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Cara Delevingne: „Ich war suizidgefährdet und verlor in der Zeit meine Unschuld“

Von Christina am Freitag, 5. August 2016 um 10:54 Uhr

Manchmal wirkt Cara Delevingne (23) überdreht, mal etwas genervt. Das Model hat viele Gesichter und vor allem eins zeichnet Cara aus: Ihre Authentizität, denn auch die Schauspielerin kennt die Schattenseiten des Lebens und berichtet jetzt erstmals ganz ehrlich über eine dunkle Zeit in ihrem Leben. Depressionen, Selbstmordgedanken und der Verlust der Jungfräulichkeit, prägten ihre Vergangenheit...

Eigentlich möchte man meinen, dass Cara ein easy Leben hat.

Aufgewachsen in gut situierten Verhältnissen in London Mayfair, einen Hollywood-Star wie Joan Collins als Patentante und mit zwei Geschwistern groß geworden.

Doch der Schein trügt. Cara Delevingne, die gerade mal 23 Jahre alt ist, kennt die schlimmsten psychischen und seelischen Zustände, die man als Mensch erleiden kann.

Als sie 16 Jahre alt war, wurden bei dem Model Depressionen diagnostiziert. Auslöser sollen familiäre Umstände gewesen sein. So war ihre Mutter Pandora, ein ehemaliges It-Girl, lange heroinabhängig, litt selbst unter Depressionen und konnte sich nicht angemessen um ihre Kinder kümmern. Oft war die Mutter außer Haus, meist in Krankenhäusern, so dass es Cara schon früh an Halt mangelte und das kleine Mädchen in viel zu jungen Jahren mit zu großen Problemen konfrontiert wurde.

Im Interview mit dem „Esquire Magazin“ gestand Cara Delevingne nun:

Ich habe schon als Kind immer versucht meine Mutter aufzufangen und für sie stark zu sein, mit der Pubertät fiel dieses Gerüst aus Mauern einfach über mir zusammen und ich bekam selbst starke Depressionen. Ich erlitt einen Nervenzusammenbruch und es ging sogar so weit, dass ich ein halbes Jahr aus der Schule raus musste und starke Medikamente nehmen musste.

 

Diese Phase hielt von ihrem 16. bis 18. Lebensjahr an und die Depressionen wurden sogar so schlimm, dass Cara sich umbringen wollte: „Ich wollte nichts mehr als sterben, ich konnte die schönen Momente im Leben nicht mal mehr wahrnehmen. Ich hasste mich selbst, fühlte mich schuldig so zu denken, weil man es echt noch schlechter im Leben treffen konnte als ich und hasste mich für diese Gedanken noch mehr. Ich wollte einfach aufhören zu existieren. In diesen zwei Jahren fühlte ich nichts mehr, die Antidepressiva unterbunden nicht nur meine Selbstmordgedanken, sondern auch jedes freudige Gefühl in mir. Ich hatte kein Interesse am Leben und habe in der Zeit viel verpasst, trotzdem haben mir die Medikamente mein Leben gerettet.

Als Cara Delevingne 18 Jahre alt war und bereits im Model-Business Fuß gefasst hatte, setzte sie die Medikamente ab:

Auf einmal war ich wieder zu Emotionen fähig! Ich weinte und lachte im Wechsel und verlor meine Unschuld, denn davor hatte ich nicht mal einen Sexualtrieb.

 

St.Vincent ist Caras große Liebe

Bis heute, fünf Jahre später, kämpft Cara mit depressiven Phasen, doch sie hat gelernt, auch ohne Medikamente damit umzugehen.

Ihr Job gab ihr Halt und als sie merkte, dass das Modeln ihr immer mehr an die psychische Substanz ging, schaltete sie einen Gang runter und schaffte es, sich als Schauspielerin zu etablieren. Das beweist sie auch in ihrem aktuellen Film „Suicide Squad“. Eine weitere große Säule in Cara Delevingnes Leben ist ihre Freundin „St.Vincent“ alias Annie Clark, die die Britin als ihre große Liebe bezeichnet.

Für Annie ließ sich Cara auch den Schriftzug „Don't worry, be happy“ unter die Brust tätowieren – ein Lebensmotto, an dass sich das Model, nach den schwarzen Jahren in ihrem Leben, immer versuchen wird zu halten.

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