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Ja-Wort in Farbe: So wird eure Hochzeit zum bunten Event

Von GRAZIA am Montag, 24. August 2020 um 11:36 Uhr

Ein weißes Brautkleid ist euch zu gewöhnlich? Ihr wünscht euch für eure Hochzeit mehr Farbe als die Deko oder die Dresses der Gäste hergeben? Dann seid ihr hier genau richtig. Vom Kleid bis zu den Ringen haben wir einige farbenfrohe Ideen, die eure Hochzeit nicht nur zum schönsten Tag machen, sondern ihm auch einen sehr modernen und individuellen Touch  verleihen.

Das Hochzeitskleid

Das klassische Brautkleid ist, wie wir alle wissen, vor allem eines: ein Traum in Weiß. Vielen Frauen ist das aber zu langweilig und zu schlicht. Selbst Nuancen wie Ivory, Creme oder Beige reichen ihnen nicht aus. Sie wünschen sich mehr Farbe für das Kleid der Kleider – ganz nach dem Motto "back to the roots". Denn bunte Hochzeitskleider sind zwar modern und individuell, aber definitiv keine Erfindung unserer Zeit.

Warum wir weiße Brautkleider tragen

Tatsächlich waren die Brautkleider im Mittelalter und in der Renaissance ziemlich farbenfroh: Die Frauen von hohem Rang gaben ihren Zukünftigen in prächtigen und strahlend roten, grünen oder blauen Kleidern das Ja-Wort. Der Grund: Das Einfärben von Stoffen war damals eine extrem kostspielige Angelegenheit. Mit der bunten Kleidung konnte man daher den eigenen Reichtum demonstrieren. Wer sich das nicht leisten konnte, trug am Hochzeitstag einfach das schönste Kleid, das die eigene Garderobe zu bieten hatte – und das war meistens schwarz.

Erst vor etwas mehr als 100 Jahren wurde Weiß zur neuen Trendfarbe für die Braut. Der Grund für diesen Wechsel waren die königlichen Trendsetterinnen: Immer mal wieder hatte eine royale Braut ein helles Kleid an. Bekannt wurde das aber erst 1840 bei der Hochzeit der britischen Königin Victoria und Prinz Albert. Hier war die Presse mit dabei und konnte alles dokumentieren.

Spätestens als Kaiserin Sissi in ihrem pompösen Rüschen-Traum in Weiß ihren Franz heiratete, wurde Weiß die neue Farbe für den Tag der Liebe. Noch heute heiraten die Royals in Weiß, wie uns Herzogin Kate und nach ihr Herzogin Meghan bewiesen haben.

©Photo by Adrianna Van Groningen on Unsplash

Zurück zur Farbe

Ihr gehört zu den Frauen, denen ein weißes Hochzeitskleid zu gewöhnlich ist? Wir haben ein paar Tipps für euch, mit denen ihr für mehr Farbe sorgen könnt.

Eine Möglichkeit für ein farbiges Kleid ist ein Dip-Dye-Brautkleid. Hierbei wird das untere Drittel des weißen Kleides so eingefärbt, dass ein schöner Farbverlauf entsteht. Eine wundervolle Möglichkeit die Lieblings- oder Hochzeitsfarbe im Brautkleid aufzunehmen. Ob zart oder knallig, auch die Intensität der Farbe könnt ihr ganz nach eurem Geschmack wählen.

Aber aufgepasst: Von Färbeaktionen im Alleingang ist abzuraten. Lasst euch das Hochzeitskleid lieber professionell einfärben. So kann garantiert nichts schief gehen. Wenn ihr euch trotzdem mal selbst am Dip-Dye-Look versuchen wollt, hier ist eine gute Anleitung zum Einfärben von Shirts.

Mittlerweile finden sich auf modernen Brautkleidern oft auch raffinierte Stickereien in bunten Farben. Im Taillenbereich angeordnet, machen diese schönen Verzierungen auch noch eine tolle Figur.

Ein weiterer Trend sind Brautkleider mit Blush-Effekt. Hier errötet (englisch: "to blush") das Kleid im wahrsten Sinne. Und zwar durch pastellige Töne aus der roten Farbpalette, ein zartes Rosa, ein fruchtiges Apricot, Creme oder Beige. Durch diese leichte Einfärbung behält das Kleid den Charakter von einem klassischen weißen Brautkleid.

Wem die Varianten noch nicht bunt genug sind, trifft mit einem komplett farbigen Kleid sicher die richtige Wahl. Das kann eure Lieblingsfarbe sein oder ein Farbton, der euch besonders gut steht. Euch steht die komplette Farbauswahl zur Verfügung, egal, ob in der Pastellvariante oder als kräftiger Farbton. Für welche Farbe ihr euch auch entscheidet – mit einem farbigen Brautkleid sorgt ihr sicherlich für einen besonderen Auftritt mit modernem Touch.

