Fashion

5 Fragen an Anna & Jula von JAN 'N JUNE

Von Claudia am Dienstag, 27. Januar 2015 um 16:10 Uhr
Vom Crowdfunding Projekt zur ersten eigenen Kollektion. Anna und Jula haben das geschafft, wovon viele träumen. Doch hinter JAN 'N JUNE steckt mehr als nur ein weiteres Label am Modehimmel. Wir haben die beiden nach ihrer ersten Kollektionspräsentation in Hamburg getroffen und über ihre ganz persönliche Mission gesprochen.

Anna und Jula wissen ganz genau was sie wollen. Mit der Gründung von JAN 'N JUNE starteten die beiden Hamburgerinnen eine grüne Revolution. Faire und nachhaltige Mode zu günstigen Preisen lautete das Ziel, dass die Mädels mit der Präsentation ihrer ersten Kollektion in der letzten Woche erreicht haben. Die beiden setzten ausschließlich auf Bio-Baumwolle und recyceltes Polyester - die Fertigung findet in Europa statt. 

Im Interview haben uns Anna und Jula nicht nur verraten, was JAN 'N JUNE ausmacht, sondern auch, was die beiden in Zukunft noch Großes vorhaben. Wir dürfen gespannt sein...

 

1. Wie gehts Euch denn gerade?

Jula: Gut, aber es ist viel passiert. Wir haben die Show hinter uns und kommen gerade auch aus Berlin. Da waren wir auf der Messe und hatten drei unheimlich erfolgreiche Tage.

 

Anna: Jetzt fällt auch die Anspannung ein bisschen ab. Aber uns geht’s gut. (beide lachen)

 

2. Wie lief es in Berlin auf der Mercedes-Benz Fashion Week? 

Jula: Es lief wirklich super! Wir waren im Green Showroom für nachhaltige Mode. Und das Feedback war einfach super. Wir sind quasi die ersten mit einem derartigen Konzept und dieser Stilrichtung zu so günstigen Preisen.

 

Anna: Ja, wir hatten dort den kleinsten Stand, den man haben kann und es gab zwei Szenarien, die wir uns im Vorhinein vorgestellt haben. Entweder, wir haben viel Zeit und können den ganzen Tag E-Mails beantworten oder es läuft einfach gut. Und es lief wirklich toll! Es gab so viele Leute, die gezielt zu uns gekommen sind und uns auch schon kannten oder von anderen zu uns geschickt wurden. Das war für uns auch noch einmal die Bestätigung, dass das was wir machen, einfach richtig ist. Wir haben sogar eine Order geschrieben. (lacht)

 

 

3. Woran erkenne ich ein Teil von JAN 'N JUNE?

Jula: Es ist leicht nordisch angehaucht und kann sportlich sowie elegant sein – es kommt darauf an wie man es trägt. Große Prints werdet ihr bei uns allerdings nicht finden. Es ist außerdem von den Farben sehr reduziert.

 

Anna: Genau, JAN 'N JUNE ist sehr minimalistisch. 

 

4. Wie sieht Eure Zusammenarbeit aus?

Jula: Normalerweise werden Impressionen gesammelt, es wird gezeichnet und man legt fest wie ein Teil am Ende sein soll. Dann sucht man nach den Materialien. Bei uns läuft es genau andersherum. Wir schauen was es auf dem Markt an nachhaltigen Materialien gibt. Und die Auswahl ist super gering! Wir müssen also erst gucken was wir an Stoffen zur Verfügung haben und dann designen wir danach erst die Formen und schauen was wir daraus machen. Und jede von uns hat dann auch mal ein Lieblingsteil...

 

Anna: Ja, jeder hat einen Joker. Wir sind designtechnisch wahnisinng auf einer Wellenlänge. Aber trotzdem hat jeder immer ein Veto und einen Joker pro Kollektion.

 

Jula: Wenn ich etwas gar nicht will, kann Anna ihren Joker ziehen und es trotzdem machen. (lacht)

 

5. Wo seht ihr Euch in 5 Jahren? Wo soll JAN 'N JUNE stehen? 

Anna: Wir möchten gern so groß und bekannt sein, dass die Leute etwas mit dem Namen JAN 'N JUNE anfangen können. Und das man auch mit uns verbindet, dass wir im nachhaltigen Bereich etwas angestoßen haben. Ich bin mir sicher, es wird noch ganz viele neue Labels geben, die sich daran orientieren und sich sowohl im Design als auch im Preis dem konventionellen Markt angleichen. Wir möchten natürlich ein breites Publikum ansprechen und im großen Stil produzieren können, damit wir unsere Preise auch halten können.

 

Jula: Und wir wünschen uns auch, dass wir nicht nur in nachhaltigen Läden vertreten sind, sondern das wir auch in die „Normalen" reinkommen, weil wir Nachhaltigkeit als etwas Selbstverständliches sehen und nicht groß mit dem Finger darauf zeigen wollen. 

 

Danke ihr zwei!  

 

Bilder: Johannes Wienke

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