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Sonnencreme: Welche ist die beste für deinen Hauttyp?

Von GRAZIA am Dienstag, 30. Juni 2020 um 11:03 Uhr

Lange Nachmittage am Strand, auf der Liege im Garten oder auch Sport unter freiem Himmel: Der Sommer bietet praktisch unendlich viele Möglichkeiten, das Wetter zu genießen. Vorsicht ist jedoch geboten, wenn es um die Haut geht. Zu viel UV-Strahlung nämlich kann nicht nur Sonnenbrand verursachen, sondern auch langfristige Konsequenzen nach sich ziehen. Welche Sonnencreme die richtige für dich ist, findest du anhand deines Hauttyps heraus.

Hauttyp 1: Besonders hohes Schutzbedürfnis

Bei Hauttyp 1 handelt es sich um die wohl hellste Abstufung innerhalb der offiziellen Skala. Zu den typischen Merkmalen gehört jedoch nicht nur der helle Hautton. Auch weitere Details wie zahlreiche Sommersprossen, rotblonde Haare und eine helle Augenfarbe sprechen dafür, dass die Haut besonderen Schutz vor Sonne braucht.

So beläuft sich die Eigenschutzzeit bei Hauttyp 1 nur auf bis zu zehn Minuten. Das bedeutet, die Haut bekommt sehr schnell einen Sonnenbrand und muss daher mit einer Sonnencreme geschützt werden, die über einen hohen Lichtschutzfaktor verfügt. Empfehlenswert für Hauttyp 1 ist ein Lichtschutzfaktor von 50 oder auch 50+.

Hauttyp 2: Noch immer eine kurze Eigenschutzzeit

Hauttyp 2 ist schon nicht mehr ganz so hell wie Hauttyp 1, verfügt aber dennoch über eine recht kurze Zeitspanne, die ohne Schutz in der Sonne verbracht werden kann. Die Eigenschutzzeit beträgt zwischen zehn und zwanzig Minuten.

Erkennungszeichen für Hauttyp 2 sind:

  • helle Haut,
  • Haare in Blond oder Hellbraun
  • oftmals Sommersprossen
  • und Augen in Grün, Grau, Blau oder Hellbraun

Auch fällt es Menschen mit diesem Hauttyp eher schwer, eine sommerliche Bräune aufzubauen.

Aufgrund der recht geringen Eigenschutzzeit empfiehlt sich eine Sonnencreme mit mindestens LSF 30, wobei gerade empfindlichere Partien wie Gesicht und Dekolleté mit einem höheren Lichtschutzfaktor von 50 oder 50+ geschützt werden sollten. Ist deine aktuell verwendete Sonnencreme zu schwach, solltest du folglich zügig Abhilfe schaffen, um Hautschäden vorzubeugen. Sieh dich dazu am besten etwas genauer um, denn das Angebot an Sonnencremes ist sogar im Netz groß.

Zu Beginn des Sommers, wenn deine Haut noch nicht an die Sonne gewöhnt ist, wähle am besten für den gesamten Körper einen stärkeren Sonnenschutz. Gleiches gilt auch für Reisen in Gefilde mit starker Sonneneinstrahlung, denn niemand möchte seinen Urlaub mit einem schmerzhaften Sonnenbrand beginnen.


©iStock

Hauttyp 3: Dreißig Minuten ohne Sonnenbrand

Hauttyp 3 verfügt weiterhin über eine helle bis leicht bräunliche Haut, die Schutz vor UV-Strahlung sehr gut gebrauchen kann. Höchstens dreißig Minuten kannst du mit diesem Hauttyp schutzlos in der Sonne verbringen, bevor du einen Sonnenbrand bekommst. Abgesehen vom Teint sprechen

  • Augen in Grau oder Braun,
  • dunkelblondes oder braunes Haar
  • und kaum Sommersprossen

für Hauttyp 3. Wer hierzu gehört, wird im Sommer recht zügig, jedoch nicht rasend schnell braun. Ein Lichtschutzfaktor von mindestens 30 ist in jedem Fall empfehlenswert. Je nach Stärke der Sonneneinstrahlung kann es jedoch auch sinnvoll sein, den Schutz zu erhöhen.

