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Die dritte Debatte: Weiter geht's im US-Präsidentschaftswahlkampf

Von Martyna am Freitag, 21. Oktober 2016 um 10:49 Uhr

Am Mittwochabend ging es in die dritte und letzte Runde im amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf. Hillary Clinton und Donald Trump beantworteten in der dritten Debatte wichtige Fragen rund um die Themengebiete Einwanderung, die Rechte der Frauen und Auslandspolitik. Dieses Jahr wird bei dem Medienspektakel so viel ausgeteilt und eingesteckt wie sonst selten. Demokratin Hillary Clinton (68) siegte ganz klar in mindestens zwei der drei Debatten. Im Boxen wäre das zwar kein spektakuläres Knock-Out gegen Republikaner Donald Trump (70) aber zumindest ein klarer Sieg nach Punkten… 

Am 8. November entscheiden die USA, wer der nächste Präsident des Landes wird. Am Mittwoch fand die dritte und letzte Debatte der Präsidentschaftswahl 2016 statt. Nachdem Hillary Clinton die ersten zwei Debatten klar für sich entscheiden konnte, war der Druck auf beide Kandidaten groß. 

Hillary richtet sich an Frauen, Donald nicht 

Junge Frauen gehören für viele Experten zu den wichtigsten Wählergruppen. Nach seinen zahlreichen Skandalen und frauenfeindlichen Äusserungen ('Just grab 'em by the pussy'), änderte Donald auch am Mittwochabend rein gar nichts an seiner 'Taktik'. Auf die Frage, was für einen Surpreme Court Richter er verpflichten will (Antonin Scalia verstarb in diesem Jahr) antwortete der Immobilien-Investor zum Beispiel, dass sein Nominierter 'pro life' sein wird, also gegen die freie Wahl über ihren Körper ohne die Einmischung des Staates. Hillary hingegen, im unschuldig weißen Powersuit, äußerte sich auf die Fragen des Moderators gewählt und mit signifikanten und informativen Inhalten und möchte Frauen die Wahl über ihren eigenen Körper lassen. Donald sagte oft 'falsch' oder 'das stimmt nicht'. Aber was stimmt denn, Herr Trump? Bitte sag es uns!

Immigranten sind für Donald der Feind Nummer 1 

Im 'Trumpiversum' ist der Feind klar: der Einwanderer, der Amerikaner beklaut oder tötet, Drogen schmuggelt und das Land gefährdet. 'Bad Ombre' nennt er sie (nein, nicht wie die Haarfärbetechnik, sondern wie der 'schlechte Mann'). Deswegen möchte Donald gerne eine Mauer bauen. Wie früher im Sandkasten, nur diesmal mir echten Baggern und echten Länern. Hillary's Einwanderungsplan: Möglichkeiten schaffen zur vollkommenden Eingliederung in die Gesellschaft, denn ohne Einwanderer wäre Amerika heute nicht das Land, das es heute ist. 

Wer wird gewinnen?

Aktuelle Umfragen sehen Hillary Clinton klar vorne und eines ist sicher: Wenn alle diejenigen, die Barack Obama zwei Mal in Folge zum Präsidenten gewählt haben (unter anderem Millenials, Frauen, Afro-Amerikaner und Mexikaner), zur Wahl gehen und Hillary ihre Stimme geben, kann Trump nicht gewinnen. Selbst Mitglieder seiner eigenen republikanischen Partei distanzieren sich von ihm. Donald Trump hingegen sagte, dass er das Wahlergebnis nur dann anerkennen wird, wenn er gewinnt…

Trump, das Internet-Meme

Auch wenn die ganze Wahl wie eine große Hollywood-Produktion mit Dramen und Lachern ist, kam aus der dritten Debatte ein Meme heraus, dass diesen ganzen Zirkus perfekt zusammenfasst: Am Ende der Debatte zerreißt Donald Trump seine Notizen. #wennduweißtdassduverlorenhast…

Hier kannst du die ganze Debatte noch einmal sehen: 

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