• Ausgabe 22 vom
    • 23. Mai 2013
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GRAZIANISTA club
Pro & Kontra
Mutter mit 54: Ist das zu alt fürs Babyglück?
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Isabella Baronin von Schorlemer bekam Töchterchen Philippa im Juli 2012 im Alter von 54 Jahren

Mittwoch 8 August

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Mutter mit 54: Ist das zu alt fürs Babyglück?

15 Jahre wünschte sich Baronin von Schorlemer ein Kind von ihrem Partner. Jetzt wurde sie mit 54 Jahren Mutter. Wir fragen uns: Gibt es eine moralische Altersgrenze fürs Kinderkriegen? "Ja" oder "Nein", stimmen Sie ab!

NEIN: Soraya Lewe-Tacke (54), achtfache Mutter (unter anderem von Sarah Connor): "Wenn mich jemand fragt, ob ich mich als alte Mutter fühle, weil ich mit 50 Jahren noch Zwillinge bekommen habe, dann scherze ich: Stimmt, ich gehe direkt vom Kinderwagen zum Rollator über. Aber mal ganz ehrlich: Eine junge oder alte Mutter zu sein hat jeweils Vor- und Nachteile. Und ich kann das beurteilen, schließlich habe ich meine erste Tochter Sarah mit Anfang Zwanzig bekommen. Ich bin genauso ängstlich wie früher, da hat sich nichts geändert. Ich finde, dass jede Frau über Vierzig sehr gut noch mal Mutter werden kann, warum nicht auch mithilfe medizinischer Methoden? Das kann und sollte sie selbst entscheiden dürfen. Ich empfinde meine beiden Jungs jedenfalls als Gottesgeschenk. Sie halten mich auf Trab, so bleibe ich jung. Klar sieht man mir mein Alter an, aber auf dem Land, wo wir wohnen, ist das nicht so ein Thema. Falls es jemanden interessiert: Jetzt ist die Familienplanung wirklich abgeschlossen. Das musste ich meinen Töchtern versprechen."

JA: Karen Jäger (45), GRAZIA-Fotochefin und dreifache Mutter: "Ich möchte wirklich nicht alle Frauen verurteilen, die spätgebärend sind. Aber wie gut ist es für Kind und Mutter, wenn die Mutter bei der Geburt ihres Nachwuchses 54 Jahre alt ist? Sechs Jahre später wird das Mädchen dann von seiner 60-jährigen Mama eingeschult. Also, ich möchte nicht in der Haut der Kleinen stecken, wenn ihre Mitschüler sie dann hänselnd fragen, ob das ihre Oma ist, die sie da jeden Morgen zur Schule bringt … Oje! Wenn Mama dann 70 Jahre alt ist, kann sie sich an einer pubertierenden 16-Jährigen aufreiben, die ihrer Mutter noch mehr als in „Normalfällen“ vorwerfen wird, dass sie ja wirklich von überhaupt nichts eine Ahnung hat. Und wenn es die Gesundheit gut mit Mama meint, erlebt sie als Rentnerin neben all den viel jüngeren Eltern den Abi-Ball der Tochter. Sorry, aber mit diesem Szenario kann ich mich irgendwie nicht anfreunden."

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