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Erwachsenen-Akne: Das sind die Ursachen und das kannst du dagegen tun

Von Inga am Dienstag, 7. August 2018 um 17:54 Uhr

Stress, Hormone, die falsche Ernährung oder Beauty-Routine – Gründe gibt es viele für Erwachsenen-Akne, von der selbst Promis wie Kendall Jenner und Justin Bieber nicht verschont bleiben. Was die Ursachen sind und wie du deine Haut wieder in den Griff bekommen kannst, erfährst du hier! 

Endlich haben wir die Teenager-Jahre und damit auch die unangenehme Zeit der unreinen Haut und Pickel hinter uns gelassen, da werden wir mit einem neuem Thema konfrontiert, das wir ehrlich gesagt so gar nicht auf dem Schirm hatten: Erwachsenen-Akne, von der leider mehr Frauen ab Mitte 20 betroffen sind, als man denken würde. Ursachen dafür gibt es viele, doch diese zu ergründen kann sich als ziemlich komplex herausstellen, da sie von Frau zu Frau unterschiedlich sind. Die falsche Pflege, unpassende Ernährung, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Darmprobleme, hormonelles Ungleichgewicht und Stress sind nur einige von vielen Faktoren. Wir erklären dir, woher diese Pickel kommen und was du dagegen tun kannst.

Wie beeinflussen hormonelle Schwankungen unsere Haut?

Ungleichgewicht im Hormonhaushalt sind einer der Hauptgründe für unreine Haut und Akne. Besonders Frauen, die lange Zeit die Anti-Baby-Pille genommen haben, dürften von davon betroffen sein – spätestens, wenn sie diese irgendwann absetzen. Aber auch chronischer Stress im Job, der zu einer vermehrten Ausschüttung männlicher Hormone führt, oder eine Schwangerschaft haben häufig hormonelle Schwankungen zur Folge. Unreine Haut entsteht oft durch einen erhöhten Testosteronspiegel, der eine übermäßige Produktion von Hautfett zur Folge hat. Dadurch verstopfen die Poren schneller, was wiederum die perfekte Grundlage für Bakterien bildet, die schließlich Entzündungen zur Folge haben. Ein solches Ungleichgewicht im Hormonhaushalt kommt häufig auch im Alter von 20 bis 40 vor

Welchen Einfluss hat die Ernährung auf das Hautbild?

Doch nicht nur hormonelle Veränderungen können der Auslöser für Akne im Erwachsenenalter sein, auch die Ernährung spielt eine wichtige Rolle. Deshalb wird dazu geraten, bei Lebensmitteln mit reichlich Zucker und Kohlenhydraten sowie gesättigten Fettsäuren, die einen hohen glykämischen Wert haben, maßvoll zu sein. Auch Milchprodukte stehen in der Diskussion, unreine Haut zu verstärken, da Proteine entzündungsfördernd wirken sollen, wohingegen pflanzliche Proteine (beispielsweise Sojamilch) kein Problem darstellen. 

Welche Rolle spielt der Faktor Stress?

Nicht umsonst heißt es, dass unsere Haut der Spiegel der Seele ist. Durch Stress werden verschiedene Hormone wie beispielsweise Adrenalin oder Cortisol im Körper ausgeschüttet. So können Stresshormone unter anderem zu einer Reduzierung der antimikrobiellen Stoffe führen, die sich in der Haut befinden, führen, wodurch sich Bakterien, die Entzündungen auf der Haut verursachen, stärker vermehren können. 

Warum zu viel Pflege der Haut schaden kann 

Viele Betroffene, die unter Akne leiden, fühlen sich unrein und versuchen durch übermäßige Pflege und Hautreinigung ihre Pickel in den Griff zu bekommen. Doch wer denkt, dass sich Spätakne mit häufiger Reinigung oder aggressiven Waschgels in den Griff bekommen lässt, der irrt. Im Gegenteil kann eine Überpflege der Haut die Talgproduktion und damit Pickel vermehren – gerade Produkte mit einem zu hohen Fett- oder Ölanteil neigen dazu, die Haut zu verstopfen. Die Pflegecreme sollte auf der einen Seite feuchtigkeitsspendend sein, auf der anderen Seite aber eine möglichst leichte Textur haben. 

Wie lässt sich Akne am besten behandeln?

Generell gilt bei Akne: auf gar keinen Fall selber ausdrücken! Dadurch können Bakterien in die Haut gelangen, welche die Pickel nur noch verschlimmern. Stattdessen sollten Akne-Betroffene einen Spezialisten bzw. einen Dermatologen aufsuchen, welcher den Schweregrad und die Hautbeschaffenheit analysieren kann. Im weiteren Verlauf kann der Hautarzt die passende individuelle Behandlung empfehlen – während in manchen Fällen antibakterielle Cremes ausreichen, welche die übermäßige Talgproduktion reduzieren, können in schwerwiegenderen Fällen sogar Antibiotika, Vitamin-A-Säure, Hormonpräparate oder Lichttherapien zum Einsatz kommen.

Das kannst du tun, um Spätakne zu reduzieren

1. Achte auf deine Ernährung

In Sachen Ernährung sollten Akne-Betroffene auf tierische Fette, industriell hergestellten Zucker sowie zuckerreiche Softdrinks verzichten. Stattdessen können viel Obst, Gemüse, Vollkornprodukte und Wasser sowie ungesüßte Tees dabei helfen, unreine Haut zu verbessern. 

2. Reinige deine Make-Up-Utensilien regelmäßig

Nicht nur dein Gesicht solltest du vor dem Auftragen von Make-Up und nach dem Abschminken gründlich eincremen, sondern auch deine Make-up-Utensilien wie Schwämme, Pinsel und Co. Hier lagern sich mit der Zeit Bakterien, die zu vermehrten Pickeln führen können. 

3. Wähle die richtigen Pflege- und Kosmetikprodukte

Bei der Verwendung von Kosmetika ist darauf zu achten, dass diese nicht-komedogen, also nicht-pickelverursachend sind. Dafür lohnt sich ein Blick auf die Inhaltsstoffe. So stehen neben künstlichen Inhaltsstoffen auch Substanzen wie Algen-Extrakt, Kakaobutter, Kokosfett oder Sojaöl im Verdacht, Akne zu fördern.

4. Versuche, Stress im Alltag zu reduzieren

Auch, wenn es einfacher klingt, als getan: Wichtig ist insbesondere das Stressmanagement. Stelle dir daher Fragen wie: Wie viel Zeit möchte ich in meinen Job investieren, wie wichtig ist mir meine Freizeit? Wie teile ich meine Zeit ein? Sollte ich häufiger Nein sagen? Muss ich immer perfekt sein und es allen Recht machen? 

5. Wenn nichts hilft: Ab zum Hautarzt!

Sollten all die oben genannten Punkte über einen längeren Zeitraum zu keiner Verbesserung führen, solltest du am besten einen Hautarzt aufsuchen. Ein Dermatologe kann eine Akne-Behandlung vornehmen bzw. mit Präparaten begleiten, die genau auf deine individuellen Bedürfnisse zugeschnitten ist. 

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