Fashion

Influencerin Carmushka über ihren Job auf Instagram, ihre liebsten Herbst-Trends und ihre privaten Zukunftspläne

Von Jenny am Montag, 28. Oktober 2019 um 08:00 Uhr

Wir haben Carmen Kroll alias Carmushka zum großen GRAZIA-Talk getroffen und alles darüber erfahren, wie ihr Erfolg auf Instagram entstanden ist, welche Hebst/Winter-Trends es der gebürtigen Düsseldorferin angetan haben und wie ihre privaten Zukunftspläne aussehen...

Carmen Kroll, die ihrer Community unter dem Namen Carmushka bekannt ist, hat sich längst auf Instagram einen Namen gemacht und gilt als eine der Ladies, die in Sachen Fashion ganz klar den Ton angeben. Und das nicht nur, weil sie stets mit stilsicheren Looks überzeugt, die wir am liebsten sofort nachshoppen wollen, sondern auch ihr eigenes Mode-Brand "Oh April" gründete und hier ihrer Leidenschaft mit eigenen Kreationen Ausdruck verleiht. Da die Fashionista die Trends der Stunde selbst mitbestimmt, verkörpert sie den Tag unserer GRAZIA x Instagram Inspirational Shopping Week, welcher unter dem Motto Fashion Fever steht, wie keine andere. Wir haben die 26-Jährige zum Interview getroffen und alles über den Weg zu ihrem Instagram-Erfolg, ihre liebsten Mode-Trends und ihre Pläne abseits von Social Media erfahren.

1. Wie bist du zu deinem Erfolg auf Instagram gekommen?

Wer entscheidet eigentlich darüber, was Erfolg ist? Für mich bedeutet Erfolg, die Freiheit zu haben mein Leben so zu gestalten, wie ich möchte und das zu tun, was mich erfüllt. Denn, wer glücklich ist, der ist erfolgreich im Leben. Und das würde ich für mich sofort unterschreiben. Und ich werde tatsächlich oft gefragt, was mir bisher so zu meinem Glück verholfen hat. Eine Anleitung oder ein Geheimrezept habe ich aber leider nicht in der Schublade. Ich glaube einfach, dass meine Denkweise einen großen Anteil an dem hat, wer und wo ich heute bin. Ich vertraue schon immer auf mich und meine Stärken und habe mich vor allem getraut, neue Ideen umzusetzen und etwas Eigenes zu kreieren. 

 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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2. Was glaubst du, macht dich und deine Beliebtheit als Influencerin aus?

Ich weiß, dass meine Follower meine Authentizität zu schätzen wissen. Ich bin eben so, wie ich bin und dazu stehe ich auch. Ich traue mich deshalb auch, vermeintliche Tabuthemen anzusprechen, wie beispielsweise meine Panikattacken früher. Das kostet Mut. Aber die Dankbarkeit, die ich dafür zurückbekomme, ist es jedes Mal wieder wert. 

3. Was macht für dich die GRAZIA x Inspirational Shopping Week so besonders?

Ich bin sehr begeistert von der Idee, Shops zu feiern, die bereits die Instagram Shopping-Funktion nutzen, denn dieses Tool nutze ich selbst seit einiger Zeit schon super gerne. Außerdem finde ich es toll, dass von groß bis klein alle möglichen Shops vertreten sind. Kleine, aufstrebende Brands zu unterstützen ist mir immer ein großes Anliegen, weil ich selbst weiß, wie viel Liebe, Zeit und Herzblut hinter einer Gründung steckt.

4. Welches Fashion-Brand unserer Inspirational Shopping Week hat es dir sofort angetan?

Das ist schwierig zu sagen, denn ich freue mich vor allem darauf, gerade die mir unbekannten Brands zu entdecken und in deren Shops zu stöbern.  

5. Welche Kleidungsstücke dürfen für dich in keinem Kleiderschrank einer jeden Frau fehlen?

Ich bin ein großer Fan von Kombinationen aus Klassikern und It-Pieces. Ich trage gerne tolle Materialien auf der Haut und investiere dann gerne auch in zeitlose Stücke, wie einen tollen Mantel oder bequeme Ankle-Boots. Was für mich gerade im Herbst nicht fehlen darf, ist allerdings die richtige Kopfbedeckung. Ich liebe Hüte und finde, dass ein guter Hut in keinem Schrank fehlen darf – weder bei Frauen, noch bei Männern!

 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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6. Was sind für dich die drei größten Herbst/Winter-Trends?

Nummer eins und zwei sind definitiv Farben und Muster. Ich habe super viele tolle Kleider und Blusen mit ausgefallenen Prints und gewagten Farbtönen bereits erspäht und werde mir das eine oder andere Trendteil definitiv zulegen, vermutlich wird es etwas in dem angesagten Hahnentrittmuster. Außerdem wird alles noch größer, denke ich – Oversize wird nicht nur bei Mänteln eine Rolle spielen.

7. Du hast dein eigenes Fashion Label "Oh April" gegründet. War es für dich eine schwere Entscheidung, dich selbstständig zu machen?

Bei mir war es ein schleichender Prozess in die Selbstständigkeit und keine Hau-Ruck-Aktion. Ich habe zunächst neben meinem Studium angefangen, mich vor allem auf Social Media zu konzentrieren. Mein Blog und meine Arbeit ganz allgemein als Content Creatorin wurden dann nach und nach zu einer Selbstständigkeit und mit der Gründung unseres eigenen Labels hatte ich dann also zwei verschiedene Selbstständigkeiten.

