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Culottes: So tragen wir die klassischen Hosen jetzt

Von Kim Kraft am Mittwoch, 8. Dezember 2021 um 17:27 Uhr

Culottes gehören zu den schönsten Hosen-Modellen, die wahre Klassiker sind und in den Kleiderschrank einer jede Modeliebhaberin gehören, weshalb wir euch genau erklären, was das Must-have so besonders macht und wie ihr es richtig in Szene setzt.

Ihr alle kennt bestimmt die schicken Hosen, die so weit sind, dass man sie leicht für einen Rock halten könnte – das ist eine Culotte. Der heutige Hosenrock passt zu verschiedenen Styles und Figurtypen – ist also praktisch ein wahrer Alleskönner in der Garderobe aller Damen! Er ist sowohl tauglich fürs Büro als auch für Street Style-Looks super geeignet und deshalb im Winter und auch für die warme Jahreszeit ein treuer Begleiter. Zum Glück, denn das klassische Must-have steht – mit dem richtigen Styling – jeder Frau und daher sollte auch jede Fashionista mindestens eine Hose in diesem Schnitt in ihrem Kleiderschrank haben. Das ist Grund genug, um ein wenig rund um das elegante Piece zu recherchieren und euch zu verraten, woher die beliebte Hose kommt, welche Modelle im Trend liegen, wie ihr sie richtig stylt und welches Modell zu welchem Typ Frau passt.

Die Culotte: Ursprünglich eine Männerhose!

Ursprünglich war die Culotte tatsächlich eine reine Hose für Männer. Natürlich sah die Culotte nicht immer so aus, wie wir sie heute kennen. Gut 300 Jahre Geschichte haben sie zu dem gemacht, was sie heute ist – nämlich ein Must-have! Der Name "Culotte" kommt, wie der Klang schon vermuten lässt, aus dem Französischen. Deshalb wird es auch "Külott" ausgesprochen. "Cul" bedeutet soviel wie "Gesäß". Adelige trugen Items aus Stoffen, wie Samt oder Seide und das Modell aus Leder begleitete sie zum Reiten. Ein Großteil der einfachen Leute trugen ihre Hose zumeist aus Leinen oder Wolle, weshalb die Culotte auch die allgemein übliche Hose im gesamten westlichen Europa war. Noch bis ins 20. Jahrhundert hinein wurde sie immer noch bei festlichen Anlässen am Hof getragen und seitdem hat sie sich stark verändert und wie wir finden: auf jeden Fall zum Positiven! Denn der weite Hosenrock mit hohem Bund schmeichelt uns Frauen doch wirklich mehr als das ursprüngliche Modell.

Der Schnitt der Culotte

Was die Passform der Culotte angeht, gibt es da wenig Spielraum, denn sie fällt immer weit aus. Zwar liegen einige Modelle enger am Bein an, doch der Großteil dieses Kleidungsstücks nimmt voluminöse Formen an. Allerdings sorgen verschiedene Materialien für Abwechslung. Ob Baumwolle, Leder oder Seide – die Auswahl für Damen ist riesig. Wichtig bei der Culotte ist allerdings, dass sie maximal über den Knöchel eures Fußes reichen sollte. Der Spielram nach oben ist dafür variabel, sodass einige Modelle auch nur kurz über die Beinmitte reichen. Dagegen saß die Hose, die ihren Ursprung in der Männermode des 17. und 18. Jahrhunderts hat, zu früheren Zeiten noch sehr eng und endete kurz unter dem Knie.

 

Wie kombiniert man die Culotte richtig?

Die Culotte gibt es in vielen verschiedenen Schnitten, Variationen und aus den unterschiedlichsten Stoffen. Je nach Modell unterscheidet sich der Look. Generell ist das Styling des Hosenrocks jedoch ganz easy. Das liegt gerade daran, dass die Hose sowohl fürs Büro, als auch für ein Date oder eine Shoppingtour in der Stadt perfekt geeignet ist. Für das Styling des Klassikers gibt es vor allem zwei Kombinationsmöglichkeiten. Der legere Schnitt des Items verdeckt bereits viele weibliche Kurven unter der voluminösen Passform – das kann bei einigen Ladies ein Vorteil, bei anderen Frauen wiederum ein kleiner Nachteil sein. Bei den meisten Figurtypen ist es deshalb umso wichtiger, die Taille zu betonen. Je weiter die Culotte geschnitten ist, desto wichtiger ist die Fokussierung auf eure Körpermitte. Das funktioniert zum Beispiel mit einem Cropped Top oder einem Gürtel sehr gut. Auch eng anliegende Shirts, Blusen oder Tops sind in Kombination mit der angesagten Hose die idealen Stylingpartner. Wer seine weibliche Silhouette dagegen nicht ganz so sehr in den Fokus rücken möchte, der kann auch weite und lange Oberteile zur Culotte kombinieren und kreiert damit einen super lässigen und coolen Street Style-Look. Für alle anderen gilt: ein langes Oberteil in die Hose stecken oder zumindest einen kleinen Bereich von Bluse, T-Shirt und Co. locker vorne in den Hosenbund verstauen. 

