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Das große TV-Duell zwischen Hillary Clinton und Donald Trump

Von Laura V. am Dienstag, 27. September 2016 um 14:26 Uhr

Es gibt kaum ein anderes Thema, das heute so stark polarisiert wie das erste TV-Duell von den US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump und Hillary Clinton. Es war sogar das meistgesehene TV-Duell aller Zeiten! Eineinhalb Stunden diskutierten sich die zwei Amerikaner hitzköpfig um Kopf und Kragen. Eine ganz schön komplizierte Geschichte, aber keine Panik – bei uns braucht ihr kein Politik-Experte sein, um durch dieses Gewusel aus zahllosen Ungenauigkeiten und direkten Verdrehungen von Tatsachen noch durchzusteigen.

Populistische Äußerungen statt politische Statements

Donald Trump hat mit dem Immobilienunternehmen seines Vaters Milliarden gemacht! Nun will er nicht nur den freien Markt unsicher machen, sondern auch die Politik. Dafür tritt er als Präsidentschaftskandidat für die Republikaner an. Zu seinen ganz großen Zielen gehören unter anderem eine Begrenzung der Einwanderung (Beispielsweise durch eine Mauer zu Mexiko, da dort Zitat Trump ‚Vergewaltiger und Drogendealer‘ wohnen) und der Kampf gegen den islamistischen Terrorismus. Hört sich nach ziemlich populistischen Äußerungen an? Stimmt auch. Und genau damit versuchte der Milliardär auch vergangenen Abend wieder aufzufallen.

 

Hillary Clinton zeigt Donald Trump, wo es langgeht

Auf der anderen Seite steht die frühere First Lady und Ex-Außenministerin Hillary Clinton, die sich auch öfter mehr um Kopf und Kragen redete, als klare Fakten zu liefern, aber dennoch als klare Gewinnerin aus dieser TV-Debatte hervorgeht.

Das gesamte Duell war allerdings ein regelrechter Wettlauf aus Patzern, die sich beide Parteien nicht zu selten leisteten

Es fing an mit der Offenlegung von Trumps Steuererklärungen. Unüberlegt schoss es aus ihm heraus, dass die Regierung sein Steuergeld ja sowieso nur verplempern würde und es nur von großer Intelligenz seinerseits zeugen würden, wenn er keine Einkommenssteuer abführen würde. Ein Präsident, der selbst keine Steuern zahlt? Dadümm... 1:0 für Hillary!

Es ging aber gleich weiter und es wurde erwähnt, dass Trump behauptete, Präsident Obama wäre gar nicht in den USA geboren - ein Vorwurf, den besonders viele Afroamerikaner als rassistisch und verletzend empfinden. Hillary holte gleich zum nächsten Gegenschlag aus und wies auf ein Gerichtsverfahren hin, weil eine von Trumps Immobilienfirmen nicht an Schwarze vermieten wollte. Zack, der hat gesessen! 2:0 für Hillary!

 

 

Ein von BBC News (@bbcnews) gepostetes Video am

 

Wie uns allen bekannt sein sollte, sind alle guten Dinge drei. Auf die Frage des Moderators, wie er die USA vor internationalen Hackerangriffen schützen wolle, fängt Donald Trump doch tatsächlich an von seinem 10-jährigen Sohn zu berichten, der sich bestens mit Computern auskennen würden. Wirklich Donald? Kein Wunder, dass Hillary Clinton am Ende nur noch still vor sich hinlächelt.

Trump gegen Clinton - Spiel, Satz, Sieg

Zum Schluss der TV-Debatte gibt Hillary Clinton ihrem Rivalen Donald Trump dann den endgültigen Stoß, als sie daran erinnert, dass er Frauen immer wieder als ‚hässliche Schweine‘, ‚Schlampen‘ oder ‚Hündinnen‘ bezeichnet hatte. Auch wenn er diese Aussage direkt dementiert, glaubt man es ihm nicht.

Er wirkt regelrecht kraftlos in den letzten Minuten des Duells. Eigentlich wird in den 90 Minuten mehr als deutlich, dass Trump eher eine Gefahr für die USA wäre…