Die Tory Burch Show in New York feiert die Rückkehr der puren Eleganz

Wenn die Welt hektischer wird, antwortet Tory Burch mit zeitloser Schönheit: Ihre neue Kollektion in New York steht für pure Eleganz und langlebigen Stil. GRAZIA sprach mit der Modeschöpferin nach der großen Show.

Die Tory Burch Show in New York feiert die Rückkehr der puren Eleganz© Andrea Adriani/launchmetrics.com/spotlightInterview
Tory Burch Spring/Summer 2027 Show in New York.

Es gibt Modenschauen, die im Gedächtnis bleiben – und es gibt Momente, die ein ganzes Gefühl einfangen. Als Tory Burch am gestrigen Abend ihre Spring/Summer 2027 Kollektion im ikonischen Isamu Noguchi Sunken Garden in New York enthüllte, wurde schnell klar: Hier geht es um weit mehr als flüchtige Trends. Es geht um die pure, unverfälschte Freude am Sich-Kleiden.

Zwischen den harmonischen, kreisförmigen Steinformationen des Skulpturengartens inszenierte Burch eine Modenschau, die wie die persönliche Kollektion einer modernen Ästhetin wirkt. “Opulente Femininität trifft auf amerikanischen Pragmatismus, gesehen durch das Auge einer Sammlerin”, fasst die Designerin ihre Vision zusammen. Direkt nach dem Finale trafen wir Tory Burch backstage. Auf die Frage nach der Kernbotschaft ihrer neuen Entwürfe antwortete die US-Designerin mit spürbarer Begeisterung:

Frauen lieben die Zeremonie des Sich-Anziehens. Sie wollen die Freude spüren, die darin liegt. Wenn die Welt um uns herum weniger optimistisch wirkt, müssen wir die Freude in den kleinen Dingen suchen.

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Die Top 3 Highlights vom Tory Burch SS27 Runway

1. Tiefe Taille bei Röcken

Röcke wandern in dieser Saison spürbar tiefer auf die Hüfte. Ob gesteppte Visikose-Satinröcke, tiefer sitzende Bleistiftmodelle mit zarten Stickereien oder lässige Skirts aus tie-dyed Lack-Leinen – die Silhouette wirkt entspannt, modern und gibt klassischer Eleganz einen jugendlichen, mühelosen Twists.

2. Optimistisches Color Blocking

Ein farblicher Stimmungsaufheller für die Garderobe: Strahlendes Vermillion, Türkis, Koralle, Mint und Buttergelb bilden aufregende Kontraste zu tiefem Schokoladenbraun und kühlen Neutrals. Es ist eine Palette, die Zuversicht und Leichtigkeit ausstrahlt.

3. Skulpturale Accessoires, Schals & Federn

Ein absoluter Blickfang auf dem Laufsteg: Die voluminösen Schals und Boas aus handgefertigten, einzeln bemalten Seidenfedern und texturierten Pompoms, die sich wie Kunstwerke um den Hals legen. Dazu gesellt sich ausdrucksstarker Schmuck aus geschichteten Harzperlen und geknotetem Nylon sowie Brillen mit sportlichen Speed-Frames.

GRAZIA im Interview mit Tory Burch

GRAZIA Head of Social Media Isabella Di Biase traf die Designerin nach der großen Show in New York höchstpersönlich zum exklusiven Interview. Mode, so Burch im Gespräch, erfülle in unsicheren Zeiten auch eine schützende Funktion. Ihr Ziel für SS27 war es daher, Frauen Vielfalt und Raum für persönliche Individualität zu schenken. In dieser Saison ließ sich die Designerin außerdem vom Konzept des Sammelns inspirieren – nicht im Sinne flüchtiger Konsumlust, sondern als zeitlose Philosophie.

Ich liebe es, zu sammeln – sei es Porzellan, Töpferware oder antik gestaltete Textilien. Das habe ich von meiner Mutter und Großmutter geerbt. Für mich geht es nicht um Dinge, die schnell in und wieder out sind. Es geht darum, Lieblingsteile zu erschaffen, die man über Jahre hinweg aufbewahrt und schätzt.

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Diese Faszination für Raritäten wie Imari-Porzellan oder Mocha Ware übersetzte Burch in eine Fülle feinfühliger Texturen: Fluffige Granny Cardigans mit Chenille-Stickereien und Seidenfedern wurden über zart bestickten Bleistiftröcken getragen. Eben teile, die auf dem zweiten Blick mehr Details offenbaren. Auf die Frage, aus welcher Epoche die Inspiration für ihre Entwürfe stammt, erteilte Burch starren Trend-Rastern eine Absage:

Ich versuche bewusst, Kollektionen zu entwerfen, die an keine bestimmte Dekade gebunden sind. Ich denke oft an Claire McCardell – eine Pionierin der American Sportswear. Mir geht es um Dinge, die Langlebigkeit besitzen.

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