
- Bei Huda Beauty war Zurückhaltung noch nie das Konzept
- Charlotte Tilbury bleibt beim Glow
- MAC braucht kein großes Comeback, denn die Marke war eigentlich nie richtig weg
- Parfum macht den November ein bisschen luxuriöser
- Shampoo ohne große Show – aber mit Wirkung
- Aus einem Freitag im Jahr wird eine ganze Beauty-Woche
- Skincare ist kein Fall für Schnellschüsse
- Zwischen Beauty-Klassikern & neuen Hype-Produkten
Immer wieder gegen Ende November: Make-up, Parfum und Pflegeprodukte stehen plötzlich wieder ganz oben auf der Beauty-Liste. Black-Friday-Aktionen tauchen auf, daneben stehen schon die ersten Weihnachtssets und Produkte, die man seit Monaten auf der Wunschliste hat, wirken auf einmal ziemlich verlockend. In diesem Jahr stehen einige Marken besonders weit vorne.
Darunter sind neue Hype-Brands, aber genauso Namen, die gefühlt schon ewig im Beauty-Regal stehen. Ein alter Lippenstift kann plötzlich wieder genauso spannend sein wie die Foundation, die gerade durch TikTok wandert. In der Beauty-Welt kommt vieles irgendwann zurück. Ein Look verschwindet, wird neu aufgelegt und fühlt sich ein paar Jahre später plötzlich wieder komplett aktuell an.
Im Mittelpunkt stehen deshalb weniger einzelne Schnäppchen als die Marken und Beauty-Kategorien, die rund um den Black Friday 2026 besonders viel Aufmerksamkeit bekommen. Make-up, Düfte, Skincare und Haarpflege spielen dabei jeweils ihre eigene Rolle – manche wegen eines aktuellen Hypes, andere, weil sie seit Jahren ihren festen Platz im Beauty-Regal haben. Welche Rabatte am Ende tatsächlich gelten, zeigt sich ohnehin erst rund um die Aktionstage.
Bei Huda Beauty war Zurückhaltung noch nie das Konzept
Große Paletten, kräftiges Rouge, volle Lippen und Augen-Make-up, das man durchaus sehen darf – die Handschrift der Marke erkennt man ziemlich schnell.
Das passt gut zu 2026. Sehr zurückhaltende Looks verschwinden nicht, bekommen aber Gesellschaft. Lippen werden wieder stärker betont, auf den Wangen sitzt mehr Farbe und am Auge muss es längst nicht mehr nur Beige sein. Beim Beauty-Händler Notino ist Huda Beauty mit Produkten für Teint, Lippen und Augen vertreten. Die Paletten zeigen ziemlich gut, was die Marke ausmacht: viele Farben, warme Töne und hier und da ein bisschen Glanz.
Braun, Rosé und Taupe bleiben die entspanntere Seite, etwas Schimmer darf trotzdem mit. Am Ende ist Huda Beauty eben keine Marke für Make-up, das sich verstecken möchte.
Charlotte Tilbury bleibt beim Glow
Charlotte Tilbury spielt in einer weicheren Ecke. Rosige Wangen, glänzende Haut und Lippen in Nude- und Rosétönen gehören seit Jahren zum Look der Marke.
“Pillow Talk” ist inzwischen fast eine kleine Beauty-Welt für sich.
Sehr matte Haut wirkt 2026 nicht mehr wie das einzige Ziel. Etwas Glanz auf den Wangen, cremiges Rouge und ein Teint, bei dem noch Haut zu erkennen ist, passen besser zu vielen aktuellen Looks.
Hinter dem vermeintlich mühelosen Look können trotzdem erstaunlich viele kleine Döschen stehen. Auf der Haut soll man davon später möglichst wenig merken.
MAC braucht kein großes Comeback, denn die Marke war eigentlich nie richtig weg
Zwischen Celebrity-Marken, TikTok-Lieblingen und ständig neuen Beauty-Namen war die Marke eine Zeit lang einfach etwas weniger präsent. Lippenstifte und Lipliner sind trotzdem nie wirklich aus den Schminktaschen verschwunden.
Jetzt sehen viele dieser Klassiker wieder ziemlich frisch aus.
Brauner Lipliner, Nude, Rosé und Gloss erinnern klar an die späten 90er und frühen 2000er. Komplett kopiert wird der Look allerdings nicht. Eine dunklere Lippenkontur trifft heute eher auf frische Haut, sanfteres Rouge und zurückhaltend geschminkte Augen.
Das macht den Unterschied.
Ein Produkt kann jahrelang in der Schublade liegen und plötzlich wieder vollkommen aktuell aussehen. Lippenstift kann das erstaunlich gut. Die hauchdünn gezupften Augenbrauen dürfen dagegen gern im Fotoalbum bleiben.