Die passenden Schuhe zur Culotte

Auch in Sachen Schuhen ist bei der Culotte einiges möglich. Weiße Sneaker gehen beispielsweise immer, aber auch Slipper, Ballerinas und Co. sind durchaus eine stylische Option und machen sich perfekt zum Sonntagsbrunch, für einen Shoppingtrip oder auch ein Date. Bei weitsitzenden und schwereren Modellen des Hosenrocks solltet ihr bei eurer Schuhwahl am besten darauf achten, dass ihr leichte und optisch filigranere Modelle wählt. Denn: je feiner der Schuh, desto eleganter und weiblicher der Look. Zu der Culotte im Office könnt ihr am ehesten schöne Pumps und eine süße Bluse oder auch ein weißes T-Shirt kombinieren. Fertig ist der perfekte Business-Look, mit dem ihr stylisch und seriös zugleich ausseht. 

Das solltet ihr beim Styling mit euren Schuhen beachten

Noch ein kleiner Tipp: Alle Ladies, die nicht mit endlos langen Beinen gesegnet sind, sollten bedenken, dass die Culotte die Beine noch kürzer erscheinen lässt. Deshalb gilt: Wer seine Beine lang und schlank in dieser Hose sehen möchte, sollte unbedingt Heels tragen!

 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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So stylisch sind Culottes aus Jeansstoff

Neben Modellen aus Baumwolle, Leinen und Co. erfreut sich auch ein weiteres spezielles Modell der Culotte großer Beliebtheit: nämlich Varianten aus Jeans! Diese kommen in großer Vielfalt daher und machen noch mehr Lust auf einen stylischen Look. Ob in klassischem Blau, in White-Denim oder angesagten Creme- und Brauntönen – die Trendteile verleihen uns sofort einen stilvollen und dennoch super lässigen Look. Beim Styling könnt ihr beispielsweise auf weiße Blusen mit süßen Puffärmeln sowie weiße Sneaker setzen, aber auch zu schickeren Anlässen ist die Jeans-Culotte ein treuer Begleiter. Zur edlen Seidenbluse und eleganten Riemchensandalen entsteht ein spannender Kontrast und ihr könnt locker mit den Modebloggern und Streetstyle-Profis mithalten.

Ihr seid kein Fan von Denim? Neben dem Must-have aus derben Jeansstoff gehören natürlich die klassischen Modelle aus fließenden Stoffen weiterhin in einen stylischen Kleiderschrank. Im Zuge des Utility-Trends liegen vor allem Items in gedeckten Nuancen, wie Beige, Khaki oder Olivgrün, und mit aufgenähten Taschen-Details voll im Trend und sind zahlreich in den Onlineshops der coolsten Labels vertreten.

Culottes für wirklich mutige Frauen

Wirklich mutige Ladies kombinieren die Hose mit sichtbaren Socken in den Schuhen. Das heißt: Ob Pumps oder Mules, tobt euch gerne aus! Durchwühlt einfach mal eure Socken-Schublade nach den extravagantesten Strümpfen. Von Schwarz bis Neon, von Baumwolle bis Nylon – mit diesen Varianten fügt ihr einen weiteren coolen Akzent zu eurem Look hinzu. Vor allem wird die Hose so auch an den kälteren Tagen zu einer tragbaren und wärmenden Option. An den wärmeren Tagen sorgen wiederum Sandalen mit feinen Riemen, Schlaufen oder Schleifen für ein stylisches Statement.

