Fashion

Israel verbietet Untergewichtigen das Modeln

Von GRAZIA am Mittwoch, 21. März 2012 um 17:55 Uhr

Israel stoppt den Magerwahn! Das Land hat jetzt ein neues Gesetzt erlassen, das die Beschäftigung von untergewichtigen Models untersagt.

Neben den bekannten Mode-Metropolen ist scheinbar auch Israel fashionmäßig dem Magerwahn verfallen.

Das Model Danielle Segal ist nur ein Beispiel von vielen Fällen. Im Alter von 19 Jahren wurde sie schon zweimal ins Krankenhaus eingeliefert.

Der Grund: massive Unterernährung!

Bei einer Größe von 1,70 Meter wog das Model gerademal 53 Kilo. Als Segal dann unter Druck noch weitere 13 Kilo verlor, brachte sie gerade 40 Kilo auf die Waage und schadete damit erheblich ihrer Gesundheit. Ein Magerwahn, den Israel jetzt stoppen will. Per Gesetz soll die Beschäftigung von untergewichtigen Models nun untersagt werden.

Der Gesetzesentwurf wurde am Montag dieser Woche verabschiedet. Ziel: Essstörung stoppen und jüngere, unerfahrene Mädchen schützen.

Ein kleiner Schritt für die Models, aber ein großer gegen die Size-Zero Fashion-Industrie, denn das neu erlassene Gesetz bringt massive Veränderungen mit sich.

Denn dem Kreis der Modemacher und Agenturen in Israel, die ihre Models klapperdürr auf den Laufsteg schicken oder nur Mädchen für Kampagnen buchen, die extrem dürr sind, soll damit Einhalt geboten werden. Das Gesetz verlangt einen medizinischen Befund, der nicht älter als 3 Monate sein darf.

Dieser muss belegen, dass das abgebildete Model nicht unterernährt ist und den vorgegebenen Standard der "World Health Organization" erfüllt. Bei jedem Bild oder Shooting für den israelischen Markt muss dieser Befund mitgebracht werden.

Zudem muss jede Bildmanipulation mit Photoshop kenntlich gemacht werden. Jedoch trifft die neue Regelung keine ausländischen Publikationen. Internationale Magazine können weiterhin in unveränderter Form in Israel vertrieben und erworben werden.

Jede neue Errungenschaft birgt auch ihre Schattenseiten. So hat das Gesetz schon reihenweise Kritik geerntet.

Danielle Segal ist jedenfalls unter den Befürwortern. Doch ein wenig traurig stimmt es sie schon. Sie hätte sich gewünscht, dass das Gesetz schon früher erlassen worden wäre – das hätte dem Model viel Leid erspart…

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