
Wenn eine Einladung für eine romantische Hochzeit bei uns eintrifft, dann ist unsere Freude erst einmal riesig. Ein großes Fest mit unseren Freunden steht bevor, auf dem die Liebe zelebriert, ausgiebig geschlemmt und das Tanzbein geschwungen wird. Allerdings wirft ein solches Event auch eine ganz bestimmte Frage auf: Was sollen wir nur anziehen? Nicht selten erfordert die romantische Veranstaltung einen ganz bestimmten Dresscode, der nicht unbedingt selbsterklärend ist. Wir haben deshalb genauer recherchiert und machen euch die geforderte Kleiderodnung verständlich – versprochen.
Was bedeuten die unterschiedlichen Dresscodes?
Ob White Tie, Black Tie oder Casual Summer – es gibt viele verschiedene Kleiderordnungen, die für eine Hochzeit infrage kommen. Damit ihr wisst, was hinter diesen Bezeichnungen steckt und stilsicher zum einem wunderschönen Hochzeitsgast-Look greift, gehen wir auf die unterschiedlichsten Dresscodes nun genau ein.
"Bevor ihr euch in die Details stürzt, mein wichtigster Rat für jeden Hochzeitsgast: Ein perfekter Look zollt dem Brautpaar Respekt, lässt euch aber den ganzen Tag strahlen. Setzt auf zeitlose Schnitte und fließende Stoffe, die ihr je nach Dresscode elegant upgraden könnt – so seid ihr auf jedem Parkett stilsicher unterwegs."
1. White Tie – Eleganz pur
Dass wir eine Einladung mit dem Wunsch des Dresscodes "White Tie" erhalten, ist wohl eher unwahrscheinlich. Dieser wird vor allem für eine Gala, Opernbälle oder royale Hochzeiten gefordert. Wir wollen euch aber trotzdem darüber aufklären, was hinter der Kleiderordnung "White Tie" steckt. Es ist nämlich Glamour pur. Die Bezeichnung verrät schon einmal so viel, dass der Mann zu einer weißen Fliege greifen sollte, die am besten mit einem Frack-Anzug kombiniert wird.
Für Frauen ist es hingegen die bodenlange Abendgarderobe in einem dezenten Farbton und minimalistisch Ausführung. Die Schulterpartie sollte dabei bedeckt sein. Glacé Handschuhe oder ein Collier können den edlen Look abrunden.
2. Black Tie – glamouröse Abendgarderobe für besondere Momente
Auch bei der Kleiderordnung Black Tie wird von euch ein eleganter Abend-Look erwartet, der jedoch nicht ganz so förmlich sein muss, wie beim White Tie. Allerdings solltet ihr auch hier am besten ein bodenlanges Abendkleid wählen, das aus einem edlen Stoff gefertigt ist und in einer dezenten Farbe gehalten ist – insbesondere, wenn das Event am Abend ist.
Ihr könnt euch aber auch für ein Cocktail-Kleid entscheiden. Achtet hier aber ebenfalls auf eine besondere Eleganz, welche seidige Stoffe, minimalistische Schnitte und wenige Details versprühen. Wir wollen doch nicht riskieren, dass ihr euch underdressed fühlt.
3. Black Tie optional – die stilvolle Wahl zwischen lang und kurz
Steht die Kleiderordnung "Black Tie optinal" in der Einladung, solltet ihr keinesfalls in die Falle tappen, zu glauben, ihr könnt in einem x-beliebigen Look erscheinen. Der Dresscode impliziert nämlich eher, dass der elegante Black Tie Look – also ein langes Abendkleid – angebracht ist, ihr aber auch ein mittellanges Cocktail-Dress, einen Hosenanzug oder ein anderes knielanges, elegantes Kleid aussuchen könnt.
Ein guter Anhaltspunkt für eure Kleiderwahl ist übrigens auch die Tageszeit. Während es am Vormittag und Nachmittag weniger edel sein darf, sollte für eine abendliche Hochzeit mit "Black Tie optional" lieber der formelle Look gewählt werden.