 

 

 

 

Culottes: Zu jeder Jahreszeit einsetzbar

Apropos kältere Tage: Der Klassiker ist das ganze Jahr über tragbar. An kalten Tagen sind Culottes aus etwas dickeren Materialien wie Baumwolle die perfekte Lösung. Doch ihr müsst im Winter auch nicht auf die feineren Modelle verzichten – tragt unter dem Item eurer Begierde einfach eine Strumpfhose, so könnt ihr auch an kälteren Tagen eure liebsten Modelle ausführen. Eine weitere Alternative sind coole Stiefel, die erst oberhalb der Unterkante des Hosenbeins enden. Dagegen ist das Must-have in den darauffolgenden wärmeren Monaten noch entspannter und vielseitiger einsetzbar. Durch leichtere Stoffe und weitere Schnitte ist die Culotte in der heißen Jahreszeit nämlich super angenehm. Gerade, wenn ihr im Büro seid oder bei euren Schwiegereltern eingeladen seid, ist die Hose ein echter Segen. Denn die Weite der Hose bietet genügend Abkühlung und Schutz vor den warmen Sonnenstrahlen, ohne dass ihr zu viel Haut zeigt.

Zum welcher Figur passt welches Modell?

Das allerbeste an der Culotte: Sie steht wirklich jedem! Damit ihr nicht lange suchen müsst, sondern die Hose ausfindig macht, in der ihr euch besonders wohlfühlt, verraten euch, auf welches Modell ihr am besten setzen solltet:

A-Figur

Für Frauen mit A-Linie, also breiteren Hüften als Schultern, sind schmal geschnittene Culottes die idealen Begleiter. Auch aufgenähte Taschen oder andere Applikationen auf den Oberschenkeln solltet ihr vermeiden. Die Klassiker mit einer Bügelfalte sind genau das, was ihr braucht. Die Falte verlängert das Bein optisch und lässt es dadurch schlanker wirken. Für kleine Ladies dieses Figurentyps sind ebenfalls hohe Schuhe zu empfehlen. Und für alle A-Linien-Frauen gilt, wie fast bei jedem Outfit: Betont eure Taille! Am besten funktioniert das, indem ihr euer Oberteil vorne in die Hose steckt oder gleich ein Shirt zur Culotte kombiniert, was auf Höhe der Taille endet. Eine Jeans- oder Lederjacke, die auf ebenfalls nicht über die Taille reicht, betont eure schanke Mitte dann noch mehr.

H-Figur

Frauen mit wenig Rundungen, die auch sehr schlank gebaut sind, können sich mit dem Styling der Culotte austoben. Sie können voluminöse Items mit weiten und langen Oberteilen kombinieren und ihren ganzen Körper in Stoff hüllen. Wer seiner H-Figur aber mehr Formen zaubern möchte, kombiniert eine weite Culotte mit einem kurzen Oberteil, so liegt der Fokus auf der Taille und ihr beschert euch eine harmonische Silhouette.

O-Figur

Vorsicht, wenn ihr eine O-Figur habt! Für euch sind sehr schmal geschnittene und mit Mustern versehene Hosenröcke zu empfehen. Kombiniert diese am besten mit einem etwas weiteren Oberteil, welches ihr in den Hosenbund schiebt. Dadurch wird eure Körpermitte betont und ihr erhaltet eine Sanduhr-Silhouette. Auch für euch sind Schuhe mit Absatz in Kombination mit einer Culotte die perfekte Kombi, da sie eure Silhouette optisch streckt.

V-Figur

Wenn eure Schultern breiter sind als eure Hüften, sollten vor allem längere und weitere Culottes in eurem Kleiderschrank zu finden sein. Setzt eure Körpermitte in Szene, indem ihr zu einem eng anliegenden Oberteil greift und dieses in die Hose steckt. Bei großen und schlanken Frauen kann das Oberteil dagegen auch gerne etwas länger ausfallen und über den Bund der Culotte reichen.

X-Figur

Frauen, die mit einer Sanduhr-Figur gesegnet sind, tragen am besten ein Modell, welches von ihrer Hüfte bis zu den Knöcheln oder den Waden reicht. Wenn ihr das eine oder andere Kilo optisch wegschummeln wollt, sind hohe Schuhe die perfekte Wahl zur Culotte. Shoppt dazu am besten schmal geschnittene Oberteile und steckt ein Stück des Shirts ganz locker in den vorderen Hosenbund, dies betont die Taille und lässt euch schlanker wirken.

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