Lifestyle

Warum wir mehr 'hässliches' Obst und Gemüse essen sollten

Von Martyna am Montag, 25. Juli 2016 um 16:08 Uhr

Hast du auch manchmal das Gefühl, dass die Früchte und das Gemüse im Supermarkt einfach ZU perfekt aussieht? Und was passiert eigentlich mit den Produkten, die nicht den Standarts entsprechen oder das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten haben?

Die schöne, perfekte Welt eines Supermarktes: Alles hat die selbe Farbe und Form, das Obst glänzt dank einer aufgesprühten Wachsschicht, die es noch gesünder und schmackhafter aussehen lässt, als es eh schon ist. Diese Aktion einer der größten französischen Supermarkt-Ketten aus dem Jahr 2014 inspiriert uns noch heute und zeigt, dass es auch anders geht und 'ugly fruit' durchaus Abnehmer findet. Yummy! 

 

'Inglorious Food bei Instagram'

In den USA fordern immer mehr Menschen, dass große Supermarkt-Ketten wie Walmart und Safeway vermehrt auf Frische und Regionalität bei der Produktauswahl setzt! Denn, die Unternehmen haben meist strikte Regeln und Verträge mit Bauern: Das Obst und Gemüse, das nicht perfekt aussieht kommt in den Müll! Nachhaltigkeit sieht definitiv anders aus…Dabei schmeckt auch das vermeidlich 'hässliche Entlein' unter den Karotten und Äpfeln hervorragend und manchmal bilden sich sogar herrliche Muster und Figuren aus den Vitaminbomben.

 

Was du tun kannst

Klar, die Köstlichkeiten direkt vom Erzeuger zu beziehen, ist die beste Lösung. So spart man Transportwege, Geld und erhält definitiv das frischeste Produkt. Oder man meldet sich bei foodsharing.de an. Die Plattform ermöglicht und koordiniert die Abholung von überschüssigen Lebensmitteln von Privat-Haushalten. Es besteht aber auch die Möglichkeit 'Foodsaver' zu werden. So kann man kostenlos Lebensmittel aller Art von kooperierenden Supermärkten abholen, die das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten haben oder vermeidlich nicht mehr 'hübsch' genug für die Masse sind – also das, was sonst vernichtet werden würde. Meist gibt es bei einem Markt so viel 'Überschuss' zu holen, dass sich mehrere Haushalte mit den Produkten für eine Woche versorgen könnten. Kein Wunder also, dass jährlich etwa eine Milliarde Tonnen überschüssige oder abgelaufene Lebensmittel in der Müll landen…

Uns sind bei Lebensmitteln, genau wie bei den Männern, definitiv die inneren Werte am wichtigsten. Und so eine Aktion wie in Frankreich wünschen wir uns auch von Rewe, Edeka und Co. #savetheplanet #grazialovestheearth #uglyfruitisbeautiful