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Die Big Five der schönsten Nationalparks weltweit – Wandern in „fremder“ Natur

Von Martyna am Donnerstag, 22. September 2016 um 14:47 Uhr

Wandern ist unverkennbar ein Trend, der sich durch jede Altersschicht hinweg zieht. Beim Schritt durch die freie Natur kannst du die Seele baumeln lassen und vor der eigenen Haustür oder in der Ferne oft unberührte Landschaften entdecken. Nationalparks bieten Wanderfreudigen neben beeindruckenden Landschaftsbildern, wildlebenden Tieren Aktivitäten zu Wasser oder zu Land, die die Tour im fremden Gebiet bereichern. Doch was haben Dir die großen und einige der bekanntesten Nationalparks weltweit zu bieten?

Der Yellowstone-Nationalpark

© Krysztof Wiktor

Die Rocky Mountains verfügen insgesamt über 22 verschiedene Nationalparks, der älteste ist der Yellowstone Park. Bis die Schönheit des Parks erkannt und dieser zu einem der Parks gehörte, die für Wanderer und Naturliebhaber offen stehen, vergingen jedoch Jahre.

Zwischen Wasserfällen, Bisons und Geysiren

Das Gebiet des Yellowstone Nationalparks war, ebenso wie die umliegende Landschaft der Rocky Mountains, schwer begehbar, so dass sich zunächst wohl nur die amerikanischen Ureinwohner hierher verirrten. Überlieferungen zufolge begab sich zum ersten Mal Anfang des 19. Jahrhunderts ein Weißer – John Colter – in das als unwegsam geltende Gelände Yellowstones. Schließlich tat es ihm der Forscher Ferdinand von Hayden gleich und brachte überzeugendes Bildmaterial mit, welches den Präsidenten Ulysses S. Grant so beeindruckte, dass dieser das Gebiet am 1. März 1872 zum Nationalpark erklärte – der Grundstein für den heutigen Touristenmagneten „Yellowstone Nationalpark“ als ältester Nationalpark der Welt war gelegt.

Der Park erstreckt sich über eine Fläche von etwa 8.987 Quadratkilometern, welche sich zum Großteil im Bundesstaat Wyoming befindet. Besondere Naturschauspiele sind wasserspuckende Geysire, blubbernde Schlammtöpfe und beeindruckende Wasserfälle an gelbfarbenen Felswänden. Zudem tummeln sich dort Tiere wie Bisons, Grizzlybären oder Bighornschafe. Insgesamt kannst du im Park mehr als 10.000 heiße Quellen bei ihrem Wirken begutachten – wobei der Geysir „Old Faithful“ der verlässlichste unter den Geysiren ist. Dieser sprüht in etwa alle 90 Minuten seine Wasserfontäne.

Der South-Rim Trail und andere beeindruckende Routen

 
Der South Rim Trail ist eine bekannte Wanderrouten im Yellowstone Nationalpark. Auf dieser Tour gelangst Du zur V-förmigen Schlucht der Parks – dem Grand Canyon. Auf dem Rim-Trail bewegst Du dich meist auf gerader Strecke, die Schatten spendet, und einen Blick auf die 366 Meter tiefe und 32 kilometerlange Felsenkluft des Grand Canyons bietet, die aus gelbgefärbten Felswänden besteht. Der Rim Trail führt zudem zum Artist Point, einem Aussichtspunkt des Nationalparks, welcherseinen Namen vom Künstler Thomas Moran erhielt, der von dort aus bereits im Jahr 1871 Bilder anfertigte, die den Blick nachempfinden ließen. 

Dagegen führt der Bright Angels Trail über circa 15 Kilometer (durchschnittliche Wanderzeit vier bis sechs Stunden) einen Pfad entlang des Grand Canyons hinab. Dabei lässt Du bis zur Phantom Ranch insgesamt etwa 1.000 Höhenmeter hinter Dir. Die Ranch bietet am Fuße des Canyons mehrere rustikale Hütten und Häuser, die aus Naturstein bestehen und sich in das Landschaftsbild einfügen. Die Unterkünfte sind ausschließlich zu Fuß, mit dem Maultier oder aber mit dem Raftingboot über den Canyon erreichbar.

© yue734
 
In dem eher hügeligen Gebiet „Roosevelt Country“ beginnen die meisten Wanderwege in der Nähe des Tower Junction. Wenn du unterwegs wild campen möchtest, benötigst du dafür ein „Backcountry-Permit“, welcher in den Besucherzentren und Ranger-Stationen erhältlich ist. Das Campen im Hinterland ist an rund 300 Stellen im Park möglich und kann vorab via E-Mail gebucht werden – wenn dies erst ein paar Tage vor Ankunft passiert, ist oft ein Aufpreis von 25 Dollar zu zahlen. Informationen rund um das richtige und sicherheitsbewusste Verhalten beim Campen und Wandern im Hinterland bieten entsprechende Trip Planner des National Park Service.

