Fashion

Haute Couture Paris: Upcycling-Kleider bei Viktor & Rolf

Von Gast (nicht überprüft) am Donnerstag, 26. Januar 2017 um 10:58 Uhr

Wer sich die Bilder von Viktor & Rolf ansieht, der spürt, dass etwas in der Luft liegt. Als die ersten Roben über den Laufsteg schwebten, sah man gleich, dass die Kleider etwas Besonderes haben – nicht nur, weil sie aussehen wie wild zusammengeschustert, sondern weil die neuen Kleider tatsächlich etwas Historisches an sich haben.

"Upcycling" hat sich das Designerduo Viktor & Rolf wirklich zu Herzen genommen. Auch bei der diesjährigen Haute Couture Show machten sie aus alt ganz einfach neu. Die Designer nahmen Vintagekleider, die teilweise sogar leicht zerstört waren und schusterten die unterschiedlichsten Fragmente aus den verschiedensten Epochen zu ganz neuen Roben zusammen.

Viktor & Rolf ist bekannt für extravagante, ausgefallene und ungewöhnlichen Designs. So präsentierten sie zum Beispiel schon Kleider, die sich in einen Bilderrahmen mitsamt Leinwand verwandeln ließen. Bedenkt man diese Experimentierfreudigkeit der Designer, dann ist die diesjährige Haute Couture Kollektion überraschend klassisch und tragbar.

Tüll und Pastell bei Viktor & Rolf

Das große Finale von Viktor & Rolf bestand aus vier ausladenden Kleidern und einer ganzen Menge Tüll. Auch die kürzeren, weniger ausladenden Kleider bedienen sich an dem Stoff, der in Form von Volants die Roben schmückte. Die gesamten Looks strahlen in allen Farben des Regenbogens und überzeugen dank der Geschichte der einzelnen Stücke durch eine ganz besondere Einzigartigkeit.

Die Schönheit kommt aus dem Unvollkommenen

Die Roben von Viktor & Rolf bestanden also nur aus Fragmenten, die liebevoll mit Goldnähten zusammengesetzt wurden. Damit ahmen die Designer eine Technik der chinesischen Porzellanreperatur nach und beweisen, wie schön etwas sein kann, was eigentlich unvollkommen ist. Die Kleider sind so vielfältig zusammengesetzt, dass einen mit jedem Blick eine neue Überraschung erwartet.