Hauttyp 4: Längerer Eigenschutz, aber keine Entwarnung

Hast du Hauttyp 4, wirkt deine Haut auch im Winter immer sommerlich gebräunt. Den Teint beschreiben Experten als hellbraun bis olivfarben. Üblicherweise haben Frauen und Männer mit diesem Hauttyp:

Die Eigenschutzzeit beträgt bei Hauttyp 4 zwischen einer halben Stunde und vierzig Minuten. Lichtschutzfaktor 20 reicht in den meisten Fällen aus, um sich gut vor Sonnenbrand zu schützen. Bedenke aber stets, dass individuelle Faktoren einen höheren Lichtschutzfaktor sinnvoll machen können.

Hauttyp 5: Sonnencreme trotz dunkler Haut

Mit Haaren, Haut und Augen in der Farbe Dunkelbraun gehörst du vermutlich zu Menschen mit Hauttyp 5. Hier kann die Haut bereits eine ganze Stunde ohne Sonnenschutz aushalten, bevor sich ein Sonnenbrand bildet. Gerade längeres Sonnenbaden und höhere UV-Belastung können auch dunklere Haut schneller schädigen und somit eine stärkere Sonnencreme erforderlich machen.

Prinzipiell solltest du mit Hauttyp 5 einen Lichtschutzfaktor von mindestens 20 nutzen. Experten raten dazu, lieber auf Lichtschutzfaktor 30 zu setzen, um auch der Bildung von Hautveränderungen vorzubeugen.

Hauttyp 6: Einzelne Bereiche brauchen mehr Schutz

Hauttyp 6 ist der dunkelste in der Skala. Deine Haut ist in diesem Fall dunkelbraun bis schwarz gefärbt, dein Haar schwarz. Hier kommt es darauf an, wie dunkel deine Haut tatsächlich erscheint, denn dies beeinflusst den Eigenschutz. Etwa eineinhalb Stunden ohne Schutz vor UV-Strahlung hält Haut dieses Typs ohne Sonnenbrand üblicherweise aus.

Aber Vorsicht! Bei Menschen mit dunklerer Haut können empfindlichere und weniger stark pigmentierte Stellen wie Fußsohlen, Lippen und Handflächen leichter einen Sonnenbrand bekommen. Wähle daher am besten einen Lichtschutzfaktor von 20, denn dies beugt nicht nur Verbrennungen, sondern auch Erkrankungen der Haut vor.

©iStock

Wie funktioniert das mit dem Lichtschutzfaktor?

Wie gut eine Sonnencreme schützt, ist abhängig von ihrem Lichtschutzfaktor. Dieser wird mit der Buchstabenkombination LSF abgekürzt und in vier Kategorien von "low protection" bis "very high protenction" unterteilt. Die geringste Stufe liegt bei LSF 6 bis 10, mittlerer Schutz bei LSF 15 bis 25, hoher Schutz bei LSF 30 bis 50 und die höchste Kategorie letztlich bei einem LSF von über 50.

Um herauszufinden, wie lange du mit einer Sonnencreme in der Sonne aufhalten kannst, multiplizierst du den LSF mit deiner etwaigen Eigenschutzzeit. Diese ist abhängig von deinem Hauttyp. So kannst du mit einer Eigenschutzzeit von dreißig Minuten und LSF 30 schon 900 Minuten in der Sonne bleiben.

Verlasse dich jedoch nicht zu sehr darauf, creme regelmäßig nach und verwende eine ausreichende Menge Sonnencreme. Empfohlen werden etwa drei bis vier Esslöffel Creme für den ganzen Körper. Wenn du nachcremst, verlängert dies nicht die gesamte Schutzzeit, sondern hält die Barriere lediglich aufrecht. Fühlt sich deine Haut gestresst oder schmerzhaft an, solltest du das Sonnenbad lieber beenden und dich im Schatten aufhalten.

Achtung UV-Index! Darauf solltest du achten

Der UV-Index beschreibt, wie stark der Einfluss von UV-Strahlen auf deinen Körper und deine Haut ist. Das Bundesamt für Strahlenschutz erklärt dies auf seiner Website sehr anschaulich. Hier erkennst du auch, dass an manchen Tagen ein höherer Lichtschutzfaktor sehr sinnvoll sein kann und dass du bei hohem UV-Index sogar besondere Vorsichtsmaßnahmen ergreifen solltest.

Möchtest du herausfinden, welcher UV-Index an einem bestimmten Tag für deine Region gilt, hilft dir die Übersicht des Deutschen Wetterdienstes weiter. So kannst du individuell bestimmen, welche Sonnencreme du verwendest und ob du dein Sonnenbad nicht besser auf einen anderen Tag verschiebst.

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