Falls ihr noch eine Schippe drauflegen möchtet oder euch einfach für keine Farbe entscheiden könnt, dann ist ein buntes Hochzeitskleid die ideale Lösung. Auch hier ist im Prinzip erlaubt, was gefällt. Allerdings solltet ihr darauf achten, nicht zu viele Farben miteinander zu kombinieren. Ansonsten wirkt das Gesamtbild schnell unruhig. Die Farben solltet ihr so wählen, dass sie zusammen harmonisch aussehen.

Ihr wollt alles rund um die perfekte Hochzeit erfahren?

Die Accessoires

Ein komplett farbiges Brautkleid ist für euch zu viel des Guten? Keine Sorge, wenn ihr an eurer Hochzeit Farbe ins Spiel bringen wollt, müsst ihr das nicht zwingend am Brautkleid auslassen. Es gibt viel mehr Möglichkeiten, dem Ganzen einen bunten Touch zu verleihen. Eine Anlaufstelle sind die Braut-Accessoires. Sie bieten viel Potenzial für farbliche Akzente und können schon einen großen Unterschied machen.

Wie wäre es mit einem Brautgürtel, einer Schleife oder einem Satin-Band in einer knalligen Farbe? Diese könnt ihr meist auch noch nachträglich zu eurem Brautkleid integrieren und die Farbe hierbei zum Beispiel eurem Hochzeitsmotto anpassen.

Zu diesem Farbakzent solltet ihr auch eure anderen Accessoires abstimmen. Das sieht auf den Hochzeitsfotos besonders schön aus. Zu diesen Accessoires gehören die Schuhe, die Handtasche und der Schmuck, vor allem Ohrringe, Ketten und Haarschmuck.

Genauso könnt ihr die Blumen für euren Brautstrauß so auswählen, dass sie die Farbe eures Kleides oder eure farbigen Accessoires gut ergänzen und damit zu einem stimmigen Gesamtbild beitragen.

©Photo by Wu Jianxiong on Unsplash

Die Trauringe

Klassische Trauringe sind in Weißgold oder Gelbgold gefertigt. Diese Ringe sind elegant, aber meistens eher schlicht gehalten. Sie fallen im gesamten Hochzeitsdress nicht sonderlich auf – es sei denn, sie sind mit funkelnden Steinen verziert.

Wenn ihr einen farblichen Akzent mit eurem Trauring setzen wollt, sind farblich auffälligere Materialien wie Rotgold und Roségold die bessere Wahl. Besonders modern sind mehrfarbige Trauringe. Der Materialmix vereint das Beste der unterschiedlichen Edelmetalle und ermöglicht außergewöhnliche und einzigartige Ring-Designs – genau das Richtige für alle, die es extravagant mögen.

Bei mehrfarbigen Trauringen sollte man auf das Herstellungsverfahren achten, weil es dabei erhebliche Unterschiede gibt: Bei der galvanischen Methode halten die Farbschichten nicht dauerhaft und sind deswegen nicht für Trauringe geeignet. Im Gegensatz zu der Schmiedetechnik Mokume Gane. Hier werden verschiedene Edelmetallplatten miteinander verbunden und erzeugen somit einzigartige und langlebige Muster.

©iStock

Farbakzente durch die Brautjungfern

Brautjungfer zu sein, ist eine wichtige Aufgabe. Dazu gehört es, die wichtigste Brautjunger, nämlich die Trauzeugin, tatkräftig bei der Organisation und Planung zu unterstützen. Noch dazu bilden die Brautjungfern das optische i-Tüpfelchen für die Braut: Sie schreiten kurz vor ihr zum Altar und runden mit ihren Dresses später auch die Hochzeitsfotos ab.  Das bietet der Braut viele Möglichkeiten, mehr Farbe in die Hochzeit einzubringen. Das ist ganz besonders dann praktisch, wenn ihr selbst euer Hochzeitskleid lieber klassisch weiß halten wollt.

Eure Brautjungfern können zum Beispiel Kleider in verschiedenen Farbnuancen tragen. Bei richtiger Positionierung der Ladies beim Fotoshooting entsteht dann ein traumhafter Farbverlauf. Das wird auf euren Hochzeitsfotos einfach umwerfend aussehen.

Was auch sehr schön wirkt: Die Kleider der Brautjungfern haben alle den gleichen Farbton, sind dafür aber unterschiedlich geschnitten. Das bringt nicht nur Farbe, sondern auch zusätzliche Abwechslung ins Bild. Außerdem kann dann jede Brautjungfer ihr Kleid so schneidern lassen, wie es ihr persönlich am besten gefällt.

Ein weiterer Hingucker sind bunte Schuhe zu eher schlicht gehaltenen Kleidern: Jede Brautjungfer trägt die gleichen Schuhe, aber jede in einer anderen Farbe. Dabei sollten die Farben natürlich aufeinander abgestimmt sein.  Farblich passende Schmuckstücke und/oder Sträuße sind eine schöne Ergänzung dazu. Sie runden das bunte Bild ab.

©Photo by Sincerely Media on Unsplash

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