Beauty

Beauty-Insights: Anti-Aging unter ganz neuen Gesichtspunkten

Von Bettina am Sonntag, 19. Oktober 2014 um 10:00 Uhr

Vergessen Sie Nasolabial- und Zornesfalten. Alt machen ganz andere Gesichtszonen. Und wer die nicht hängen lässt, kann Jahre jünger wirken!  

1. Halt die Poren steif

Ein Truthahnhals rangiert nicht ganz oben auf unserer Beauty-Wunschliste. Oben: gutes Stichwort, denn wer das Absacken der Kieferpartie stoppen möchte, sollte die Wangen pflegen! „Schuld sind vor allem die Poren im Wangenbereich. Sie leiern mit der Zeit aus, das Gesicht verrutscht nach unten“, so Martina Schwieger, medizinische Kosmetikerin aus Hamburg. Der Hit in ihrem Institut: porenverfeinernde Fruchtsäurepeelings und Behandlungen mit dem Dermaroller, bei denen die Haut mit feinen Nadelstichen verletzt wird. Das aktiviert ihre Selbstheilungskräfte, sie erneuert sich – samt ihrer Poren.  

2. Weg mit dem Nussknacker

Sie kriegen von nasolabialfalten Albräume? Keine Angst, Schauspielerin Jennifer Aniston hat sie – und bekommt trotzdem Jobs (nicht nur Horrorfilme!). Viel gruseliger findet Jill Zander, Ästhetische Therapeutin aus England, den „Nussknacker“. „Wir sagen Marionettenfalten. Das sind die, die vom Mund nach unten verlaufen und das Gesicht sehr hart wirken lassen.“ Um die Linien loszuwerden, benutzt Zander Radiofrequenz. Eine nichtinvasive Methode, bei der die tieferen Hautschichten erwärmt werden – was die Kollagenproduktion ankurbelt und die Haut von innen heraus aufpolstert.

3. Schutzschild hochfahren 

Alle haben immer nur Angst vor Freien Radikalen, aber damit der Zellfeind Nummer eins erst gar nicht in die Haut kommt, muss vor allem die Abwehr stehen. Entscheidend dafür sind die Langerhans-Zellen, die nur (und sehr sporadisch) in der Haut vorkommen und anderen Zellen den Befehl geben: Fahrt euren Immunschutz hoch! Genau auf diese Zellen wirken beispielsweise Szechuanpfeffer, wilder Thymian oder Perilla (eine asiatische Heilpflanze). Letztere gibt’s in Shiseidos „Ultimune Power Infusing Concentrate“, das die Funktion der Langerhans- Zellen um 64 Prozent steigern soll!  

4. Das Ende vom Lid? Auf keinen Fall vergessen!

Uns wurde eingebläut: Augencreme gehört unters Auge. Jetzt sagen Dermatologen wie Dr. David Colbert aus New York: „Alles Quatsch. Auch das Oberlid darf was abbekommen, spe-ziell das äußere Ende, damit Schlupflider nicht so leichtes Spiel haben.“ Drei Tipps: 1. Tupfen, nicht rubbeln! Sonst zerrt das empfindliche Gewebe, die Haut leiert schneller aus. 2. Eine erbsengroße Menge pro Auge ist genug. Mehr hat nicht mehr Wirkung, es gelangt höchstens ins Auge und kann Irritationen auslösen. 3. Mindes- tens eine Minute einziehen lassen, dann hält auch das Make-Up. Backstage bei den Schauen tupfen Visagisten als Erstes Eliza- beth Ardens „Eight Hour Cream“ auf die Augen und – jaaa – auch auf das Oberlid!