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Deutscher Model-Crush! Topmodel Franzi Müller im Interview

Von GRAZIA am Donnerstag, 4. September 2014 um 10:23 Uhr

Es gibt sie noch. Die Topmodels, die beim Interview entspannt und ungeschminkt vor einem sitzen, herrlich drauflos plappern und haargenau das sagen, was sie wirklich meinen. Das deutsche Model Franzi Müller (Seeds Management) gehört in diese Kategorie. Die Berlinerin kam zum GRAZIA-Big Fashion Shoot nach Hamburg und verriet uns vorher bei Kaffee und Quatschmach-Selfies ein paar Branchen-Insides. Unser Fazit nach einstündigem Gespräch: Franzi, du rockst!

Fashion-Shoots oder Runway-Shows?

Ich mag lieber Shootings muss ich sagen. Es ist einfach ein bisschen persönlicher, privater. Man hat die ganzen Leute um sich herum, kann viel eher in eine Rolle schlüpfen, als man es bei einer Modenschau könnte. Das schätze ich wirklich sehr – und ich Liebe es, danach die Bilder anzugucken. Eine Modenschau ist viel schnelllebiger. Haare und Make-Up dauern ewig und dann ist man im Endeffekt nur 30 Sekunden draußen. Das ist definitiv mit viel mehr Stress verbunden.

 

Was war dein peinlichstes Model-Erlebnis bisher?

Mein Peinlichstes: ich bin einmal auf dem Runway hingefallen. Das war unendlich unangenehm – da gibt es gar keine Worte für. Ich werde nicht verraten, wo das war.

 

Was trägst du auf Reisen immer bei dir?

Natürlich so Standard-Dinge, wie mein Handy. Mein Freund verarscht mich schon immer, weil er sagt, dass mein Handy mein Leben sei.

 

Du hattest dich für BWL an der Uni eingeschrieben – kannst du dir ein Leben ohne das Modeln gerade überhaupt vorstellen?

Ich hatte schon einen Studienplatz sicher, aber dann habe ich mit dem Modeln angefangen und mich mit meiner Agentur abgesprochen, dass es auf ein Jahr mehr oder weniger auch nicht drauf ankommt. Ich werde halt schauen, wie ich es vereinbaren kann. Modeln ist natürlich eine endliche Sache. Wenn ich sage, ich höre mit 25 auf – dann konzentriere ich mich aufs Studium. Aber wenn es dann noch super läuft, mache ich natürlich weiter. Und fange ein Fernstudium an. Finanzen/Wirtschaft - ich bin kein Mathebrain, aber total realistisch. Denn egal, in welchem Bereich ich arbeiten werde, kann mir das Studium helfen. Ich möchte mich selbstständig machen, das ist minimal in Planung – aber mehr kann ich nicht verraten.

 

Du wirst viel im Ausland gebucht – hast du viel Kontakt zu anderen deutschen Girls aus der Modelbranche?

Im Ausland sagt man nicht, dass wir Deutschen total glucken. Aber natürlich habe ich meine Mädchen, bei denen ich mich super doll freue, wenn ich sie sehe. Die deutschen Mädchen kenne ich vom Privatleben natürlich am ehesten. Lena Bartels, Antonia Wesseloh, Esther Heesch, Lena Hart – Mit einigen von denen habe ich auch schon zusammen gewohnt.

 

In welchen Looks und Designern siehst du dich persönlich am Liebsten?

Ich mag sehr gerne Flatterkleider aus langen, dünnen Stoffen. Mir gefallen Designs von Valentino – wunderschöne Kleider. Was ich aber auch echt gerne mag, ist Phillip Lim – da war ich ja auch schon Kampagnen-Gesicht. Und Givenchy finde ich auch toll.

 

Wie stehst du zu den deutschen Designern und Labels auf der Berlin Fashion Week?

In Berlin bin ich ja auch meistens dabei. Ich finde, dass wir mittlerweile relativ viele Leute haben, die gut Fuß gefasst haben. Echt traurig bin ich, dass Achtland nicht mehr da ist. Erstens finde ich die Jungs richtig toll und zweitens ist die Mode wunderschön. Malaika Raiss ist so mädchenhaft und zart. Ich mag viele von den Looks, die ich anziehen soll.

 

Welche Fashion Week findest du am spannendsten?

Paris! Die Fashion Week ist bei weitem am anstrengendsten, weil sie die letzte im Monat ist. Ich fühle mich aber so heimisch in Paris.

 

Wie groß ist eigentlich dein eigener Kleiderschrank?

Auf Reisen bin ich immer sehr gut organisiert, aber mein Kleiderschrank ist eine Katastrophe. Gerade habe ich mit meinem Freund erst eine Diskussion gehabt, weil er mich so angemeckert hat. Mein Kleiderschrank ist wirklich riesig… Aber ich hasse auch solche Wandschränke. Wir wollen zusammenziehen und er meinte: Wenn ich nicht so eine Riesenschrankwand möchte, muss ich halt ausmisten.

 

Aber kannst du dich gut von deinen Teilen trennen?

Nee, das fällt mir echt schwer...

 

Interview: Ann-Charlott Karsten

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