Beauty

Kriegt Ihr Haar genug Bewegung?

Von GRAZIA am Sonntag, 3. August 2014 um 11:00 Uhr

Forscher haben entdeckt, dass auch Haare Bewegung brauchen. Und zwar eine ganz spezielle: eine s-förmige! Die Mähne wirkt dann besonders kräftig und schön.

Ein Labor in Paris. Zwei Wissenschaftler in weißen Kitteln unterhalten sich angeregt über eine spezielle S-Form. Die neue S-Klasse? Nein, das hier ist nicht Mercedes-Benz, sondern L’Oréal – und es geht um Haare.

Plötzlich saust eine blonde Haarsträhne, gerade mal drei Gramm schwer und naturblond, an einer Schiene aufgehängt durch den Raum. Kameras verfolgen ihre Bewegungen bis ins allerkleinste Detail. Zack, schon ist die Show vorbei. „Unsere Move-Hair-Maschine“, erklärt Forscher Guillaume stolz. Seit sieben Jahren tüftelt er hier, um herauszufinden, wie sich Haare eigentlich bewegen. Wenn man läuft, springt oder sich dreht. Denn das ist bislang noch wenig erforscht.

„Wie man Haarbruch eindämmt, Farbe konserviert oder Glanz verstärkt, wussten wir. Aber die Haarfasern dazu zu bringen, wieder so zu fallen wie im kerngesunden Urzustand, war eine echte Herausforderung“, sagt Guillaume. Genau das soll eine neue Kérastase-Linie können, die hier im Labor entwickelt wurde. Wie? „Wir haben herausgefunden, dass sich unsere Haare von Natur aus eher s-förmig bewegen, sie schlängeln sich. Und das nehmen wir auch als besonders schön wahr.“ Kaputtes Haar dagegen pendle nur lustlos von einer Seite zur anderen. „Wie eine Gardine.“

Das S.(O.S.)-Programm bei Kérastase: ein Wirkstoffkomplex mit Keratin, der nicht glättet, sondern eher für einen kontrollierten, frizzfreien Fall sorgt. Auch gut: eine nicht chemische Keratinbehandlung beim Friseur, die das Haar umhüllt (ohne es zu beschweren) und dann etwa zehn Haarwäschen hält. Wieder surrt eine Strähne durch den Raum, diesmal eine etwas kringelige. Guillaume erzählt noch, dass all die technischen Geräte, die er und seine Kollegen benutzen, aus der Trickfilmindustrie stammen. Dort stand man nämlich einst auch vor dem Problem, wie man Haare (re-)animiert. „Früher hatten Cartoonfiguren starre Helmhaare. Deswegen bekamen sie so oft Mützen auf.“

Auf die können wir mit unserem bewegten Haar ab sofort verzichten!

Text: Annika Thomé

Themen
S Form,
labor,