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Menstruationstassen – löst der umweltfreundliche Trend die Tampons ab?

Von kyra am Montag, 19. März 2018 um 16:31 Uhr

Einige Frauen haben die Menstruationstasse als umweltfreundliche und günstigere Alternative zu Binden und Tampons für sich entdeckt. Wir verraten euch wie sie funktioniert!

Schon eine ganze Weile geistern Stories von der Menstruationstasse – auch Menscup genannt – durch die Damenwelt. Immer mehr Frauen steigen von Tampons und Binden auf Menstassen um. Richtig, in der Gesellschaft angekommen ist sie trotzdem noch nicht. Der Grund dafür? Sie klingen gewöhnungsbedürftig und sind sie wirklich so hygienisch wie behauptet?! Die glockenförmigen Tassen – meist aus weichem medizinischem Silikon gefertigt – sind, ähnlich wie Tampons, in verschiedenen Größen erhältlich. Je nach Modell fassen die Cups 15 bis 40 Milliliter Blut, also etwa das Doppelte von einem normalgroßen Tampon. Genau genommen unterscheiden sich Menstruationstassen auch gar nicht so sehr davon, schließlich werden sie ebenfalls in die Vagina eingeführt und nach einer gewissen Zeit wieder entfernt. Die größte Herausforderung? Die Tasse konfrontiert einen mit dem eigenen Menstruationsblut.

Das Einsetzen der Menstruationstasse

Vor der ersten Anwendung muss die Tasse zur Sterilisation mit heißem Wasser abgekocht werden, das wiederholt man nach jeder Periode. Wichtig(!): Man sollte sich vor der Benutzung unbedingt die Hände waschen! Das weiche Material ist sehr flexibel und lässt sich leicht mit den Fingern zusammendrücken und wie ein Tampon läng einführen. Innen entfalten sie sich dann von allein und die Muskeln in der Vagina umschließen die Kappe rundherum. Besonders gut: Die Menstruationstasse ist hypoallergen und lässt Bakterien und somit Infektionen keine Chance!😏

Ganz großes Plus für die Tasse: Nirgendwo ist ein blaues Bändchen zu sehen! Und das Problem, wenn das Band in einem recht ungünstigen Moment aus dem (Bikini-)Höschen guckt, kennt doch sicher die eine oder andere unter uns.

Das Entfernen der Menstruationstasse

Die Kappe kann bis zu acht Stunden im Körper bleiben, also wesentlich länger als ein Tampon. Wenn man die Menstruationstasse dann entleeren möchte, zieht man sie an der Verlängerung heraus. Achtung(!): Hier besteht die Gefahr, dass etwas Blut daneben geht. Deshalb muss man an diesem Punkt besonders aufpassen. Anschließend kann der Inhalt einfach in die Toilette gekippt und der Cup unter warmem Wasser mit etwas Seife gereinigt werden.

 

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Große Vorteile: Geld sparen und die Umwelt schonen

Klar bereiten die Tassen dem monatlichen Müllberg aus Tampons und Binden ein Ende, dennoch gibt es so gesehen auch andere Alternativen, wie wiederverwendbare Naturschwämme und waschbare Einlagen – ob die aber für das eigene Wohlbefinden so viel angenehmer sind bleibt fraglich. Im Vergleich zu einer Packung Tampons oder Binden ist eine Menstruationstasse recht teuer: Die günstigsten Varianten sind für knapp 16 Euro zu haben. Spezielle Sets mancher Hersteller können bis zu 50 Euro kosten. Trotzdem ist für viele Nutzerinnen der Preis ein Argument für die Becher. Pro Monatsblutung investiert eine Frau etwa drei Euro für Tampons oder Binden, aufs Jahr gerechnet ließe sich mit der Summe sogar zwei Kappen kaufen. Und laut Herstellerangaben sollen sie bei richtiger Pflege bis zu zehn Jahre wiederverwendet werden können. Dennoch ist es zu bezweifeln, ob Frauen es mit ihrem persönlichen Hygienebefinden vereinbaren können, jahrelang denselben Becher zu nutzen. Ihre lange Anwendungsdauer machen die Silikonbehälter auch für den Einsatz in Entwicklungsländern attraktiv, in denen Frauen oft keinen Zugang zu Hygieneartikeln haben. 

Weitere Vorteile sind auch, dass die Tassen die Flüssigkeit sammeln, anstatt sie aufzusaugen. Dies ist besser für eine gesunde Scheidenflora, besonders wenn Frauen zu trocknen Scheiden neigen. 

Wir sagen: Probiert es einfach aus und schaut selbst, ob die Menstruationstasse für euch der neue Tampon ist!

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