8. Was würdest du anderen Frauen raten, die sich mit ihrer Idee selbstständig machen wollen?

GO FOR IT! Aber seid euch vorher im Klaren, was eine Selbstständigkeit bedeutet. Ja, es bedeutet, sein eigener Chef zu sein und seine Träume zu verwirklichen. Aber es bedeutet auch vor allem eines: selbst und ständig zu sein. Das muss man wollen, um es am Ende auch bewältigen zu können.

9. Viele schauen zu dir hoch, lieben deinen Stil, deine Kreationen von "Oh April" und fühlen sich von dir inspiriert. Wer sind deine eigenen Stilvorbilder?

Ich habe kein Stilvorbild. Ich trage einfach das, was mir gefällt. Ich bin auch nicht wirklich auf spezielle Marken fixiert, manchmal höre ich auf Events Fashion Blogger über Brands und Trends sprechen, von denen ich noch nie gehört habe. Ich höre statt auf Namen, lieber auf mein Gefühl. 

10. Was ist der beste Modetipp, den du je bekommen hast?

Qualität vor Quantität. Früher habe ich unzählige Klamotten gekauft und gehortet, die dann aber nach zwei Wäschen schon halb auseinanderfielen, also habe ich noch mehr gekauft. Das ist nicht nur überhaupt nicht nachhaltig, sondern auch bescheuert. Mittlerweile investiere ich lieber in hochwertige Teile, von denen ich dann auch langfristig etwas habe.

 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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11. Dein Leben, wie du es auf Instagram zeigst, ist super abwechslungsreich. Kannst du dennoch sagen, wie ein typischer Tag von Carmen aussieht?

Tatsächlich gleicht in meinem Alltag derzeit kaum ein Tag dem anderen, weil ich unglaublich viel unterwegs bin. Die einzige Konstante, die es gibt, ist eigentlich nur meine Morgenroutine. Ich versuche jeden Tag zur gleichen Zeit aufzustehen und bis ich aufgestanden bin und mich fertiggemacht habe, das Handy liegen zu lassen. Dann arbeite ich direkt zu Beginn meine To-Do-Liste für den Tag ab. Bei mir gibt es zunächst "Must Dos", also Dinge, die wirklich erledigt werden müssen, und zwar in drei verschiedenen Dringlichkeitsstufen: Prio 1, 2 und 3. Und alles unter Prio 1 wird täglich direkt schon morgens erledigt. 

12. Als Influencerin teilst du ständig Eindrücke aus deinem Leben. Wie schaffst du dennoch den Ausgleich?

Mein Privatleben ist mein Job und andersherum. Alle Selbstständigen kennen das Gefühl, eigentlich nie abzuschalten, da der Job einen immer und überall in Anspruch nimmt. Das ist bei mir nicht anders, aber weil ich diesen Job liebe und unglaublich gerne ausübe, fällt es mir auch nicht schwer. Und wenn ich doch einmal Ruhe brauche, dann nehme ich mir diese eben, mache einen Tag Storypause und starte am nächsten Tag wieder voller Elan durch. 

13. Verletzende Kommentare und Nachrichten von mehr oder weniger anonymen Usern sind die Schattenseiten des Lebens auf Instagram. Wie handelst du hier?

Ich weiß meine Qualitäten und Stärken, die mich ausmachen, an mir zu schätzen. Selbstbewusstsein kann man lernen und sich selbst zu lieben auch. Ich bin heute sehr dankbar dafür, so zu sein, wie ich bin und habe meine Einzigartigkeit erkannt. Daher lasse ich mir auch nicht von fremden, gesichtslosen Accounts im Internet irgendetwas anderes einreden. Das sollte niemand, so etwas darf man einfach nicht an sich heranlassen. Jeder ist genau so, wie er oder sie ist, auf seine oder ihre Weise perfekt. 

14. Du bist glücklich verheiratet und dein Liebster ist oft an deiner Seite. Gibt es Momente, in denen auch ihm dein Job, bei dem du viele Einblicke ins Private gewährst, zu viel wird?

Überhaupt nicht, mein Mann unterstützt mich von Beginn an in dem, was ich tue. Zudem ist er selbst aktiv auf Instagram und es ist für uns beide nicht hemmend, sondern hilfreich, dass wir zusammenarbeiten. 

 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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15. Natürlich kann es auch passieren, dass Instagram irgendwann nicht mehr in derselben Form existiert wie heute. Wie würden in diesem Fall deine Pläne aussehen?

Mir war es sehr wichtig, als Privatperson, also als Carmen Kroll, mein Label zu gründen. Oh April ist mein zweites, von Instagram unabhängiges, Standbein. Außerdem betreibe ich auf carmushka.de meinen eigenen Blog. Ich kann mir sowieso vorstellen, mich irgendwann einmal aus der Öffentlichkeit zurückziehen und vielleicht nur noch für Oh April zu arbeiten. Ich denke diesbezüglich nachhaltig und langfristig und habe früh schon großen Wert darauf gelegt, mich von der Plattform unabhängig zu machen.

Ihr wollt noch mehr von der sympatischen Düsseldorferin erfahren, die tagtäglich Einblicke in ihren Alltag gewährt, Fashion-Inspiration bietet und einem ein Lächeln aufs Gesicht zaubert? Dann folgt Carmen Kroll alias Carmushka am besten direkt auf Instagram! 💕

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