Beauty

Sonnencreme: Deshalb solltest du die Pflege das ganze Jahr über benutzen

Von Anna-Lisa am Dienstag, 10. April 2018 um 13:57 Uhr

Sonnenstrahlen sind Balsam für unsere Seele. Für unsere Haut dagegen leider eher weniger. Warum es so wichtig ist, das ganze Jahr über Sonnencreme zu benutzen, verraten wir euch hier.

Dass eine große Portion Vitamin D eine direkte Auswirkung auf unsere Laune hat, kann wohl kaum eine von uns abstreiten, oder? Besonders nach den trüben grauen Wintermonaten erwarten wir nichts sehnlicher, als unsere Nase gen Himmel zu strecken und die wundersame Wirkung, die auch die geringste Menge Sonnenstrahlen auf uns hat, abzufangen. Wir lieben die Sonne, keine Frage. ☀️ Mit unserer Haut sieht es da allerdings ganz anders aus. Die kann mit den schädlichen UV-Strahlen, die das Sonnenlicht mit sich bringt, nämlich nichts anfangen – im Gegenteil. UV-A Strahlen sind die größten Feinde unserer Haut, so kann man gut und gerne sagen. Darum ist es also wichtig, das ganze Jahr über Sonnenpflege zu benutzen.

Sonnenpflege: Anti-Aging aus der Tube

Die Sonne hat auch ihre Schattenseiten. Und zwar für unsere Haut. Da die Ozonschicht die im Sonnenlicht enthaltene UV-Strahlung nicht mehr herausfiltern kann, wirken UV-A und UV-B Strahlen bei Sonnenexposition direkt auf unsere Hautzellen ein – und schädigen sie. Es bilden sich freie Radikale, die unsere Haut schneller altern lassen. Es drohen Sonnenbrand und Falten – im schlimmsten Fall sogar Hautkrebs. Noch schlimmer daran ist allerdings, dass die Haut quasi wie ein Elefantenhirn arbeitet: Sie merkt sich jede einzelne Schädigung. Daher ist es besonders wichtig, die Haut immer vor der Sonne zu schützen. Und das nicht nur in den Sommermonaten. Denn UV-A und UV-B Strahlen dringen selbst durch eine geschlossene Wolkendecke!

Sonnenpflege auch im Herbst und Winter

Gerade in den nass-kalten Herbst- und Wintermonaten ist unsere Haut durch die Kälte besonders empfindlich und anfällig für schädliche Umwelteinflüsse und Sonnenstrahlen, die uns altern lassen. Daher sollten wir bei unserer täglichen Beauty Routine keinesfalls auf einen hohen Lichtschutzfaktor verzichten. Vor allem aber im Skiurlaub oder beim gemütlichen Schneespaziergang geht nichts ohne Sonnenschutz. Durch die Reflexion der UV-Strahlen im weißen Schnee sollten wir einen Lichtschutzfaktor von mindestens 30, am besten noch in Kombination mit einem Sunblocker, verwenden. Wer jetzt denkt: "Ich sitz' eh nur den ganzen Tag im Büro und brauche das nicht" – falsch gedacht! Auch durch die Fensterscheiben am Arbeitsplatz und im Auto bahnen sich die UV-Strahlen ihren Weg auf die Haut. Also keine Ausrede für uns, auch von Oktober bis März solltest du wenigstens eine Tagespflege mit LSF verwenden.

Sonnenpflege: Chemischer oder mineralischer LSF?

Die in Sonnencremes, -ölen oder -lotions eingebauten chemischen oder physikalischen Filter fangen Teile der UV-Strahlung ab. Die Eigenschutzzeit der Haut wird dadurch verlängert. Wir können mit Sonnencreme also länger in der Sonne bleiben, ohne einen Sonnenbrand zu riskieren. 

Chemische Filter in Sonnencremes

Die meisten Sonnencremes haben einen chemischen Lichtschutzfaktor. Dieser absorbiert energiereiche UV-Strahlen und wandelt sie in Wärme um, die dann über die Haut abgeleitet wird. Die Nachteile: Die Sonnenpflege mit chemischem Filter wirkt erst nach etwa 20-30 Minuten und Menschen mit empfindlicher Haut reagieren nicht selten mit Allergien. 

Physikalischer Filter

In Sonnencremes mit physikalischem Filter wirken mikroskopisch kleine Partikel (z. B. weißes Zinkoxid, Titandioxid). Diese streuen und reflektieren das Sonnenlicht. Sie dringen nicht in die Haut ein, sondern verbleiben auf der Oberfläche. Und hier ist der Nachteil zu finden: Sonnenpflege mit physikalischem Filter hinterlässt einen weißen Film auf der Haut – schön ist anders.

Welchen LSF brauche ich?

Welche Sonnenpflege die richtige für dich ist, ist natürlich absolut individuell und hängt davon ab, wie lang die Eigenschutzzeit deiner Haut ist. Von 5 bis 40 Minuten ist alles möglich. Verschiedene Hauttypen können ein Anhaltspunkt liefern, wie lange du dich ohne Schutz der Sonneneinstrahlung aussetzen kannst. Hast du eher helle Haut und helle Haare? Dann gehörst du zu Hauttyp 1 und solltest nicht länger als 5-10 Minuten ungeschützt in die Sonne. Der Lichtschutzfaktor verlängert die Eigenschutzzeit deiner Haut. Ein Beispiel: Hauttyp 1: ca. 10 Minuten x LSF 20 = 200 Minuten pro Tag. Im Herbst und Winter ist natürlich kein LSF 30 erforderlich. Hier reicht es, wenn du eine Creme mit LSF 15 benutzt. 

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