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Mode-Trends 2022: Low-Waist-Hosen sind absolute Must-haves – laut Designer

Mode-Trends 2022: Low-Waist-Hosen sind absolute Must-haves – laut Designer

Auf der Mercedes Benz Fashion Week haben wir den Designer Kilian Kerner vor seiner Show getroffen und mit ihm über seine aktuelle Kollektion "Ikonen" und 2000er-Trends gesprochen.

© Getty Images
"Hätte man mir vor zwei Jahren gesagt, Kilian Kerner designt Low-Waist-Hosen, hätte ich denjenigen sonst wohin geschickt." – Kilian Kerner

Kilian Kerners Show stand unter dem Motto "Ikonen" und so würden wir auch die Looks beschreiben. Die präsentierte Kollektion war ikonisch und ein echter Hingucker. Auf der Mercedes Benz Fashion Week überzeugte der Designer mit Styles im 2000er-Looks mit viel Glitzer und Pailletten und vor allem durch nostalgische Schnitte wie Low-Rise-Hosen, die wir vor allem an den Male-Models zu sehen bekommen haben. Von See-Through-Kleidern die im Licht funkelten, über ausladend Wow-Dresses in Pink und Lila bis hin zu Looks in Schwarz-Weiß war alles dabei. Unser Highlight waren auf jeden Fall die aus Strass bestehenden Roben, die jeden in den Bann gezogen haben.

Wir haben den Designer Kilian Kerner kurz vor der Show zum Interview getroffen...

Deine aktuelle Kollektion trägt den Namen "Ikonen". Wer ist deine größte Ikone?

Im Privatleben ist es natürlich mein Freund, aber der spielt heute auf dem Catwalk keine Rolle.

Und welche Ikonen spielen auf dem Catwalk eine Rolle?

Es sind insgesamt acht Ikonen, die mich inspiriert haben: Viola Davis, Serena Williams, Kate Moss, Harry Styles, Justin Bieber, Timothée Chalamet, Jella Haase und Heidi Klum.

Wie wirst du das Thema "Ikone" mit in deine Show integrieren?

Ich habe mich nicht hingesetzt und mir gedacht: "Das Kleid sieht jetzt aus wie Heidi Klum" … Ich habe das Gefühl benutzt, was diese Menschen in mir auslösen. Es gibt Kleider in der Kollektion, bei denen man denkt, das könnte zum Beispiel Jella Haase anziehen, aber ich habe nicht für die Personen meine Kleider entworfen, sondern möchte das Gefühl übermitteln, was sie in mir auslösen.

Worauf freust du dich am meisten bei deiner Show?

Ich freue mich auf alles. Ich freue mich auf die neue Location und freue mich auf das Ganze.

Was bedeutet für dich Berlin und warum zeigst du deine Kollektion genau hier?

Ich lebe seit 20 Jahren in Berlin, ich liebe es hier … ich kann mir auch nicht vorstellen, woanders zu sein. Ich finde die Fashion Week entwickelt sich immer weiter, es gibt immer neue Wege und ich finde, man sollte als Berliner Designer diese Chance nutzen. Mir bringt es jede Saison aufs Neue sehr viel, meine Kollektion hier zu präsentieren.

Heidi Klum hat dich unter anderem für deine aktuelle Kollektion inspiriert. Wie fühlt es sich an, in ihre Rolle zu schlüpfen in der Jury bei "Poland's Next Topmodel"?

Es hat Spaß gemacht, in Polen zu drehen. Das Format ist im Prinzip genauso wie in Deutschland, nur dass dort auch Male-Models dabei sind, das ist der einzige Unterschied.

Auf was können wir uns in deiner Kollektion freuen?

Diese "Kilian Kerner"-Kollektion wird so sexy wie noch nie – früher war Kilian Kerner nicht so sexy. Es wird sehr viel Haut zu sehen sein und die Looks haben auch einen leichten 2000er-Vibe à la Britney Spears. Es ist sehr viel auf Hüfte geschnitten, transparent und ich setze auf Crop Tops – auch für Männer. "Luxus-Workwear trifft auf handgenähte Abenkleider". Ruhig wird die Kollektion auf keinen Fall.

Du hast Low-Waist-Hosen erwähnt ... Kommt der Trend zurück?

Die Low-Waist kommt zurück, absolut!

Welchen Trend aus den 2000ern würdest du niemals wieder tragen?

Man sollte niemals nie sagen. Hätte man mir vor zwei Jahren gesagt, Kilian Kerner designt Low-Waist-Hosen, hätte ich denjenigen sonst wohin geschickt … und jetzt finde ich es mega!

Bei der Fashion Week in Berlin werden auch junge Designer ihr Debüt geben. Nach einigen Jahren im Business, was würdest du jungen Talenten raten?

Man muss immer dranbleiben und jede Pille schlucken, egal wie weh sie tut. In diesem Beruf muss man immer wieder aufstehen und man muss Mode lieben, sonst schafft man es nicht.

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