Fashion

Benetton-Kampagne "Unhate" sorgt für Ärger

Von GRAZIA am Freitag, 18. November 2011 um 11:27 Uhr

Kussverbot aus dem Vatikan: Das Label Benetton darf die Fotomontage seiner aktuellen Kampgne "Unhate", auf denen der Papst den Imam von Kairo küsst, nicht mehr zeigen. Auch im Weißen Haus ist man verärgert über die Bilder, auf denen US-Präsident Barack Obama seinen chinesischen Kollegen Hu Jintao und Venezuelas Staatschef Hugo Chavez küsst.

Das italienische Modelabel Benetton ist bekannt für seine provokanten Kampagnen. In den 90er Jahren sorgten schwer arbeitende Kinder in der Dritten Welt und Häftlingen in Todeszellen für Aufregung.

Mit der aktuellen Kampagne "Unhate" hat sich Benetton jetzt mit dem Vatikan angelegt. Denn eines der Kampagenemotive zeigt den Papst in inniger Umarmung mit dem Imam von Kairo, die Lippen der beiden Männer berühren sich dabei zum Kuss.

Auch unter mehreren Politikern sorgen die Werbemittel für Empörung. Denn die Plakatserie aus Fotomontagen zeigt unter anderem den brisanten Kuss von Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas.

"Es sind symbolische Bilder der Versöhnung - mit einem Stich ironischer Hoffnung und konstruktiver Provokation", hatte Benetton die Serie vorgestellt. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsidenten Nicolas Sarkozy bleiben nicht verschont. Sauer ist auch US-Präsident Barack Obama über sein Knutschbild mit seinem chinesischen Kollegen Hu Jintao und Venezuelas Staatschef Hugo Chavez.

Doch das Motiv mit dem Papst rief weltweit Empörung bei Gläubigen hervor. Nun zog Benetton den Papst-Kuss zurück und entschuldigte sich. "Um unsere Sensibilität zu unterstreichen, haben wir uns entschlossen, das Bild zurückzuziehen. Wir wollten die Gefühle der Gläubigen nicht verletzen", erklärte ein Benetton-Sprecher.

Zu spät: Vatikansprecher Padre Federico Lombardi ist in Rage: "Es zeigt mangelnden Respekt für den Papst.“

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