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GRAZIA-Erfahrungsbericht: Yoga Teil 2

Von Susan am Freitag, 18. April 2014 um 12:00 Uhr

Nach dem Anfänger-Workshop habe ich mich jetzt in meinen ersten "richtigen" Yoga-Kurs gewagt.

Normalerweise bin ich eher selbstbewusst als unsicher - vor meinem ersten Yoga-Kurs vor ein paar Tagen nach nur einem Anfänger-Workshop hatte ich aber doch Respekt. Ich komme schließlich nach einmal 2 1/2 Stunden Yoga letzte Woche natürlich immer noch nicht mit den Händen an die Füße und kenne auch nur ein winzigen Bruchteil der Asanas (Yoga-Übungen).

Der erste "richtige" Yoga Kurs

Als ich beim Beginner-Kurs (Level 1) bei Jyoti-Yoga ankomme, rollt ein Mann neben mir seine Yoga-Matte aus. Die ist schon ziemlich abgenutzt - oha, ist wohl nicht seine erste Stunde. Zum Warmmachen, während wir anderen noch herumwuseln, macht er erst einmal einen Handstand und umgreift dann zurück am Boden seine Füße mit den Händen - Nase an den Knien. Mein erster Gedanke: ist das der Lehrer? Hm... nein, das ist der tiefenentspannte Mann am Eingang. Okay, hoffentlich ist das nicht das Level, von dem ich ausgehen kann. An einen Handstand ist nämlich bei mir gar nicht zu denken...

Glücklicherweise lerne ich rechts von meiner Yoga-Matte Marlen kennen, die auch noch nicht so lange Yoga macht und an deren Gesicht ich erkennen kann, dass sie auch ziemlich beeindruckt von der Pre-Yoga-Stunden-Action ist. Puh...

Unterschiedliche Niveaus

Die 90 Minuten beginnen mit einem "Ooohhmmm" -  an das ich mich langsam gewöhne - und vergehen super schnell. Unanstrengend sind die diversen Asanas aber auf keinen Fall - ich komme ziemlich ins Schwitzen. Meine nicht vorhandene Dehnbarkeit in den Beinen macht mir allerdings keinen so schlimmen Strich durch die Rechnung wie befürchtet. Neben mir wird zwar die Nasenspitze an die Knie gedrückt. Ich benutze bei der Vorbeuge einfach die beiden vorhandenen Klötzchen, auf die ich meine Hände aufstützen kann (der Boden kommt so quasi schneller). Bei einer anderen Dehnübung später hilft mir ein Gurt, den ich um meine Fußballen wickle und mit den Händen festhalte. Sieht vielleicht nicht nach Yoga-Profi aus, hilft aber.

Woran ich vorher gar nicht gedacht habe: die Übungen lassen sich natürlich auch schwerer gestalten. Der Yoga-Lehrer gibt deswegen immer noch zusätzliche Hinweise für die fortgeschritteneren Teilnehmer - z.B. beim Baum (sehen Sie oben links im Bild) die Augen schließen. Was mir beim Yoga gefällt: auch wenn man es noch nicht so gut kann, wird man vom Lehrer gelobt - das motiviert! Ein klein wenig stolz bin ich nach der Stunde auch auf mich: Krieger, nach unten schauender Hund, Baum, Kobra - habe ich jetzt alles schon einmal gemacht.

Fazit nach der Stunde

Muskelkater-Faktor am nächsten Tag? Der Bereich zwischen den Schulterblättern ziept etwas und ich spüre meine Bauchmuskeln und Oberschenkel. Nicht schlimm, sondern ein gutes Gefühl!

Ich fühle mich nach der Stunde gleichzeitig gefordert, aber auch entspannt. Nach dem Basketball-Training war ich sonst eher kaputt, nach dem Yoga fühle ich mich beruhigt und meine Haltung ist viel besser. Außerdem ist mir aufgefallen, dass ich meinem Körper automatisch etwas Gutes tun will - zu Hause habe ich mir erst einmal einen Tee gemacht und habe etwas Obst gegessen (okay, okay und danach zwei Oster-Pralinen). Apropos Essen: am besten praktiziert man Yoga übrigens auf leeren oder halb-leeren Magen.

Tipp zum Schluß: die Yoga-Hose sollte recht hoch geschnitten sein und das Shirt ausreichend lang - ich bin mit meinen Yoga-Sachen deswegen happy, weil ich nicht die ganze Zeit am Kleidung zurechtziehen bin. 

Hier gibt's übrigens meinen ersten Yoga-Erfahrungsbericht vom Einsteiger-Workshop!