Fashion

Interview mit Bloggerin Masha Sedgwick: "Ich bin quasi daueronline"

Von Susan am Freitag, 19. Juni 2015 um 12:55 Uhr
Masha Sedgwick bloggt unter ihrem Künstlernamen ganz persönlich über ihren Alltag und ihre Sicht auf die Mode. Wir haben mit der Fashion Bloggerin über Urlaub und ihre Arbeit gesprochen – und auch darüber, wie sie mit dem Bodywahn der Modebranche umgeht.

Was unterscheidet deinen Blog von anderen Modeblogs? Wie würdest du ihn in 5 Worten beschreiben?

Obwohl mein Blog den Schwerpunkt Mode hat, ist er gleichzeitig sehr persönlich, ähnlich wie ein Tagebuch und vielseitig dank Reise- und Beautykategorien. Der Leser ist ganz nah an mir und meinem Leben dran, was meinen Blog von vielen unterscheidet. Er ist sehr professionell aufgemacht, gleichzeitig sehr persönlich und vielseitig.

Erfolgreiche internationale Modeblogger werden immer dünner, um als Models arbeiten zu können und in die Samples zu passen, die geschickt werden. Bekommst du das auch zu spüren und wie gehst du damit um?

In der Modewelt hat man es tatsächlich einfacher, je dünner man ist. Dabei stellen Blogger nunmal keine Ausnahme dar und es ist schon so, dass man auch selbst gerne in die Samples passen möchte. Gleichzeitig beschäftigt man sich als Blogger automatisch viel mit der äußeren Erscheinung, schließlich sieht man fast täglich Bilder von sich, insofern hat man ein ganz anderes Bewusstsein für den eigenen Körper: man ernährt sich gesünder, treibt Sport und auch so hält die Mode einen auf Trab. So betrachtet gibt es zwar schon einen gewissen Druck, allerdings lastet er nicht so schwer auf mir, weil ich mich ja sowieso um einen gesunden Lebensstil bemühe - und das sieht man mir auch an!

Als Bloggerin bist du viel unterwegs - wie z.B. gerade bei der Bloggerworkation in Marrakech. Welche 5 Items hast du immer auf Flügen dabei?

Ich bin tatsächlich sehr viel unterwegs und fühle mich in den Flughäfen dieser Welt Zuhause, allerdings dürfen folgende 5 Sachen nicht fehlen, um mich wohl zu fühlen. Mein Macbook: Gerade im Flugzeug nutze ich die Zeit zum Arbeiten ohne abgelenkt zu werden, zB. Emails beantworten oder Bilder bearbeiten - Kopfhörer: am besten ohne Kabel! - eine Flasche Wasser: ich habe schnell das Gefühl „auszutrocknen“ wenn ich oben in der Luft bin, deswegen trinke ich besonders viel Wasser - ein schöner Schal: der hält nicht nur warm bei der Klimaanlage, sondern funktioniert notfalls auch als Decke - Kaugummis/ Lutschbonbons: Meine Wunderwaffe für den Druckausgleich.

Wenn man selbständig ist, hat man ja eigentlich nie richtig „Urlaub“ - wie schaffst du es auch mal ohne Instagram & Co. zu relaxen. Oder geht Digital Detox gar nicht mehr?

In meinem Beruf habe ich keinen klassischen Arbeitstag und deswegen auch keine klassischen Arbeitszeiten. Ich fange an zu arbeiten, wenn ich die Augen aufmache und höre auf, wenn ich sie schließe. Als Blogger verschwimmt Privates und Berufliches ganz stark, deswegen ist es schwer Grenzen zu setzen. Das hat natürlich Vorteile, genauso wie Nachteile, aber ein Digital Detox muss sorgfältig geplant und organisiert sein. Ich kann nicht einfach mal „Urlaub machen“ ohne zu bloggen, das ist in meinem Leben einfach nicht mehr drin. Ich bin quasi daueronline, aber es stört mich nicht, denn es ist nunmal die Welt in der ich lebe. Eine Welt, die selbst offline immer online ist.

Apropos Instagram: Was postest du am liebsten? Was funktioniert am besten? Und was geht einfach gar nicht?

Am liebsten poste ich auf Instagram typische Erinnerungsbilder, also Momentaufnahmen von schönen Orten oder mit Freunden. Selfies funktionieren dagegen am besten, dicht gefolgt von Essensbildern. Das ist allerdings nicht nur bei mir, sondern bei den meisten Bloggern so. Im Grunde ist Instagram eine bunte Plattform, die durch ihre Vielfalt lebt, insofern gibt es kein „No-Go“, was Postings angeht, es sei denn, sie verletzen andere dadurch.