Fashion

GRAZIA Talk mit: Alexandra Kiesel

Von GRAZIA am Dienstag, 17. Januar 2012 um 22:49 Uhr

Sie konnte Marc Jacobs' Modeherz gewinnen! Und das nicht nur mit ihrem "Marc loves Me" T-Shirt, das sie beim Wettbewerb des wichtigsten deutschen Nachwuchspreises, dem "Designer for Tomorrow Award", trug. Alexandra Kiesel verrät GRAZIA, was ihren Stil, besonders macht ...

Morgen ist Ihr großer Tag. Was erwartet uns auf dem Laufsteg?

"Ich bin meinem Baukasten-Prinzip natürlich treu geblieben. Ich finde es schön, damit zu spielen und auch mit Neuem zu überraschen. Und wenn man sich meine neue Kollektion genau ansieht, erkennt man sofort die digitalen Drucke. Diese wurden von sechs Berliner Künstlern entworfen. Darunter ist Malerei, Street-Art und Illustration. Alles findet sich in verschiedenen Prints auf den 29 Kollektionsteilen wieder."

Wie hat sich diese Kollektion im Vergleich zur Letzten weiterentwickelt?

Es ist alles viel professioneller geworden. Das wird alleine schon an den Accessoires deutlich. Die waren in der vergangenen Saison eher noch ein Beistück, jetzt sind sie ein festes Element mit eigenem Charakter.

Gibt es etwas, was Ihnen Marc Jacobs mit auf den Weg gegeben hat? Einen Tipp aus der Hand des Stardesigners quasi?

"Marc hat mir ganz klar gesagt, dass es okay ist, Kunst zu machen, aber dass es wichtig ist, dass die Leute diese auch tragen wollen."

Zeigen Sie morgen also eine tragbare Kollektion?

"Ja, ich denke schon. Ihr habt in der GRAZIA einen Report über meine Zeit in New York gemacht und die Skizze eines Kleides im Heft veröffentlicht. Ich denke, das ist ein gutes Zeichen dafür, dass meine Sachen auch tragbar sind. Deshalb habe ich gleich drei ähnliche Looks, die ich diese Saison zeigen werde, 'GRAZIA' genannt. Der Eröffnungs-Look ist beispielsweise einer davon."

Wie würden Sie den Typ beschreiben, der Ihre Entwürfe trägt?

"Sie sollten schon sehr individualistisch und modemutig sein. Alleine schon wegen der Prints. Aber trotzdem sollten sie klassische Schnitte lieben und das alles nicht zu ernst nehmen. Es sind alles Sachen, die keinem Trend entsprechen, sondern eher einen eigenen Trend erschaffen."

Haben Sie ein Design-Vorbild?

"Ja, Coco Chanel als Person und ihre modischen Innovationen. Sie hat Jersey in die Mode gebracht und auch die Hose für die Frau erfunden. Sie hat viel Neues gewagt."

In welcher Preisliga sehen sie Ihr Label?

"Schon nicht zu teuer, aber auch nicht günstig. Es sind ja schon exklusive Stoffe und Strickarbeiten, die viel Geld kosten. Aber es soll nicht zu abgehoben sein. Es soll ein Zwischending werden, das auch einfache Teile bietet."

Welcher Star sollte Ihre Sachen tragen?

"Tilda Swinton. Sie ist eine, die sich noch was traut."