig es ist, für andere da zu sein.

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