Alleine auf dem South Rim Trail gibt es dreizehn verschiedene Aussichtsplattformen. Zum einen ist da der Hopi Point, welcher vom Parkeingang zwar auch zu Fuß zu erreichen ist, aber auch von Bussen angefahren wird. Was praktisch ist, wenn du pünktlich zum Sonnenuntergang da sein möchtest. In mehreren Abständen fährt die rote Shuttlebuslinie zum Hopi Point und wieder zurück. Ein weiterer Aussichtspunkt, der zentral und unweit vom Parkplatz des Grand Canyon Visitor Centers zu finden ist, ist der Mather Point.

Radwanderungen im Yellowstone

Wenn du den Nationalpark als Radfahrer erkunden möchtest, kannst du die öffentlichen Straßen und einige als Radweg markierte Zugangsstraßen nutzen. In Hinterland mit dem Rad unterwegs zu sein, ist dagegen verboten. Im Zeitraum von Mitte März bis Mitte April sind die Straßen zwischen Mammoth und Canyon Country im Westen für PKW gesperrt, Fahrradfahrer können sich jedoch frei auf den langen Straßen bewegen und Touren planen. Für ausgiebiges Fahrradwandern lohnt es sich auch, die Zeit zwischen April und Oktober auszukosten, denn dann sind die Straßen meist schneefrei.

 
Fahrräder können ganz einfach nahe der Attraktion „Old Faithful“ gemietet werden. Wenn du dir ein Mountainbike für deine Tour durch den Park ausleihst, dann eignet sich am besten eine Radwanderung auf einer der Schotterstraßen, die zwei Spuren für den Radverkehr und eine Spur für den PKW-Verkehr bieten, wie die Old Gardiner Road oder die Blacktail Plateau Drive. In den einzelnen Countries gibt es Wege, die nur für Radfahrer undFußgänger zugänglich sind: Unter anderem die Bunsen Peak Road in Mammoth Country oder die Natural Bridge Road in Lake Country.

Feuchtfröhliche Vergnügungen

Der berühmtesten Vertretern unter den Geysiren ist der Old Faithful (der „Alte Getreue“). Er befindet sich im oberen Geysir-Becken (südlich des Parks). In durchaus verlässlichen Abständen sprüht dieser Wasserfontänen in die Luft, welche bis zu 140 Meter hoch sein können:

 
Kaum weniger beeindruckend sind die „Wasserspiele“ des Grand Canyon, um den herumverschiedene Routen führen, von denen aus eine der bekannten Sehenswürdigkeiten des Parks aus verschiedenen Perspektiven erlebt werden kann. Das Gestein der V-förmigen Schlucht mit seiner gelben Färbung gab dem Yelllowstone („Gelbstein“) Park seinen Namen. Zwischen den Steinwänden fließen mehrere Wasserfälle: Lower FallsUpper Falls und Chrystal Falls. Der Lower Falls ist mit 308 Metern der höchste Wasserfall im Park und ist somit allein in seiner Höhe mehr als doppelt so hoch wie die Niagara-Fälle.

Wenn Du zur warmen Jahreszeit nach Yellowstone kommst, kannst Du dich in den Gewässern beim Schwimmen oder einer Rafting-Tour abkühlen. Generell ist es jedoch verboten sich in den Flüssen und Thermalgewässern des Parks aufzuhalten. Ausnahmen bilden die Firehole Swimming Area und der Boiling River am Garden River – ein Ausläufer einer heißen Quelle, der sich oberirdisch in einem kalten Fluss ergießt.

Beim Baden in der Firehole Area sollten spezielle Schuhe für den Wassersport getragen werden, dort können sich kleine Steine und Felsen im Wasser befinden. In der Nähe des Wasserlochs gibt es zwar Möglichkeiten, sich umzuziehen, aber keinen Parkplatz. Wenn Du mit dem Auto hinfährst, musst Du Dich an die Seite der umliegenden Straße stellen. Von der Straße aus führt eine Holztreppe zum Badebereich.

