Fashion

Louboutin verliert Kampf um rote Sohle gegen Zara

Von GRAZIA am Dienstag, 12. Juni 2012 um 16:44 Uhr

Der Stiletto-Prozess von Christian Louboutin gegen Yves Saint Laurent um die rote Sohle steht noch auf wackeligen Beinen. Nun musste der Designer im Streit um sein Markenzeichen gegen die Modekette ZARA eine herbe Niederlage einstecken – und eine Strafe zahlen.

Seit 1992 färbt Schuh-Designer Christian Louboutin die Sohlen seiner High Heels rot, weil es damals so verzückt vom Nagellack seiner Assistentin war – seitdem behauptet er, der Erste überhaupt gewesen zu sein, der Schuhsohlen Rot färbte.

Der vermeintliche Erfinder der roten Sohlen sieht jedes Mal Rot, wenn er an anderen Sohlen seine Markenfarbe erspäht. Yves Saint Laurent hat er bereits wegen "Markenverletzung, unfairen Wettbewerbs und falscher Herkunftsbezeichnung" verklagt und verlangt 700.000 Euro Schadenersatz. Der Prozess ist noch im Gange.

Nun musste er im Streit um sein vermeintliches geistiges Eigentum eine erste Niederlage einstecken:

Louboutin hatte die spanische Modekette Zara schon im Jahr 2008 verklagt. Ihm wies ein 49-Euro teurer Entwurf zu viel Ähnlichkeit mit seinem 500-Euro-Modell "Yo Yo“ auf. Damals ging der Sieg noch an Louboutin, doch Zara ließ das Urteil nicht auf sich sitzen und beteuerte, dass es keine Chance gäbe, dass ein Kunde die beiden Schuhe verwechseln könnte.

Dem stimmten die Richter von Cour de Cassation nun zu und brummten dem Designer noch eine Geldstrafe in Höhe von 3600 Dollar (2800 Euro) auf.

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