4. Cocktail – ein verspielter Mix aus Chic und Klasse
Mit dem Cocktailkleid oder einem anderen Midikleid seid ihr bestens gestylt, wenn der Dresscode der Hochzeit "Cocktail" heißt. Während zuvor vor allem schlichte Unifarben gefragt sind, heißen wir nun Modelle mit hochwertigen Musterungen willkommen und können auffälligere Schnitte mit Volants, Rüschen und Co. aussuchen.
Detailreiche Accessoires und funkelnde Schmuckstücke werten den Look nochmals auf.
5. Casual Chic – der legere Dresscode
Aufgepasst: "Casual Chic" ist nicht gleich leger. Im Gegensatz zu den deutlich schickeren Kleidervorgaben von White Tie bis Cocktail habt ihr aber mehr Möglichkeiten und braucht definitiv nicht in einer eleganten Abendgarderobe aufzutauchen. Denkt aber natürlich daran, dass der Anlass dennoch ein besonderer ist. Feminine Cocktail- sowie schicke Partykleider erfüllen die Anforderungen jedoch auf ganzer Linie.
Bei den Kriterien für euren Hochzeitsgast-Look könnt ihr dann viel mehr die Jahreszeit, die Location oder das Wetter einbeziehen. Die Saison und natürlich auch die Umgebung bestimmt nämlich, ob das Outfit luftiger sein darf und welches Schuhwerk euch bequem auf der Feierlichkeit begleitet.
6. Summer Chic – der sommerliche Dresscode
Ihr seid zu einer Traumhochzeit auf Ibiza, Mallorca, an der französischen Riviera oder einfach daheim im Hochsommer geladen? Verlangt der Dresscode dann nach Looks im "Summer Chic" solltet ihr vor allem darauf achten, dass euer Outfit nicht zu freizügig ist. Ihr könnt euch aber auch an luftige Kleider halten. Bedenkt aber immer, dass es ein romantischer und feierlicher Anlass ist, bei dem ihr stilvoll gekleidet sein wollt.
Mit Roben aus fließenden Stoffe, die mit Volants und Rüschen verziert sind, macht ihr da garantiert nichts falsch.
7. Festive Attire – farbenfroh und kreativ
Steht auf eurer Einladung "Festive Attire", dürft ihr modisch ruhig etwas mutiger sein. Dieser Dresscode wird oft für Hochzeiten gewählt, die eine lockere, aber dennoch festliche Atmosphäre versprühen. Hierbei sind leuchtende Farben, florale Prints oder Kleider mit Pailletten-Details absolut erwünscht.
Ein schickes Etuikleid oder ein trendiger Jumpsuit aus Seide verleihen eurem Auftritt den richtigen Twist. Da dieser Look viel Raum für Individualität lässt, könnt ihr mit auffälligen Accessoires wie Statement-Ohrringen oder einer besonderen Clutch spielen. Wichtig bleibt jedoch: Trotz aller Kreativität sollte der Look stets hochwertig und dem Anlass entsprechend festlich wirken.
8. Smart Casual – die perfekte Balance
Hinter "Smart Casual" verbirgt sich eine Mischung aus Alltagstauglichkeit und Eleganz. Es ist die wohl entspannteste Form der Kleiderordnung, bedeutet aber keinesfalls, dass Jeans und Sneaker angebracht sind. Vielmehr ist eine gepflegte Kombination gefragt, die Professionalität und Leichtigkeit vereint.
Ein eleganter Rock kombiniert mit einer hochwertigen Bluse oder eine schicke Stoffhose mit einem feinen Kaschmirpullover sind hier die ideale Wahl. Auch ein stilvoller Hosenanzug verleiht eurem Look den nötigen Touch Professionalität, ohne übertrieben formell zu wirken. Bei den Schuhen dürfen es gerne flache Ballerinas oder elegante Loafer sein.
9. Garden Party – Romantik unter freiem Himmel
Findet die Trauung in einem Schlossgarten oder auf einem Weingut statt, ist oft "Garden Party" als Dresscode vorgegeben. Hier stehen Leichtigkeit und Romantik im Vordergrund. Pastelltöne, zarte Chiffonstoffe und florale Muster spiegeln die Umgebung perfekt wider.
