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Wir klären auf: 5 Hygiene-Mythen

Von Claudia am Dienstag, 5. Mai 2015 um 15:11 Uhr
Heute ist der internationale Tag der Hand-Hygiene und das ist in jedem Fall nicht nur ein guter Grund, um uns mal wieder daran zu erinnern, wie wichtig es ist, sich auch zwischendurch die Hände zu waschen (Bakterien und andere Krankheitserreger haben so keine Chance) – sondern auch, um mit allgemeinen Mythen rund um das Thema Hygiene aufzuräumen.

Wie oft tauschen Sie eigentlich ihren schimmeligen Duschvorhang aus? Und wie sieht es mit ihrem Schneidebrett aus? Alles Bakterienfänger – oder? Zum heutigen internationalen Tag der Hand-Hygiene (5. Mai) möchten wir Sie nicht nur daran erinnern, sich am besten direkt einmal die Hände zu waschen, sondern möchten auch, mit den 5 größten Hygiene-Mythen, zusammengestellt von Ninette Herberger (Reinigungsexpertin bei Helpling), aufräumen. 

1. Zum Putzen sollte man immer heißes Wasser verwenden: falsch

Viele Menschen denken: Je heißer, desto besser, denn nur so können Bakterien und Keime vernichtet werden. Allerdings sind die meisten Reinigungsmittel tatsächlich Kaltwasserreiniger. Den Boden und auch Fenster sollte man also mit kaltem Wasser putzen. Beim Abspülen kann man sich allerdings gern auf warmes Wasser verlassen (löscht Fett schneller). 

2. Die Toilette ist der schmutzigste Ort im Haus: falsch

Waren Sie auch schon mal in fremden Wohnungen, in denen Sie sich nicht getraut haben, sich auf die Toilette zu setzen? Wir verraten Ihnen jetzt mal etwas: Sie sollten lieber Angst davor haben, sich etwas aus einem Kühlschrank zu holen. Denn hier lauern tatsächlich die meisten Bakterien (das gilt übrigens auch für den Spüllappen)... Iuh.

3. Den Duschvorhang muss man bei Schimmel wegschmeißen: falsch

Wer kennt das nicht: Nach dem Duschen klebt der Duschvorhang immer wieder am Badewannenrand, außerdem fehlt die Zeit, um richtig zu lüften. Die Konsequenz: Schimmel (och nööö!). Doch kein Problem. Einfach Vorhang regelmäßig bei 30° im Feinwaschgang und ohne weitere Kleidungsstücke in der Waschmaschine waschen. Noch ein Tipp: Manche Duschvorhänge müssen danach bei niedrigster Stufe gebügelt werden, um die wasserabweisende Wirkung zu behalten.  

 

4. Schneidebretter sind Bakterienschleudern: falsch

Ein Schneidebrett muss ganz schön viel mitmachen. Fleisch, Fisch, Obst, Gemüse – alles bereiten wir darauf zu. Doch Holz- und auch Plastikbretter kann man bedenkenlos über längere Zeit nutzen. Voraussetzung: Man muss sie richtig reinigen. Holz enthält Harze und ätherische Öle, die eine keimtötende Wirkung haben. Bestimmte Holzarten enthalten außerdem die desinfizierende Gerbsäure. Holz trocknet außerdem schnell, weshalb Bakterien keine guten Überlebenschancen haben. Es ist also nicht nötig, Holzbretter in die Spülmaschine zu geben. Dies könnte ihnen sogar schaden. Plastikbretter hingegen kann und sollte man in die Spülmaschine geben. 

 

5. Schmutz entsteht aus dem Nichts: falsch

Kennen Sie das auch? Auf dem Schrank im Wohnzimmer ist schon wieder so viel Staub und dabei waren Sie gefühlt nicht einmal richtig zu Haus? Es muss von der Decke stauben, oder? Nein, tatsächlich verursachen wir Menschen den meisten Dreck selbst. Nimmt man Staubsaugerbeutel genaustens unter die Lupe, so sind ein Großteil des Inhalts Hautschuppen und Haare. Weitere Bestandteile, die häufig gefunden werden: Textilfasern und Erdkrümel. Das erklärt auch, warum sich nach viel Besuch am Wochenende besonders schnell die Staubmäuse in den Ecken wiederfinden: Viele Menschen machen eben besonders viel Dreck...