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Diese Anti-Aging-Mittel helfen wirklich

Von GRAZIA am Donnerstag, 1. April 2021 um 12:22 Uhr

Anti-Aging – ist das nur Marketing, mit dem die Kosmetikfirmen viel Geld verdienen oder gibt es wirksame Anti-Aging-Produkte, die gegen Fältchen helfen und die Haut jünger aussehen lassen?

Ja, es gibt sie die Anti-Aging-Pflege. Schon ein gesunder Lebensstil mit gesundem Essen, Bewegung, ohne Zigaretten und mit wenig Alkohol, viel frische Luft und ausreichend Schlaf sorgen für ein frisches, jüngeres Aussehen. Diese Tipps sind bekannt, aber es gibt noch mehr, was jeder tun kann.

Warum altert die Haut überhaupt?

Anti-Aging ist als Begriff nicht definiert. Der Alterungsprozess selbst ist noch nicht vollständig erforscht. Doch zwei Theorien sind bewiesen, daraus lassen sich erste Möglichkeiten des Anti-Agings ableiten.

Feie Radikale schädigen die Zellen: Alterung, so die Theorie, ist das Ergebnis von Zellschädigungen durch sogenannte freie Radikale. Dabei handelt es sich um sehr reaktionsfreudige Substanzen, die im menschlichen Körper entstehen, und die an den körpereigenen Strukturen Schaden anrichten. Antioxidantien neutralisieren die freien Radikale; die bekanntesten sind die Vitamine A, C und E.
 
Die Mitochondrien verlieren an Kraf: In den menschlichen Zellen befinden sich kleine Kraftwerke, die Mitochondrien, die Energie produzieren. Langfristige Schäden an den Mitochondrien lassen den Körper altern. Das Coenzym Q10 oder Ubiquinone unterstützen die Mitochondrien bei ihrer Arbeit. Auf der Grundlage dieser Erkenntnisse funktioniert Anti-Aging. Bemerkenswert dabei ist, dass die wirksamsten Substanzen im menschlichen Körper ganz natürlich vorkommen: Vitamine, Q10 und Ceramide. Ein Wundermittel gegen das Altern hat noch niemand entdeckt. Aber jeder kann seinem Körper das geben, was seine Arbeit erleichtert. Das Ergebnis: Der Körper altert weniger schnell.

Warum die Haut altert

Die Haut ist das größte und das sichtbarste Organ des menschlichen Körpers. Wer ein gesundes Hautbild hat, wirkt auf andere generell gesund. Zahlreiche Studien belegen, dass es möglich ist, die Haut auch von außen wirksam gegen Alterung zu schützen. Hier sind drei Gründe, warum die Haut altert, und was sich dagegen tun lässt:

  1. Die Haut produziert weniger Feuchtigkeit: Junge Haut produziert in der Regel genügend Feuchtigkeit, doch diese Produktion lässt mit dem Alter nach. Es kommt zu Feuchtigkeitsmangel, die Haut wirkt fahl und es entstehen erste Fältchen und Falten, sogenannte Trockenheitsfalten. Mehr Feuchtigkeit ist ein wirksames Anti-Aging und verbessert den Zustand der Haut sichtbar.Was hilft? Wenn die Hautbarriere gut funktioniert, behält sie die Feuchtigkeit. Die Hautbarriere lässt sich mit Ceramiden stärken. Darüber hinaus braucht die Haut natürliche Fette, wie Sheabutter, Squalan oder Neutralöl. Hyaluron hilft der Haut, die Feuchtigkeit besser zu binden.
  2. Schädigende Umwelteinflüsse: Die Haut ist ständig Umwelteinflüssen ausgesetzt. Es bilden sich freie Radikale. Luftverschmutzung und UV-Licht schädigen und machen zusätzlichen Schutz notwendig.Was hilft dagegen? Radikalfänger, wie die erwähnten Vitamine, binden die freien Radikale und machen sie unschädlich. Gegen Sonneneinstrahlung hilft ein wirksamer UV-Schutz.
  3. Abnehmende Kollagenproduktion: Bei Kollagen handelt es sich um ein Eiweiß, das der Haut Struktur gibt. Mit dem Alter produziert der Körper nicht mehr so viel Kollagen, die Spannkraft lässt nach, weil das Kollagengerüst bis in tiefere Hautschichten brüchig wird. Falten entstehen. Dieser Alterungsprozess setzt ganz langsam ab etwa dem 30. Lebensjahr ein. Was hilft? Die Vitamine A und C stimulieren die Produktion von Kollagen. Sie sorgen für ein gesundes Kollagengerüst.

