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Exklusiv-Interview mit Sylvie Meis

Von GRAZIA am Sonntag, 8. Juni 2014 um 18:30 Uhr

Mit dem Designer Brian Rennie "klickt" Sylvie derart gut, dass die beiden viel Privates besprechen. So ging es in unserem GRAZIA-Interview auch ganz schnell um Männer, Gefühle und, na klar, den Zoff bei "Let’s Dance".

Über die Stimmung Backstage bei "Let’s Dance" wurde zuletzt viel spekuliert – doch als GRAZIA Sylvie Meis (36) kurz vor der Show bei einem Fitting mit Basler-Kreativ-Chef Brian Rennie über die Schulter guckt, wird in der Garderobe viel gelacht. Sylvie hat ihre enge Freundin Geraldine dabei, die in Madrid lebt und die Sylvie nach ihrem kürzlichen Brustkrebsvorsorge-Check zur Show eingeladen hat. „Mein Engel“, nennt Sylvie sie nur, weil Geraldine ihr während der Chemotherapie 2009 beigestanden hat. Sylvie und die engen Freundinnen, das ist ja so eine Sache – deshalb geht es beim Interview schnell nicht mehr nur um Fashion, sondern auch um ihre turbulente Vergangenheit. Aber starten wir mit dem, was Sylvie liebt: Mode!

Für die vielen Shows und Events brauchen Sie ja eine Menge Kleider. Suchen Sie die alle selbst aus?

Sylvie Meis: Ich sage Brian, wo ich hingehe und was ich mir vorstelle. Für die "Skyfall"-Premiere zum Beispiel wollte er mich zum

aller Zeiten machen– mit einem goldglänzenden und extrem coolen Kleid. Als ich auf dem roten Teppich stand, habe ich mich wirklich wie ein "007"-Girl gefühlt! Und für "Let’s Dance" hatte die Stylistin im Vorfeld Kleider bei verschiedenen Labels angefragt, dann hatten wir ein großes Fitting, und dabei habe ich für mich einfach das ausgewählt, was ich am Schönsten fand. Basler habe ich insgesamt dreimal getragen.

Sylvie Meis Backstage beim GRAZIA-Interview 

 

Ist Sylvie denn ein unkompliziertes Model, Brian?

Brian Rennie: Das Gute an der Arbeit mit Sylvie ist, dass sie genau weiß, was sie will. Das macht meinen Job viel leichter. Ich mache eine Skizze, suche Stoffe aus und Stickereien und schicke sie ihr. Und dann besprechen wir das noch mal.

Für Welchen Star würden Sie sonst noch gern die Kleider designen?

Brian: Als Brite finde ich natürlich Herzogin Catherine toll. Am Anfang hatte sie ihren eigenen Stil und hat auch High-Street-Labels wie ZARA getragen. Ihre Röcke waren immer ein bisschen kürzer, als die Queen erlaubte. Jetzt ist das anders, sie achtet mehr darauf, da könnte ich sicher helfen... (lacht)

Und wie hat sich Ihr Look verändert, Sylvie?

Sylvie: Durch die vielen Paparazzi-Fotos im letzten Jahr ist vielen wohl erst aufgefallen, dass ich privat einen ganz anderen Style habe als bei "Let’s Dance" oder auf dem roten Teppich. Sicher hat sich mein Stil in den Jahren auch verändert, aber das liegt daran, dass ich erwachsener geworden bin. Aber manchmal ist es schon brutal mit den Fotografen – wenn man bis nachts eine Show gemacht hat und dann morgens übermüdet aus der Tür kommt und sofort ins Blitzlichtgewitter rennt... 

...in einem T-Shirt, auf dem das wort „Bitch“ stand. Da gab’s ziemlich heftige Schlagzeilen.

Sylvie: Das würde ich heute nicht mehr machen. Aber natürlich ziehe ich an, was zu meiner Stimmung passt. Ob sporty, preppy, bohemian oder sexy – es hängt davon ab, wie ich mich fühle, und das ist jeden Tag anders.

Brian: Ich kannte lange Zeit nur die glamouröse Sylvie vom roten Teppich. Aber einmal trafen wir uns auf einem Event in Monte Carlo – da haben mein Mann und ich mit ihr einen super Abend verbracht, ganz viel geredet. Auch darüber, was sie täglich mit den Paparazzi erlebt und was die Leute für einen Blödsinn über sie erzählen. Auch diese ganze Geschichte, die gerade geschrieben wurde, sie sei so bitchy und anstrengend... So ein Bullshit.

Nimmt Sie das mit?

Sylvie: Natürlich tut mir das weh und macht mich traurig. Denn ich habe nichts mit diesem Bild zu tun, das da von mir gemalt wird.