Für eine Kanutour eignet sich der Shoshone Lake und die Mitfahrt bei einer wilderen Raftingtour ist auf dem Snake River möglich. Wer das Wassertreiben eher außerhalb des Bootes genießen möchte und Geduld hat, setzt sich mit der Angelschnur an einen der Seen, an denen das Fischen erlaubt ist. Für Anzahl und Art der Fische, die pro Tag gefischt werden dürfen, gibt es Parkvorschriften, die ebenso wie eine erforderliche Lizenz kostenlos in den Besucherzentren zu bekommen ist. 

Kanada – Banff Nationalpark

 
In Kanada gibt es in den einzelnen Provinzen verschiedene Nationalparks. Der älteste Park Kanadasist der Banff Park, der in der Provinz Alberta liegt, welche sich in den kanadischen Rocky Mountains befindet.

Der Banff Nationalpark wurde im Jahr 1885 gegründet und verteilt sich etwa über eine Fläche von 6.641 Quadratkilometern, wobei die 6.000 Einwohner-Stadt Banff das Zentrum des Parks bildet. Die Stadt liegt auf einer Höhe von 1.399 Metern und ist im Zuge des Baus der Canadian Pacific Railway in den 1880-zigern entstanden. Hier gibt es einige Hotels und Auskunftsstellen, die Informationsmaterial über den Park und seine Sehenswürdigkeiten bieten. Zudem gibt es einige kleinere Läden und Boutiquen sowie eine Gondel, die auf den Mount Sulphur führt und einen Blick aus der Vogelperspektive über Stadt und Nationalpark ermöglicht.

Die Entwicklung der Kleinstadt hat aber vor allem der umliegende Nationalpark mit seinem Landschaftsbild und Attraktionen vorangetrieben. Die Landschaft des Nationalparks ist neben denimposanten Rocky Mountains von grünen Tälern, türkisfarbenen Bergseen, heißen Quellen undWasserfällen geprägt. Der Park wurde im Jahr 1984 sogar zum UNESCO-Weltkulturerbe erhoben.

Höhlen, türkisfarbenes Wasser und die berühmten zehn Gipfel

 
Der Nationalpark Banff wird durch den Icefield Parkway mit dem Jasper Nationalpark verbunden. Beide gehören zu den wohl bekanntesten Parks Kanadas. Nicht zuletzt, weil Banff neben den kilometerlangen Wanderwegen weitere Attraktionen zu bieten hat, die die oft unberührte Natur erleben lassen. Einige besondere Touren finden fernab der ausgeschilderten Wanderrouten statt und werden vor Ort von Tourguides angeboten, da diese in meist unwegsames Gelände führen.

Die Wanderstrecken führen durch Höhlen – wie die Grotto Mountain – oder die Berge hoch. Bei denKletterstrecken kann zwischen zwei Touren mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad gewählt werden. Der Via Ferrata-Klettersteig („der eiserne Weg“) gehört zu den neueren Attraktionen im Banff Nationalpark. Der Steig eignet sich auch für Kletteranfänger und bei jeder Tour sorgen die Guides von der Alberta Speleological Society für die Sicherheit der Teilnehmer.

Ein weitere Besonderheit der Naturlandschaft rund um Banff ist das „Tal der zehn Gipfel“ – Valley oft the Ten Peaks, welches an der Moraine Lake Straße in der Nähe des Moraine Lakes befindet.

Karibik-Flair im und um den Nationalpark Guadeloupe

 © eyewave

Der Nationalpark Guadeloupe gehört zur französischsprachigen Insel Guadeloupe, welche zur Inselgruppe der Kleinen Antillen zählt, die das Karibische Meer vom Atlantischen Ozean trennt. Die Landschaft bietet über 1.800 verschiedene Pflanzenarten, ist geprägt von Mangrovenwäldern und fast baumgroßen Farnen.

Vielfalt in Natur- und Tierwelt

Die Insel Guadeloupe besteht aus zwei großen Inselhälften, die landschaftlich jeweils unterschiedlichgeprägt sind: Auf der westlichen Seite der Insel befindet sich der Inselteil Basse-Terre, welcher durch die Form des Vulkans „La Soufrière“ geprägt ist, was auch zu seiner bergigen Landschaft beiträgt. Dort ist auch der Nationalpark Guadeloupe, welcher exotische Pflanzen, Wasserfälle, heiße Quellen sowie diverse Flusslandschaften zu bieten hat. Zudem gibt es auf Basse-Terre Sandstrände, ein Naturreservat sowie ein Gebiet, das zum Tauchen einlädt und die Unterwasserwelt entdecken lässt.