© silviarita/Pixabay

Was ist bei Anti-Aging-Cremes zu beachten?

Wenn die Haut gesund ist, altert sie langsamer und sieht schöner aus. Deshalb ist es wichtig, dass die Basis einer Creme die Hautbarriere stärkt und für zusätzliche Feuchtigkeit sorgt. Eine gute Cremebasis ist hautidentisch und reizt nicht, sie enthält natürliche Feuchtigkeitsspender und Fette, wie Glycerin und ein Neutralöl. Weder Mineralöle noch Silikon gehören in eine gute Creme. Auch Alkohol, Konservierungs- und Duftstoffe haben nichts darin verloren. Gute Cremes enthalten keine Phytoöstrogeneund vor allem keine Parabene. Eine richtig wirksame Creme enthält Bausteine der Haut: Ceramide, Phospholipide. Diese regen die Hauterneuerung an und sorgen dafür, dass die Haut immer gesünder wird. Insbesondere Ceramide dürfen bei der Anti-Aging-Pflege nicht fehlen.

Anti-Aging-Wirkstoffe, die wirklich wirken

Die Cremebasis ist sehr wichtig. Doch die Wahl der Wirkstoffe macht erst eine richtige Anti-Aging-Pflege aus einer Creme. Die bewährten Klassiker dabei sind: Vitamin A, sogenanntes Retinol, Vitamin C als Antioxidans und Vitamin E für Schutz und Feuchtigkeit. Diese Wirkstoffe sind deshalb so effektiv, weil sie gegen die freien Radikale wirken. Zudem stimulieren Retinolund Vitamin C die Kollagen-Synthese im Körper. Die Wirkstoffe machen also die freien Radikale unschädlich. Das schützt essenzielle Biomoleküle, wie die DNA, und auch Membranlipide. Zudem produziert der Körper wieder mehr Kollagen, was der Haut ein jugendliches, straffes Aussehen verleiht. Damit sieht die Haut bis ins hohe Alter faltenfrei aus.

Was kann Sonnenlicht anrichten?

Übermäßige Sonnenexposition kann die Haut schädigen. Ein kurzes Sonnenbad hellt die Stimmung auf, fühlt ich gut an und hilft dem Körper Vitamin D zu produzieren. Doch zu viel Sonne führt zu Sonnenbrand und erhöht das Hautkrebsrisiko. Deswegen muss niemand komplett auf die Sonne verzichten. Doch die wohltuenden Sonnenstrahlen lassen sich mit einem guten Sonnenschutz viel besser genießen. Zu wirksamem Sonnenschutz gehören:

  1. Sonnenhut
  2. Sonnenbrille
  3. luftige Kleidung
  4. geeignet Sonnencreme.

Ein letzter Tipp: Hier kommt das beste Anti-Aging-Mittel

Der einfachste, vernünftigste und preisgünstigste Tipp ist viel Schlaf. Während der Mensch schläft, produziert der Körper Wachstumshormone. Diese verlangsamen auf ganz natürliche Weise die Hautalterung. Gesunder Schlaf lindert auch Stress, der heute als Auslöser für viele Erkrankungen gilt, wie Herz-Kreislaufprobleme bis hin zu Demenz. Stress wirkt wie ein Beschleuniger auf den Alterungsprozess, denn er forciert Entzündungsprozesse und verstärkt die Abnutzung der Körperzellen. Zudem kann zu wenig Schlaf zu Gewichtszunahme führen. Forscher empfehlen pro Nacht sieben Stunden als ideale Schlafdauer.

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