Fashion

Dior Cruise 2019: Das große Mode-Spektakel bei Paris

Von Linnea am Dienstag, 29. Mai 2018 um 10:21 Uhr

Am vergangenen Wochenende fand in der Nähe von Paris die Dior Cruise 2019 Show statt, die bewies, dass Feminismus und Weiblichkeit durchaus Hand in Hand gehen…

Text: Lena Benzrath

Als wollte der Himmel die dramatische Kulisse untermalen: Pünktlich zur Cruise-2019 des französischen Modehauses Dior fängt es in der historischen Kleinstadt Chantilly bei Paris an zu gewittern. Dunkle Wolken hängen am Freitagabend über dem Ort, der Verkehr aus Paris ist dicht, es gibt eine Verspätung von etwa einer Stunde. Und Kreativdirektorin Maria Grazia Chiuri sorgt sich Backstage: "Ich kann nicht rausgehen, ich kann nicht nachsehen. Ich mache mir zu viele Sorgen darüber, was ich sehen könnte." Doch die Sorge ist vollkommen unbegründet – denn was die rund 700 Gäste in Chantilly erwartet, ist ein großartiges, atemberaubendes Spektakel, über das danach die ganze Modewelt sprechen wird.

Dior Cruise 2019: Eine mexikanische Tradition als Inspiration

Die Reitanlage des Schloss Chantilly wurde für den Abend in eine mexikanische Rodeo-Szenerie verwandelt. Die Show beginnt. Die Hufe von acht Pferden treffen auf den Sand im Ring, darauf sitzend acht extra für die Dior-Show aus Mexiko und Phoenix eingeflogene Escaramuza-Reiterinnen in traditioneller Tracht, entworfen von Maria Grazia Chiuri. Besser könnte das Motto "Diorodeo" nicht passen! Als die Models den verregneten Laufsteg betreten, ist das Bild perfekt. Wie die Rodeo-Reiterinnen tragen sie schmal taillierte Kleider, Blusen und Röcke mit Rüschen, Blumen und Stickereien, bunten Westernhüte mit passendem Schmuck. Was zunächst bloß superfeminin wirkt, hat vor allem eine starke Botschaft: Die Escaramuza-Reiterinnen, die sich im Rodeo in einer Männerdomäne befinden, sind ein Zeichen für Feminismus. Anstatt ihre Männer oder Söhne beim Rodeo zu bejubeln, steigen diese nämlich selbst auf den Sattel. Seitlich sitzend und in ausdrucksstarken, aufwendigen Kostümen.

Dior-Cruise-Show-2019

©Adrien Dirand

Looks mit Message

Feministisch zu sein muss nicht bedeuten, nicht weiblich gekleidet sein zu können, so die Botschaft, Vision und Inspiration Maria Grazia Chiuris. Diese schaute für die Kollektion außerdem in Richtung der sogenannten Adelitas, also den Soldatinnen, die während der mexikanischen Revolution mit roten Lippen, bestickten Kleidern und taillierten Jacken für ihr Land kämpften. Die neueste Kollektion der Dior-Designerin ist also wieder eine stark feministische, wie auch die vorhergehenden. Dies sei eine ihrer besten Kollektionen, schreibt die Modewelt. "Was für ein Fashion-Moment!", schwärmt zum Beispiel Modekritikerin Suzy Menkes. Diese saß neben Gästen wie It-Girl Alexa Chung, Model Arizona Muse, Schauspielerin Natalia Dyer und Journalistin Carolina Issa im Publikum.

Alexa-Chung-Dior-Cruise-Show

©Dior

Furchtlos und Feminin – die Kreationen von Maria Grazia Chiuri

Für die Zwischensaison gibt es im Herbst also Looks, in denen wir uns richtig stark, aber auch fraulich fühlen können: Spitze, Stickereien, schmale Taillen, voluminöse Röcke und Muster aus Flora und Fauna treffen auf schwarze Krawatten, auf den Leib geschneiderte Jacken, Reiterhosen, derbe Stiefel aus Gummi. Dazu Reithüte und Sombreros, entworfen von Diors hauseigenem Hutmacher Stephen Jones. Und all das in perfekt-dramatischer Kulisse der Reitanlage des Schloss Chantilly mit den beindruckenden Pferden, charismatischen Reiterinnen und dem heftigen Regen, vor dem sich die Gäste mit Schirmen schützten. Die Models und Reiterinnen liefen jedoch furchtlos durch das Gewitter – was die feministische Botschaft des "Diorodeo" jedoch nur noch mehr verdeutlichte. Denn uns starken Frauen macht das Bisschen Regen und Sturm doch nichts aus…

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