Grüne Bergketten und weiße Sandstrände finden sich dagegen auf Grand-Terre, dem östlichen Teil der Insel Guadeloupe. Die kalkhaltige Inselerhebung bietet flache und hügelige Landschaften sowie diverse Hot-Spots zum Surfen, Schnorcheln oder Segeln. Gesurft wird unter anderem im Fischerdorf Saint Francois – dort gibt es einige Surfschulen. Für ein Surfboard zahlst du pro Tag etwa 20 Euro,ein halbtägiger Einsteigerkurs mit Equipment kostet rund 50 Euro.

Der Nationalpark Guadeloupe

 © stouche

Im wahrsten Sinne ein überragender Anblick – der Vulkan La Soufrière

Was das Dickhornschaf im Banff Nationalpark, ist der Ti-Racoon im Nationalpark Guadeloupe. Ti-Racoon steht für Waschbär, der sozusagen das Wappentier des Parks ist, welcher ungefähr 300 kilometerlange Wanderwege auf seiner 17.000 Hektar großen Fläche verteilt. Auf den Wegen, die oft durch tropische Gefilde führen, können Dir neben den besagten Waschbären auch Leguane, Eidechsen, Schildkröten oder aber eine der fast 13 verschiedenen Fledermausarten begegnen.

Ein bekannter Wanderweg führt über die etwa 17 kilometerlange Landstraße Traversée, die am „La Maison de la Foret“ endet. Dort kann dann eine Ausstellung über den Wald angesehen sowie ein Erlebnispfad begangen werden. Weitere Sehenswürdigkeiten im Zentrum des Nationalparks sind die drei Wasserfälle Chutes de Carbet sowie die Bucht Grand Cul-de-Sac Marin, welche von Sümpfen und den typischen Mangrovenwäldern Guadeloupes umsäumt ist.

Tongariro-Nationalpark in Neuseeland

© artepicturas

Der neuseeländische Nationalpark Tongariro beherbergt Landschaften mit Filmgeschichte sowie diverse Wanderrouten, die auch mit den Skiern zurückgelegt werden können.

Ein vielseitiges Landschaftsbild mit Filmgeschichte

Der Tongariro Nationalpark befindet sich auf der Nordinsel Neuseelands und ist der älteste Park des Landes, welcher sich über eine Fläche von circa 796 Quadratkilometern verteilt. Der Park gehört zum Weltnatur- und Weltkulturerbe. Die Landschaft des Parks wird unter anderem von drei aktiven Vulkanen geprägt:

  • Tongariro
  • Ruhapehu
  • Ngauruhoe

Auf dem Ruhapehu, der ungefähr 2.800 Meter in die Höhe ragt, befindet sich ein Gletscher. In ungefähr 1.500 Metern Seehöhe hingegen gibt es hügelige Landschaften mit nur wenigen dort beheimateten Tieren und Pflanzen. Dies sieht im Norden und Westen anders aus, denn dort bestimmt hauptsächlich Regenwald die Vegetation, der bis zu 1.000 Meter in die Höhe ragt und rund 50 verschiedene Tierarten wie die Kiwis – Wappentiere Neuseelands – beherbergt.

Der Park hat sogar bereits große Filmgeschichte geschrieben, denn dort wurden einige Szenen der erfolgreichen „Herr der Ringe“- Reihe gedreht. Zentraler Drehort war der Ngauruhoe, der im letzten Teil als Geschichte als Kulisse für eine der Endszenen diente. Während der Nationalpark hauptsächlich die Filmlandschaft Mordors darstellte, wurden noch weitere neuseeländische Drehorte für den Filmklassiker genutzt, besichtigt werden können.

 
Der “Schicksalsberg” aus dem Film ist auch von einer der berühmten Wanderungen des Parks aus zu begutachten – und zwar bei der Tongariro Alpine Crossing Tour, welche eine etwa achtstündige Wanderung umfasst. Es besteht die Möglichkeit, sich von Tourguides beim Startpunkt absetzen und am Endpunkt wieder einsammeln zu lassen. Die Northern Circuit-Tour führt ihrerseits anverschiedenen Sehenswürdigkeiten der Vulkanlandschaft vorbei.

Wintervergnügen auf Berg und See: „Wasser- und Skiwandern“

Auch im Winter bietet der Nationalpark Möglichkeiten denselben zu erkunden. Um den Mount Ruapehu gibt es verschiedene Skigebiete (Whakapapa und Turoa), die zum Skifahren einladen. Ab Juli und etwa bis zum Ende des Frühjahrs dauert die Skisaison im Nationalpark an. Die Gebiete sind aber auch mit Bahnen für die Schlittenfahrt sowie Rodelpisten ausgestattet. Wenn du einen Tag in den Skigebieten verbringen möchtest, kannst du dir vor Ort oder bereits vorab online unter anderem einen Skipass für einen Tag kaufen. Der Pass kostet circa 95 Dollar.