Wählt am besten ein luftiges Maxikleid oder ein hübsches Kleid in A-Linie. Ein wichtiger Tipp für die Wahl eurer Schuhe: Da ihr euch vermutlich viel auf Rasen oder Kies bewegen werdet, solltet ihr auf dünne Pfennigabsätze verzichten. Elegante Keilsandaletten oder Blockabsätze sind hier die modische Rettung und sorgen dafür, dass ihr den ganzen Tag stabil und stilsicher unterwegs seid.
10. Come as you are – entspannt, aber mit Stil
Lest ihr bei der Einladung "Come as you are", bedeutet das keineswegs, dass ihr direkt vom Sofa zur Trauung erscheinen sollt. Es ist vielmehr die höfliche Bitte des Brautpaares, dass ihr euch in eurer Kleidung wohlfühlt und euch nicht verstellen müsst. Meist handelt es sich um eine sehr ungezwungene Feier im privaten Kreis.
Ein schönes Sommerkleid, eine elegante Hose-Blusen-Kombination oder sogar eine dunkle, hochwertige Jeans mit einem schicken Top sind hier völlig legitim. Denkt immer daran: Es ist eine Hochzeit, kein gewöhnlicher Kaffeeklatsch. Ein gepflegtes Erscheinungsbild ist also auch hier das A und O, um dem Brautpaar den nötigen Respekt zu zollen.
Dont's für Hochzeitsgäste
Was ihr als Hochzeitsgast vermeiden solltet? Wir klären euch ganz konkret auf, worauf es zu achten gilt.
1. Zu extravagant
Wird ein Dresscode vorgegeben, dann solltet ihr euch auch an diesen halten. Ist nach einem Look im Casual Chic gefragt, dann ist eine abendliche Robe, die auch bei einer Gala passen würde, definitiv verkehrt. Seid ihr nämlich zu elegant und auffällig gekleidet, zieht ihr die Aufmerksamkeit auf euch und lenkt von den wichtigsten Personen des Tages ab – dem Brautpaar.
2. Zu leger
Gleiches gilt aber auch für einen Look, der für einen besonderen Anlass wie eine Hochzeit nicht angebracht ist. Ist das Kleid oder der Jumpsuit nicht elegant genug, werdet ihr euch womöglich unwohl fühlen und ebenfalls herausstechen. Informiert euch deshalb genau über die Dresscodes, die wir euch oben genau erklären.
3. Schwarz oder Weiß tragen
Es mag euch selbst bewusst sein, aber wir sprechen es trotzdem noch einmal aus: Die Farben Schwarz und Weiß sind für eure Kleiderwahl zur Hochzeit tabu, wenn ihr zu den Gästen gehört. Als Braut ist natürlich erlaubt, was gefällt.
4. Zu freizügig
Auch wenn es sich nicht um eine kirchliche Trauung handelt, solltet ihr keinen zu tiefen Ausschnitt wählen oder euch für ein ultraknappes Kleid entscheiden. Ein guter Anhaltspunkt? Löst euer Outfit bei euch den Wunsch aus, die Braut nach ihrer Meinung zu fragen, ob es in Ordnung ist, dann schaltet ihr besser einen Gang zurück und versucht, die gewünschte Kleiderordnung besser zu verstehen.
5. Dresscode missachten
Wer eine Hochzeit plant, der steckt auch viele Gefühle, Schweiß und Arbeit in ein solches Event. Wird also explizit ein Dresscode vorgegeben, solltet ihr euch auch dringend an diesen halten. Wünscht sich das Hochzeitspaar eine Garderobe in Pastelltönen und ihr erscheint in einem knalligen Pink, kommt dieser Look sicher nicht gut an. Das Brautpaar wird sich nämlich Gedanken gemacht haben, wie die Hochzeitsgesellschaft auf Fotos stimmig wirkt und freut sich natürlich riesig, wenn ihr sie in einem schicken Look der Kleiderordnung entsprechend beehrt.





