Fashion

Interview: Backstage-Talk mit Leyla Piedayesh von Lala Berlin

Von Susan am Mittwoch, 15. Januar 2014 um 18:12 Uhr

Beim Interview mit Leyla Piedayesh backstage vor der Lala Berlin Show ging es wild zu. Warum? Das erfahren Sie hier.

"Werdet wild und tut was Schönes" - passend zum Show-Motto auf der Mercedes-Benz Fashion Week Berlin hat mir Leyla Piedayesh, Designerin von Lala Berlin, im Interview erzählt, wo sie schon wilde Zeiten verbracht hat. Außerdem wurden beim anschließenden Foto-Shooting ziemlich wild die Haare geschüttelt.

Was war die Inspiration für die Kollektion, also was erwartet uns heute Abend?

Der Mix zwischen meiner Herkunft - den Orient binde ich ja sehr gern in meine Kollektionen mit ein - und meiner jetzigen Gegenwartssituation Berlin. Wir haben uns Berlin vor 20-25 Jahren angeschaut. Also die Beginne von der Punker Ära. "Werdet wild und tut was Schönes" war auch ein Spruch, den wir auf irgendwelchen Wänden gefunden haben.

Was ist Dir beim Casting der Models besonders wichtig?

Sie müssen eine Präsenz haben, gut laufen können, gut aussehen, frisch sind und jung sein. Nicht so sattgesehene Gesichter. Gute Newcomer gemischt mit ein paar Models, die man kennt. Mir ist wichtig, dass sie selbst eine Attitude haben.

Hatte Deine kleine Tochter dieses Mal Einfluss auf die Kollektion? Und ist sie an Mode interessiert?

Nein, gar nicht. Aber sie hat heute ihr Kleidchen gekriegt. Ich lass ihr ja immer ein Kleid machen. Und dann hat sie ein bisschen rebelliert, weil ihr die Farbe Blau überhaupt nicht gefällt. Obwohl sie das letzte Mal gesagt hat, sie will alles ein wenig mehr wie ihr Freund haben und nicht mehr alles in Rosa und Gold. Aber wenn man's ihr dann gibt, will sie doch wieder Rosa und Gold. Mode interessiert sie nur peripher, weil sie es durch mich mitbekommt. Aber natürlich mag sie Kleider.

Wie ist denn der Ablauf bei Dir an so einem Fashion Show Tag wie heute?

Der Ablauf ist so, dass man Direct Bookings aus Paris oder sonst irgendwoher bekommt. Dann wird das finale Fitting gemacht und die finalen Fittings mit dem Atelier bespricht, die machen dann die Änderungen. Dann werden im Büro die letzten Vorbereitungen getroffen. Morgens mache ich Yoga - versuche ich zumindest immer - damit ich etwas runterkomme. Klappt manchmal besser, manchmal weniger. Dann bin ich hier, dann lass ich mich ein bisschen schön machen. Dann kommen die Interviews, dann geht es los und dann ist es auch schon wieder vorbei.

Warum habt Ihr Euch für die Location (Palazzo Italia) entschieden?

Ich finde die Location sehr modern, sehr pur und ich mag die Materialien, die hier verwendet wurden. Außerdem mag ich die Vergangenheit hier, weil hier früher das Cookies war und ich hier eine wilde Zeit hatte. Werdet wild und tut was Schönes. Ich war hier ganz wild.

Was ist dein Go-to Outfit?

Ich bin der Jeans-Typ. Sneakers nicht unbedingt, sondern ich ziehe ganz oft Stiefel an.

Du bleibst Berlin treu, auch wenn andere größere Labels schon abwandern?

Ich bleibe Berlin treu, aber man muss auch immer sehen, wenn du größer wirst, hast du vielleicht auch andere Ziele. Da ist der Hauptfokus dann vielleicht nicht mehr Deutschland. Aber ich bin relativ glücklich, wo ich gerade bin.

Was sind denn Deine Hotspots in Berlin?

Ich bin eigentlich eine langweilige Maus und geh immer in die gleichen Restaurants und bestelle da dann auch das gleiche Essen. Es gibt das Grill Royal, das ich Liebe, das Pantry und seit Neustem bin ich auch ein totaler Fan vom Pauly Saal. Immer wenn ich essen gehen will, dann weiß ich auch nichts anderes. Da kenne ich dann auch jeden und das mag ich dann auch.

Und wie sieht dann der perfekte Tag für Dich aus, wenn der Fashion Week Stress vorbei ist?

Den ganzen Tag im Bett liegen! Oder ein Buch lesen oder mir einen Film nach dem anderen reinzujagen. Weil das entspannt fast noch mehr als ein tolles Buch. Da musst du dich gar nicht anstrengen. Ich habe gehört, dass du beim Fernsehen gucken weniger Kalorien verbrauchst als beim einfach nur rumsitzen. Du bist so matt - und das ist für mich ein perfekter Tag nach der Fashion Week. Nur noch abschalten und nichts tun. Ich kann mir aber auch vorstellen einfach auch den Computer wegzulassen und dann einfach nur unter der Decke zu bleiben.