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Emma Watson: Drohungen nach Feminismus-Rede

Von Friederike am Dienstag, 23. September 2014 um 10:47 Uhr

Für ihre starke Feminismus-Rede erhält UN-Botschafterin Emma Watson viel Respekt. Allerdings gibt es auch weniger freundliches Feedback und sogar böse Drohungen …

Ihre Rede im UN-Hauptquartier in New York hat uns umgehauen. UN-Sonderbotschafterin Emma Watson (24) sprach unter anderem vor UN-Genrealsekretär Ban Ki-Moon (70) über Feminismus und erklärte, warum Geschechtergleichheit kein reines Frauenthema sein sollte.

So berichtet die Schauspielerin, sie wurde bereits als Achtjährige mit Geschlechterklischees konfrontiert:

Sie wurde etwa „bossy“ genannt, weil sie bei Theaterstücken, die sie mit Freunden aufführte, Regie führen wollte. Jungs bekamen das nicht zu hören. Mit 14 Jahren sah sie sich sexistischen Pressekommentaren ausgesetzt. Sie beobachtete, wie Freundinnen ihre Sport-Teams verließen, weil sie zu große Angst vor unattraktiven Muskeln hatten. Emmas Reaktion: „Ich habe mich entschieden, Feministin zu sein.“

Dass viele den Begriff mit „Männer-Hass“ gleichsetzen, habe sie erst später festgestellt. Dabei sei Gleichberechtigung kein reines Frauenthema: „Männer! Geschlechter-Gleichheit betrifft auch euch“, erklärt die Britin. Väter, deren Erziehungsarbeit weniger gewertschätzt wird, als die von Müttern, Jungen, die nicht wagen, über ihre Gefühle zu sprechen: Auch sie leiden unter Rollen-Klischees. Emmas Kampagne „HeForShe“ ruft deshalb explizit Jungen und Männer dazu auf, sich für Gleichberechtigung einzusetzen.

Hollywood reagierte beeindruckt von Emmas starker Rede. Männliche Stars wie Joseph Gordon-Levitt (33), Fashion-Experte Derek Basberg (32), „LOL“-Star Douglas Booth (22) und Forest Whitaker (53) zollten der Britin Respekt. Aber auch viele Frauen unterstützen Emmas Kampagne. Darunter die Schauspiel-Kolleginnen  Sophia Bush (32), Rashida Jones (38) und Sängerin Kate Nash (27). Chloe Moretz twitterte „bravo“. Tja, wir können uns da nur anschließen.

Doch leider gibt es auch weniger freunliches Feedback auf die UN-Initiative. In sozialen Netzwerken lästern frauenfeindliche Kritiker über ihren Auftritt. Schockierend: Die antifeministische Gruppe 4chan droht sogar, private Bilder von Emma zu veröffentlichen. Auf ihrer Website schreibt einer: „Es ist wahr und wird dieses Wochenende passieren. Diese feministische Schlampe Emma wird der Welt zeigen, dass sie eine Hure ist, wie jede andere Frau auch.“ Die Gruppe hat sogar einen Nacktfoto-Countdown eingerichtet.

Oje, damit dürfte klar sein, wie wichtig Feminismus immer noch ist.

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