Bei Let's Dance ist der Look von Sylvie Meis glamouröser

 

Sie haben schlechte Erfahrungen mit Menschen aus ihrem Umfeld gemacht. Es wurde viel ausgeplaudert, Gerüchte in die Welt gesetzt. Wird man da nicht sehr misstrauisch?

Sylvie: Oh ja. Aber ich will gleichzeitig nicht meine Offenheit verlieren. Ich möchte weiter ins Studio kommen, meine Kollegen umarmen. Wir haben so viel Spaß bei "Let’s Dance". Wer was anderes behauptet, der hat keine Ahnung. Alleine diese Geschichte über den Zoff mit Daniel. Ich kenne ihn seit acht Jahren, und wir sind ein Herz und eine Seele.

Haben Sie sich durch die ganzen Geschichten verändert?

Sylvie: Natürlich, es ist so viel passiert in meinem Leben. Ich kann nicht ändern, dass es im Privatleben so schwierig war, ich kann nur daraus lernen und positiv in die Zukunft gucken. Das Leben kann turbulent sein, aber wenn es immer gleich wäre, wäre es doch auch langweilig. Nun habe ich es mir nicht unbedingt sooo turbulent gewünscht...

Ihnen wurde ja auch einmal eine Affäre mit Brians Ehemann Ferdinand angehängt...

Sylvie: Oh ja. (lacht) Ich habe Ferdinand in Monte Carlo besser kennengelernt, er ist ein toller Typ, sieht super aus. Weil Brian am nächsten Tag arbeiten musste, bin ich mit ihm in den Beach-Club gegangen. Wir haben uns da einen schönen Tag gemacht und nicht gemerkt, dass überall Paparazzi waren, die uns von allen Seiten fotografiert haben. Eine Woche später hieß es: Wer ist der neue Mann an Sylvies Seite? Fast jeder Mann, mit dem ich unbedarft im Alltag spreche, ist ja mittlerweile angeblich schon mein neuer Boyfriend. (lacht)

 

„Wenn es mit jemandem klick macht, lasse ich mich darauf ein" 

 

Sind Sie denn noch Single?

Sylvie: Ja, bin ich.

Und schließen Sie leicht Freundschaften?

Sylvie: Früher leichter als heute, aber wenn es mit jemandem klick macht, lasse ich mich darauf ein.

Okay, zurück zur Mode. Es heißt ja, dass schönste Accessoire einer Frau sei ein Mann.

Brian: Bullshit. Egal, welche Frau ich auf dem roten Teppich sehe – der Mann steht für ein Foto neben ihr, dann wollen die Fotografen die Frau alleine knipsen...

Aber ist es nicht doof, alleine über den Red Carpet zu gehen?

Sylvie: Mir macht das nichts aus, denn auch als ich noch verheiratet war, war ich da meistens alleine. Als Fußballer kann man nicht so oft ausgehen.

Brian: Manchmal stören die Männer da auch, die wollen ja lieber zurück nach Hause fahren und Fußball gucken...

Apropos Fußball: Sind Sie schon im WM-Fieber?

Brian: Nee, ich bin Schotte – und die sind nicht mal dabei...

Sylvie: Ich schon. Natürlich vor allem wegen Damian. Der sammelt gerade Sticker von der deutschen Mannschaft, deshalb kenne ich mich da jetzt richtig gut aus! Wenn er aus der Schule kommt und neue Sticker getauscht hat, kleben wir die zusammen ein. Deswegen beschäftige ich mich im Moment wirklich intensiv mit der WM.

Aber für Damian war es sicher erst mal wichtig, dass der HSV nicht abgestiegen ist.

Sylvie: Oh ja! Ich habe das zweite Relegationsspiel auch mit ihm zusammen geguckt. Das war echt super emotional. In der Vergangenheit war der HSV so ein wichtiger Teil meines Lebens. Und der Gedanke daran, dass dieser Verein absteigen könnte, war wirklich hart für mich. Natürlich auch wegen Damian und seinem Papa und all den anderen, die ich da kenne. Es war auch das allererste Mal, dass ich nach der Geschichte ein ganzes HSV-Spiel angeguckt habe – weil es für mich lange noch zu emotional war. Aber das musste ich einfach gucken. Damian und ich haben vor dem Spiel gebetet, haben zusammen gezittert und gejubelt, es war echt toll. Und es ist ja auch gut ausgegangen.

 

Text: Angela Meier-Jakobsen (stellv. Chef-Redakteurin, GRAZIA) Bilder: picture alliance, GRAZIA

Themen
Brian Rennie,
Let's Dance 2014