Im Tongariro Nationalpark kann sich ebenso wie im Banff Nationalpark in Kanada beim Rafting vergnügt werden. Im Park gibt es verschiedene Anbieter, welche diverse, unterschiedlich gestaltete Touren anbieten, die sich in ihrer Länge und ihrem Schwierigkeitsgrad, aber auch in ihrem Ablauf unterscheiden. Rafting-Touren werden zudem mit Angeln kombiniert wie auf dem Tongariro River.

Krüger Nationalpark – Safari Erlebnis

 
Afrika einmal hautnah erleben: Der Krüger Nationalpark ist eines der größten Wildschutzgebiete Südafrikas und bietet genau das. Er erstreckt sich über circa 19.486 Quadratkilometer und liegt etwa Kilometer südöstlich von Johannesburg entfernt.

Flora- und Fauna-Highlights: Die „Big Five“ und der Baobab

Der Krüger Nationalpark ist erlebnisreich: Dort existiert unter anderem die größte Artendichte Südafrikas, zu entdecken sind Reptilien, Gnus, Zebras und weit über 500 verschiedene Vogelarten sowie 300 Baumarten. Der bekannteste Baum ist der Baobab (Affenbrotbaum). Unangefochtene Highlights sind und bleiben allerdings die sogenannten Big Five der südafrikanischen Tierwelt. Der Nationalpark ist Heimat von

  • rund 1.500 Löwen,
  • etwa 7.500 Elefanten,
  • knapp 2.000 Nashörnern,
  • ca. 1.000 Leoparden und
  • und die beeindruckende Zahl von etwa 25.000 Büffeln.

Savannen-Safari, Heißluftballon-Touren oder Wandern zu Pferd

In der Savannen-Landschaft gibt es die Möglichkeit, in 20 Camps zu übernachten, von denen aus verschiedene Wanderungen gestartet werden können, da sie meist in der Nähe zu Wasserlöchern, Picknickplätzen oder Aussichtsplattformen liegen. Von bestimmten Camps aus können verschiedene Wilderness-Trails an unterschiedlichen Startpunkten unternommen werden. 49 Prozent des Parks sind von „Wildniszonen“ geprägt, durch die die Touren führen, welche diverse natur- und tiernahe Erlebnisse bieten – wie das Revier des weißen Nashorns oder die beeindruckende Schlucht Lanner Gorge.

Tiere und Wildnis-Routen können jedoch auch von oben – aus dem Heißluftballon – oder vom Pferd aus beobachtet werden. Es gibt Touren, die es Reitbegeisterten erlauben, die Wildpferde im Park auf ihren Ausflügen durch die Wildnis zu begleiten. Zudem sind die Pferde aus der Vogelperspektive zu betrachten. In Hoedspruit, einer kleinen Stadt, die sich in der Nähe zum westlichen Rand des Nationalparks befindet, gibt es einen Heißluftballon-Betrieb, der 45-Minuten-Flüge bis zu einer Höhe von etwa 600 Metern über die Wildreservate und Farmen anbietet.

Im Auto durch den Nationalpark

Es gibt selbstverständlich auch die eher „klassischen“ Safaris, bei denen der Nationalpark mit dem Auto erkundet wird. Für diese Touren gibt es verschiedene Varianten:

  • Bei geführten Game Drives handelt es sich um Safaritouren, die im Auto stattfinden und von einem erfahrenen Guide geführt werden. Dazu werden entweder offene oder geschlossene Busse und Jeeps verwendet, die von verschiedenen Punkten – meistens eben auch den Unterkünften – aus starten. Nachtfahrten bieten darüber hinaus die Möglichkeit, die abendliche Routine der Tiere im Scheinwerferlicht zu beobachten – und das durchaus ungestörter als tagsüber, da die Straßen dann weniger befahren sind.
  • Wagemutige können theoretisch auch auf eigenes Risiko mit dem Auto in den Nationalpark, wobei zwei wichtige Sicherheitsaspekte zu beachten sind: Innerhalb des Parks gilt ein Tempolimit von 40 km/h, außerdem sollte ein möglichst hohes Fahrzeug, etwa ein Jeep, zum Einsatz kommen. Das Fahren im eigenen Auto sollte möglichst dennoch vermieden werden. Denn die Guides sorgen bei dem Game Drives durchaus für mehr Sicherheit, da sie sich auskennen und mit anderen Mitarbeitern die Standorte der Wildtiere kommunizieren.
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