Parfum macht den November ein bisschen luxuriöser
Ein Lippenstift verschwindet schnell in der Handtasche. Ein großer Parfumflakon fühlt sich schon eher nach kleinem Luxus an.
Dior, Lancôme, Yves Saint Laurent, Prada oder Versace gehören seit Jahren zu den bekannten Namen im Duftregal. Neue Varianten kommen trotzdem ständig dazu. Ein kurzer Hype macht bei Parfum allerdings noch lange keinen neuen Klassiker. Was für ein paar Wochen durch TikTok wandert, wird nicht automatisch zum neuen Lieblingsparfum. Manche Klassiker stehen seit Jahren im Regal und wirken trotzdem kein bisschen angestaubt. Vielleicht liegt es daran, dass ein Duft viel persönlicher funktioniert als der nächste Lippen-Trend.
Parfum hat eben seinen eigenen Reiz.
Ein Lieblingsduft hängt schnell an Erinnerungen: Urlaub, ein bestimmter Sommer oder eine Nacht, die länger wurde als geplant. Und manche Flakons sehen auf dem Schminktisch nebenbei einfach verdammt gut aus.
Shampoo ohne große Show – aber mit Wirkung
Shampoo hat es neben einer glitzernden Palette nicht leicht. Haarpflege ist trotzdem längst mehr als die Flasche, die irgendwo in der Dusche steht. Kérastase, Redken, Olaplex oder Moroccanoil haben Masken, Öle und Pflege für die Längen ziemlich weit nach vorne geholt.
Der Unterschied zum Make-up ist herrlich unspektakulär: Die Sachen werden leer.
Eine Palette mit zwölf Brauntönen kann Jahre überleben. Shampoo eher nicht. Ob die Flasche dabei besonders fotogen ist, spielt spätestens dann keine große Rolle mehr, wenn die Haare richtig gut sitzen.
Aus einem Freitag im Jahr wird eine ganze Beauty-Woche
Der Black Friday fällt 2026 auf den 27. November. Bei Notino kommen rund um diesen Termin verschiedene Beauty-Kategorien zusammen – von Parfum und Make-up bis zu Haut- und Haarpflege.
Der Freitag hat längst Gesellschaft bekommen
Die ersten Aktionen erscheinen schon vor dem eigentlichen Black Friday, danach folgen das Wochenende und der Cyber Monday. Rund um den Termin wechseln außerdem die Schwerpunkte: Mal stehen Düfte stärker im Fokus, dann Make-up, Haarpflege oder Geschenksets.
Nicht jede Aktion besteht dabei einfach nur aus einem durchgestrichenen Preis. Bei Notino gehören rund um solche Aktionszeiträume beispielsweise auch Angebote mit Gratis-Geschenk oder kostenlosem Versand dazu. Welche Marken und Produkte Ende November tatsächlich Teil der Aktionen sind, kann sich bis dahin noch verändern.
So verteilt sich das Ganze über mehrere Tage und unterschiedliche Arten von Angeboten. Zwischen Parfum, Lippenstift und den ersten Weihnachtssets verschwimmt der eigentliche Freitag dabei fast ein bisschen.
Skincare ist kein Fall für Schnellschüsse
Seren, Masken und Cremes stehen längst nicht mehr still hinten im Badezimmer, während Make-up den ganzen Spaß bekommt.
Gesichtspflege hat sich ihren Platz längst gesichert. Ganz so spontan wie bei einem Lippenstift funktioniert die Sache allerdings nicht. Eine Lippenfarbe gefällt oder eben nicht. Bei einer Creme hat die Haut noch ein Wörtchen mitzureden.
Drei neue Produkte auf einmal bedeuten deshalb nicht automatisch dreimal mehr Glow.
Bekannte Pflegelinien haben hier einen kleinen Vorteil. Sie stehen schon länger im Bad und müssen sich nicht erst beweisen. Das neue Serum daneben sieht vielleicht spannender aus – ob es bleibt, zeigt sich meistens erst ein paar Wochen später.
Zwischen Beauty-Klassikern & neuen Hype-Produkten
Rund um den Black Friday zeigt sich ziemlich gut, wie eigenwillig Beauty-Trends sein können. Ein Produkt ist plötzlich überall, verschwindet wieder – und taucht ein paar Jahre später erneut auf.
Lipliner, Nude-Töne oder Foundations schaffen so problemlos ihr zweites oder drittes Comeback. Huda Beauty bleibt sichtbar, Charlotte Tilbury beim Glow und MAC profitiert von alten Lippen-Looks.
Neu gewinnt eben nicht automatisch gegen Alt. Manche Beauty-Lieblinge warten nur lange genug in der Schminkschublade, bis der Trend wieder bei ihnen ankommt.