Beauty

Fettige Haare: Diese Produkte helfen wirklich

Von Ramona Richter am Freitag, 13. November 2020 um 16:45 Uhr

Es ist richtig nervig: Die Mähne ist gerade frisch gewaschen, doch schon nach ein paar Stunden sehen sie wieder strähnig aus. Das muss nicht sein! Wir verraten euch, was ihr bei fettigen Haaren außerdem beachten müsst.

Eine erhöhte Talgproduktion der Kopfhaut lässt unseren Ansatz schnell fettig aussehen. Zwar hält das natürliche Fett die Strähnen gesund, wirklich schön sieht es aber nicht aus. Es liegt allerdings nicht immer an den falschen Produkten, auch ungesundes Essen kann die Talgproduktion ankurbeln. Achtet daher auch stets auf eine ausgewogene Ernährung und schaltet bei Fast Food einen Gang runter, kämpft ihr mit einem besonders öligen Schopf. Aber natürlich könnt ihr auch bei der Haarpflege einiges falsch machen…

So wascht ihr eure fettigen Haare richtig 

Wenn ihr schnell einen fettigen Ansatz bekommt, dann solltet ihr bei der Haarwäsche ein paar Dinge beachten. Zum einen ist es nämlich entscheidend, welches Shampoo und welchen Conditioner ihr benutzt. Laut Ian Sallis, Gründer von Hairmedic, solltet ihr Produkte, auf denen Hinweise wie "trocken", "strapaziertes", "glättend" und "glänzend" steht, lieber meiden. Der Grund: "Der fettige Look werde dadurch nur noch mehr verstärkt", so Sallis in der britischen "Glamour". Der Hairstylist Jack Merrick Thirlway rät hingegen bei der Haarwäsche auf eine kleine Menge Shampoo zurückzugreifen. Schon die Größe eines 1 Euro Stücks sei völlig ausreichend. Je mehr Haarpflege ihr benutzt, desto schwerer wird eure Mähne. Außerdem solltet ihr beim Waschen das Wasser nicht zu heiß einstellen, denn sonst werden die natürliche Fette angegriffen.

Hier gibt es weitere Infos zum Thema "Haare":

Wie oft sollte man tatsächlich die Haare waschen?

Die einen machen es täglich, die anderen nur einmal die Woche… Aber wie oft sollen wir nun unsere Haare tatsächlich waschen? Laut des Dermatologen Kurt Stenn gibt es keine Antwort für die Allgemeinheit, wie häufig man seine Mähne shampoonieren sollte. Jeder habe schließlich eine andere Haarstruktur und braucht dementsprechend eine andere Pflege. Dennoch gibt es aber ein paar grobe Richtlinien, an die ihr euch halten könnt: Wenn ihr eher trockene Spitzen habt, braucht ihr nicht täglich zur Shampoo-Flasche greifen. Ein bis zwei Mal pro Woche sind ausreichend, sagt der Experte. Dasselbe gibt für eine Lockenpracht, da sich der Talg, der für einen fettigen Ansatz sorgt, sich langsamer in den Locken verteilt. Wenn ihr fettiges oder feines Haar habt, dann könnt ihr es häufiger waschen. Jeden zweit Tag würde in diesem Falle aber auch reichen. Falls ihr trotzdem nicht auf die tägliche Haarwäsche verzichten wollt, solltet ihr auf sogenannte Low Shampoos zurückgreifen, die eure Mähne sanft pflegt und frei von Sulfaten und Parabenen sind. Über Amazon könnt ihr euch bereits so ein Wundermittel von L'Oréal für ca. 14 Euro kaufen.

Diese Hausmittel helfen gegen fettiges Haar

Doch es muss nicht immer auf teure Produkte gesetzt werden, wenn ein fettiger Ansatz verbannt werden soll. Manchmal reicht es auch, wenn wir einen Blick in unsere Küchenschublade werfen und auf gute, alte Hausmittel setzen. Somit sparen wir nicht nur Geld, sondern wissen auch direkt, welche Ingrediens sich in unserem DIY-Beauty-Mittel vorkommen. Die besten Methoden verraten wir jetzt:

