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Haarpflege 2022: Spliss, Inhaltsstoffe und Co. – Expertin klärt auf

Haarpflege 2022: Spliss, Inhaltsstoffe und Co. – Expertin klärt auf

Kann man blondierte Haare mit Spliss retten? Silikone: ja oder nein? Helfen Hausmittel? Das sind nur einige Fragen rund um die Haarpflege, die uns eine Expertin beantwortet hat.  

Das Thema Haarpflege beschäftigt uns und stellt uns immer wieder vor Herausforderungen. Ob eine platte Mähne, Spliss oder die Frage, welche Inhaltsstoffe die richtigen für den einen Schopf sind – nicht selten sehen wir uns mit diesen haarigen Schwierigkeiten konfrontiert und sind ehrlich gesagt ratlos. Doch zum Glück gibt es Expert:innen, die sich aus wissenschaftlicher Sicht mit diesem Thema auseinandersetzen und für sämtliche Probleme eine Lösung haben. Eine von ihnen ist Dr. Elisabeth Poppe, Leiterin Forschung und Entwicklung Hair Care bei Henkel Beauty Care. Exklusiv für die GRAZIA hat sich die Expertin Zeit genommen, um einige Fragen rund um die richtige Haarpflege, Inhaltsstoffe und Mythen zu beantworten, die uns schon lange unter den Fingernägeln gebrannt haben.

1. Wie kann man blondierte Haare mit Spliss retten? Beziehungsweise gibt es überhaupt eine Rettung oder muss ein neuer Haarschnitt her?

Dr. Elisabeth Poppe: Es gibt eine Rettung: Gliss Kur Anti-Spliss Wunder! Für unsere Marke Gliss Kur haben wir eine Technologie entwickelt, die in der Lage ist, bereits gesplisste Haarspitzen wieder zu reparieren. Bei regelmäßiger Anwendung der Gliss Kur Anti-Spliss Wunder Linie kann Spliss selbst bei blondiertem Haar repariert werden.

2. Welche drei Inhaltsstoffe würden Sie für mehr Volumen empfehlen?

Dr. Elisabeth Poppe: Hier kommt es bei den klassischen Haarpflegeprodukten – Shampoo, Conditioner und Treatment – auf die Komposition bzw. Zusammenstellung der Pflegeroutine an, denn auch feines Haar benötigt eine besondere Pflege, um voluminös auszusehen. Unsere Volumen-Shampoos und -Conditioner sind daher speziell auf feine Haare abgestimmt und enthalten üblicherweise keine Öle.  

3. Immer häufiger werden Wirkstoffe aus der Hautpflege auch in Haarprodukten eingesetzt – beispielsweise Hyaluronsäure. Wie kommt es zu dieser Entwicklung?

Dr. Elisabeth Poppe: Wir haben festgestellt, dass bekannte Wirkstoffe aus der Hautpflege auch die Haarpflege optimieren können: z.B. kann Hyaluronsäure – die unter anderem als Formel mit Hyaluron-Komplex in unserer Gliss Kur Aqua Revive Linie enthalten ist – sowohl Feuchtigkeit in der Haut als auch im Haar speichern, wenn auch in geringerem Maße. Außerdem sind die Hautpflege-Wirkstoffe bei vielen Konsument:innen bereits bekannt und haben Wiedererkennungswert.

4. Können bestimmte Wirkstoffe wirklich das Haarwachstum anregen? Und wenn ja, welche sind das?

Dr. Elisabeth Poppe: Die Anregung des Haarwachtums ist grundsätzlich medizinischen Wirkstoffen vorbehalten.

5. Wenn es um Silikone in der Haarpflege geht, streiten sich die Geister ... Sind Sie für oder gegen Silikone und warum?

Dr. Elisabeth Poppe: Hier kommt es auf die Haarstruktur an: Silikone sind hochwirksame Substanzen, die insbesondere bei stärker geschädigtem und/oder dickem Haar eine intensive Pflege liefern. Auf der anderen Seite gibt es auch Haartypen wie z. B. feines Haar, die keine Silikone für die Haarpflege benötigen.

6. Die Hautpflege sollte man regelmäßig wechseln, damit sich kein Gewöhnungseffekt einstellt. Gilt eine solche Regel auf für die Wahl von Shampoo, Conditioner und Co.?

Dr. Elisabeth Poppe: Grundsätzlich gibt es keinen "Gewöhnungseffekt" bei der Haarpflege. Es kann aber sein, das feinere, weniger geschädigte Haare nach mehrfacher Anwendung von stark pflegenden Produkten schwerer werden und an Volumen verlieren. Hier rate ich zur Verwendung eines Shampoos für normales Haar wie z.B. Schauma 7 Kräuter Frische-Shampoo. Damit wir die Haaroberfläche wieder geklärt und das Haar gewinnt sein Volumen zurück.

7. Es gibt für viele Haarprobleme (z. B. Färbeunfälle oder trockene Spitzen) bestimmte Hausmittel wie Zitronensaft, Honig oder Apfelessig – bringen diese wirklich etwas?

Dr. Elisabeth Poppe: Grundsätzlich können Hausmittel wie Zitronensaft und Essigsäuren einen gewissen Pflegeeffekt auf der Haaroberfläche liefern, indem sie die Schuppenschicht zusammenziehen (anlegen). Dadurch wird das Haar leichter kämmbar. Der Effekt ist aber auf keinen Fall mit dem einer Spülung zu vergleichen.

8. Was würden Sie bei strapazierten Haaren empfehlen: Professionelle Treatments oder Produkte aus der Drogerie?

Dr. Elisabeth Poppe: Markenprodukte aus der Drogerie funktionieren für viele Haartypen und Schädigungsgrade sehr gut! Bei Haaren, die z. B. durch mehrere Einflüsse geschädigt sind und bei denen die Zuordnung zu einem Haartyp oder Schädigungsgrad schwerfällt, empfehle ich, einen Salon aufzusuchen. Dort kann dann eine professionelle Haaranalyse durchgeführt und ein maßgeschneidertes und individuelles Pflege-Regime zusammenstellt werden.

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