Fashion

Nach Klage: Modelabel "Alexander McQueen“ will Praktikanten bezahlen

Von Claudia am Mittwoch, 19. Februar 2014 um 12:00 Uhr
Das Modelabel "Alexander McQueen“ wird seine Praktikanten in Zukunft bezahlen.

Bisher bekamen Praktikanten bei dem britischen Traditionslabel "Alexander McQueen“ keinen Cent für ihre Arbeit. Jetzt hat sich eine ehemalige Praktikantin dazu entschlossen Klage einzureichen. Ihr Vorwurf: Die Marke habe das Gesetz gebrochen, indem ihr nicht der gesetzliche Mindestlohn gezahlt wurde. Als Entschädigung forderte sie außerdem umgerechnet knapp 8000 Euro. 

Ein offizieller Sprecher meldete sich nun erstmals zu Wort: „Es geht hier um eine Auszubildende, die vor vier Jahren für uns gearbeitet hat. Wir konnten nicht ahnen, dass sie mit ihrem Arbeitsverhältnis bei 'Alexander McQueen' unzufrieden war. Wir haben die Debatte aufmerksam verfolgt und mittlerweile bezahlen wir alle Praktikanten, die wir beschäftigen. Wir möchten kreative Talente weiterhin unterstützen und ihnen den Einstieg in ein vom Konkurrenzkampf geprägtes aber doch sehr erträgliches Business geben."

Die Auszubildene arbeite von 2009 bis 2010 vier Monate lang für das Modehaus und soll vor allem Stickerei-Arbeiten und kleinere Reparaturen erledigt haben. Auch hier in Deutschland keimen seit Jahren immer wieder Diskussionen um un- oder niedrig bezahlte Praktikanten auf, die sich trotz guter Arbeit ihren Lebensunterhalt nicht finanzieren können. 

Mit diesem Schritt hat die junge Frau für alle nachfolgenden Praktikanten bei "Alexander McQueen" einen wichtigen Grundstein gelegt.