  • Mischt etwas Wasser mit Apfelessig und lasst diese Mixtur einige Minuten auf eurem Kopf einwirken. Der Essig hilft dabei, die den natürlichen pH-Wert der Kopfhaut wiederherzustellen, sodass eine Überproduktion von Talg reduziert wird. Nach der Anwendung sollte alles dann gründlich ausgewaschen werden. Tut ihr das regelmäßig (zwei bis drei Mal die Woche), könnt ihr euch auf 100 Prozent fettfreies Hair freuen! Apfelessig könnt ihr übrigens über Amazon für ca. 2 Euro kaufen.
  • Eine Haarspülung aus Kamille wäre ein weiteres Hausmittel gegen einen öligen Ansatz. Dafür müsst ihr einfach nur Kamillentee zubereiten (einen halben Liter Wasser und drei Teebeutel), diesen für einige Minuten ziehen lassen und etwas abkühlen lassen. Die Flüssigkeit könnt ihr dann nach der normalen Haarwäsche auf eure Kopfhaut und in die Längen auftragen, fünf Minuten einwirken lassen und danach wieder ausspülen. Das Kraut hat eine positive Wirkung auf die Talgproduktion und kann zudem auch Juckreiz mindern. Wer also auch mit Schuppen zu kämpfen hat, flitzt am besten direkt in die Küche, schnappt sich paar Beutel (von Büntig Tee über Amazon, ca. 2 Euro) und bereitet sich diese einfache Spülung zu.
  • Trockenshampoo selbst herstellen? Wenn ihr wirklich keine andere Möglichkeit habt und es sich um einen Notfall handelt, dann könnt ihr auch einfach zu Mehl greifen. Klingt zwar merkwürdig, doch diese Backzutat wirkt ähnlich wie das Spray, dass wir uns auf den Ansatz sprühen. Hier streut ihr einfach etwas Mehl auf die Kopfhaut, massiert es ein (sodass überschüssiger Talg absoribiert werden kann) und bürstet die weißen Reste gut aus. Aber aufgepasst: Das sollte nicht zur Angewohnheit werden!

Do's bei fettigen Haaren

  • Falls ihr bislang dachtet, dass die tägliche Haarwäsche die Talgproduktion begünstigt, dann habt ihr euch geirrt. Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall: Beim sanften Massieren der Kopfhaut werden die Talgdrüsen ein bisschen ausgeleert. Die Kopfhaut fettet dann nicht so schnell wieder nach.
  • Entscheidend ist allerdings, welches Shampoo ihr benutzt. Statt cremiger Haarwaschmittel werden Produkte mit klarer Konsistenz empfohlen. Perfekt sind Tiefenreinigungsshampoos, die alle Ablagerungen entfernen.
  • Zudem solltet ihr ab und zu die Kopfhaut mit einer Heilerdepackung waschen, um überschüssiges Fett zu entfernen. Rührt dafür einfach ein 1-2 Esslöffel Heilerde mit Wasser an, bis ein fester Brei entsteht. Die Masse anschließend ins feuchte Haar einmassieren und 2-4 Minuten einwirken lassen. Danach gründlich ausspülen und mit eurem Shampoo wie gewöhnt waschen.
  • Wascht eure Haare am Morgen. Über Nacht sind die Talgdrüsen nämlich besonders aktiv
  • Um nicht jeden Tag die Haare zu waschen, könnt ihr zwischendurch auch mal auf Trockenshampoo zurückgreifen. Die enthaltenden Puderpartikel saugen überschüssiges Haarfett auf. Ihr seid noch auf der Suche nach so einem Spray? Dann empfehlen wir euch einen absoluten Bestseller. Die Rede ist vom Dry Shampoo von Batiste, welches für alle Haartypen geeignet ist und über Amazon für ca. 3 Euro zu kaufen ist.

©iStock

Dont's bei fettigen Haaren

  • Wenn eure Haaren schnell fettig werden, solltet ihr beim Föhnen vorsichtig sein. Lasst sie lieber an der Luft trocknen. Falls ihr aber nicht ohne föhnen das Haus verlassen wollt, dann stellt das Gerät auf eine niedrige Stufe ein und föhnt die Kopfhaut nur ganz kurz an. Aber Achtung: Auch beim Lufttrocknen können so einige Fehler passieren. Welche genau, verraten wir hier.
  • Wascht eure Haare nicht mit heißem Wasser, denn das regt nur die Talgproduktion an. Verwendet lieber lauwarmes Nass.
  • Verzichtet auf eine Spülung! Habt ihr jedoch lange Haare, dann solltet ihr den Conditioner nur in die Längen einmassieren und die Kopfhaut aussparen.

In der Bildergalerie haben wir für euch die besten Produkte bei fettigem Haar zusammengefasst:

  1. Low Shampoo von L'Oréal Paris über Amazon, ca. 14 Euro
  2. Anti-Fett-Shampoo mit Zitronenmelisse von Logona über Amazon, ca. 8 Euro
  3. Teatree Special White Shampoo von Paul Mitchell über Amazon, ca. 21 Euro
  4. Mizellen Shampoo von Nivea über bei Amazon ca. 15 Euro
  5. Schauma "7 Kräuter"-Shampoo von Schwarzkopf, 2er-Pack bei Amazon ca. 2 Euro
  6. Heilerde 2 von Luvos im 2er-Pack über Amazon, ca.15 Euro
  7. Women's Clarifying Shampoo von Elasan über Amazon, ca. 6 Euro
  8. Elvital Tonerde Absolue Pflegeshampoo (300ml) von L'Oréal Paris, 3er-Pack bei Amazon ca. 23 Euro
  9. Tiefenreinigung Shampoo von Swiff O-Par überAmazon ca. 8 Euro 
  10. Trockenshampoo "Cherry" von Batiste über Amazon, ca. 3 Euro

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