Beauty

Cellulite? Zwingen Wir jetzt in die Knie!

Von GRAZIA am Sonntag, 29. Juni 2014 um 15:00 Uhr
Sie machen Sport, viel Sport. Reiben und bürsten den Körper ab. Trinken literweise Wasser und verzichten sogar auf Kaffee – also warum in aller Welt sind da immer noch diese unschönen Dellen? Weil die vielleicht ganz andere Auslöser haben, als wir immer dachten …

Da denkt man, man macht alles richtig, strampelt sich regelmäßig im Gym ab, pusht sich bis an die Grenzen, sagt eisern „Nein danke“ zu Schokolade – und dann, tja, sind da trotzdem diese fiesen Fettdellen an Beinen und Po. Frustrierend. 90 Prozent aller Frauen haben Cellulite. Und 100 Prozent von ihnen hätten sie natürlich lieber nicht. Also verfolgen wir hartnäckig die jahrzehntealten Expertentipps für glatte Haut: Wasser trinken, Kaffee meiden, den Körper striegeln und zum Sport gehen. Alles mit, sagen wir, sehr mäßigem Erfolg. Aber jetzt wird alles anders! Forscher haben entdeckt, dass Orangenhaut ganz andere Ursachen hat als bisher angenommen. Und die verraten wir hier …

1. Schmerzmittel sind dellen-Pusher

Einige von uns schlucken sie wie Smarties, aber Paracetamol und Ibuprofen sind für die Leber schwer zu verarbeiten. „Wenn die Leber versucht, Schmerzmittel aufzuspalten, kann sie nicht an den Fettzellen arbeiten“, warnt Dr. Michael Prager aus London. „Und auch das Lymphsystem kann Gifte dann nicht mehr so gut abtransportieren.“ Also: Bei den nächsten Kopfschmerzen lieber mal zu einem entspannenden Roll-on greifen - wie z.B. „Stress-Fix Concentrate“-Roller von Aveda, 7 ml ca. 25 Euro

2. Cellulite and the City

Pariserinnen haben mehr Cellulite als die Ladys vom Lande in Bordeaux, wie eine Untersuchung der Firma LipoSmooth ergab. Warum? Eine Studie, die im renommierten „Journal of the European Academy of Dermatology And Venereology“ erschienen ist, könnte die Antwort liefern. Sie belegt, dass ein stressiger Lebensstil den Adrenalinspiegel erhöhen kann. Dieses Hormon steht in direkter Verbindung mit Cellulite. Wie? Stress schränkt die Zirkulation im Körper ein, die Dellen nehmen zu. Die Lösung: „Meditation ist ein toller Stresskiller“, sagt Dr. Prager. Unbedingt ausprobieren: Headspace, die Lieblings-App der Stars.

3. Nicht den falschen Salat futtern!

Wenn Ihr Salat aus einer Plastikbox kommt, werden die gesunden Benefits minimiert. „Plastik enthält oft Xenoestrogene. Und wenn diese Chemikalien durch die Verpackung in die Nahrung gelangen, können sie unseren Hormonhaushalt durcheinanderbringen“, warnt Margo Marrone, Homöopathin und Gründerin der Marke The Organic Pharmacy. „Sie wirken im Körper wie künstliches Östrogen und lassen Fettzellen anschwellen.“ Besser Salat selbst anmachen und in einer Lunchbox aus Edelstahl verpacken. Echte Cellulite-Killer: Brokkoli und Kohl! Das Gemüse senkt nachweislich den Östrogenspiegel.  

4. Wasser trinken, aber richtig

Dieselbe Anti-Plastik-Regel gilt auch für Wasser. Immer aus dem Glas trinken oder gleich Glasflaschen kaufen. Gerade Wasser ist ein wichtiger Verbündeter im Kampf gegen Cellulite, also nutzen Sie es richtig: Trinken Sie es nicht kalt, denn kalte Getränke erhärten Fett von gerade gegessenen Nahrungsmitteln und machen sie so schwer verdaulich. Pimpen Sie Ihr Wasser mit Zitrone! Die Zitrusfrucht wird im Magen basisch, und das gibt den säurebildenden Stoffen, die zu Cellulite führen, nun ja, Saures.

5. Kein billiges Fleisch essen

Zwar kostet Biofleisch oft mehr als das Doppelte, aber es ist eine Investition in Ihren Körper. „Bei einer nicht-biologischen Haltung werden die Tiere vollgepumpt mit Hormonen, Antibiotika und wachstumsfördernden Mitteln – Giftstoffe, die dem Körper mehr oder weniger fremd sind und von denen er nicht weiß, wie er sie loswerden soll“, erklärt Promi-Trainer Dalton Wong, der sich um die Bodys von Amanda Seyfried und Jennifer Lawrence kümmert. Volle Punktzahl für alle, die sich denken können, was das mit dem Hautbild macht.

6. Zwei Käffchen, mehr nicht

Zu viel Koffein – mehr als zwei Tassen Tee oder Kaffee am Tag – stimuliert das Nervensystem übermäßig. Das setzt die Produktion von Cortisol in Gang, einem fettspeichernden Hormon (oh, nein!). Wird Koffein aber nicht als Latte getrunken, sondern in Form von Pflegeprodukten direkt auf die Haut aufgetragen, beschleunigt es den Fettabbau und lässt Wassereinlagerungen zwischen den Fettzellen viel besser abfließen. „Cremes mit Koffein verbessern die Mikrozirkulation und lassen die Haut so praller wirken“, erklärt der Apotheker Shabir Daya. Enthält hochkonzentriertes Kof-
fein: das „Body Sculpter“-Gel von Biotherm.

7. Na los, Aufstehen!

Langes Sitzen ist der BFF von Orangenhaut. Eine aktuelle Studie der Tel Aviv University zeigt, dass der Druck auf dem Po vom langen Sitzen ihn anfälliger für Dellen macht – und zwar egal, wie viel Sie wiegen. „Die Fetteinlagerungen in den Zellen dehnen sich durch den anhaltenden Druck um etwa 50 Prozent aus“, so Prof. Amit Gefen. Weitere Don’ts neben zu langem Sitzen: die Beine kreuzen und auf der Stuhlkante sitzen. Beides hemmt den Lymphfluss, der für den Abbau von Cellulite superwichtig ist.

 

Text: Sylvia Karabiner

Themen
Auslöser,
Dellen,
weg,
vorbeugen,