Fashion

Neuer Fashion-Trend: Leihen statt kaufen

Von GRAZIA am Montag, 12. November 2012 um 15:29 Uhr

Wenn wir das nächste Mal nicht wissen, was wir anziehen sollen, sollten wir vielleicht nicht gleich immer direkt shoppen, sondern auch mal leihen gehen. Richtig gelesen. Ist gut für die Umwelt und für's Portemonnaie, macht glücklich - und chic! Und wie es funktioniert, verrät uns die Macherin von Prêt-à-Louer.

Angefangen hat alles mit Luxus-Designer-Handtaschen, die man sich mieten konnte. Damals dachten wir aber eher daran, welches Modell wir uns zuerst leihen können und nicht an Stichworte wie Nachhaltigkeit und neues Konsumbewusstsein.

Das ist heute zum Glück anders. Als wir von der neuen Kleiderbibliothek „Kleiderei“ in Hamburg hörten, fiel der Groschen so langsam und als wir von dem Online-Verleihshop Prêt-à-Louer“ erfuhren, macht es endgültig klick:

Warum immer Kleider und Accessoires für teures Geld kaufen, wenn man sie sich auch viel günstiger leihen könnte? Das fragten nicht nur wir uns - auch für Margarita Kozakiewicz, der Macherin von Prêt-à-Louer“, begann alles mit dieser Frage. Und deshalb geben wir sie einfach mal an die Leiterin des jungen Start-ups weiter:

GRAZIA: Margarita, warum sollte ich mir bei Prêt-à-Louer ein Kleid leihen, anstatt mir eines zu kaufen?

Margarita Kozakiewicz: Gegenfrage: Warum sollte ich 2000 € für ein Kleid ausgeben, dass ich vielleicht nur zweimal anziehe?

GRAZIA: Hmm, vielleicht, weil wir es einfach selbst besitzen wollen?

M. K.: Ja, das kann ich verstehen. So denken aber nicht alle. Den Trend, Dinge nicht mehr besitzen zu müssen, gibt es auch schon länger, auch in anderen Bereichen. Beim Car-Sharing zum Beispiel.

GRAZIA: Teilen finden wir an sich ja gut: Wie genau funktioniert das bei Prêt-à-Louer?

M.K.: Wenn man ein Kleid für einen bestimmten Anlass sucht, klickt man sich einfach durch die aktuell 30 verschiedenen Modelle aus den Herbst-/Winterkollektionen von französischen Highfashion-Designern wie Jean-Charles de Castelbajac und Anne Valérie Hash oder deutschen Fashion-Newcomern wie BarreNoire und Issever Bahri und schaut dort nach seinem Favoriten. Wer es bestellt, kann man es innerhalb von einem bis drei Werktagen zum Event ausführen.

GRAZIA: Und wie teuer ist es, sich sein Traumkleid zu leihen?

M.K.: Es geht mit ca. 50 € los und kann bis zu 170 € gehen.

GRAZIA: Was, wenn ich mir die falsche Größe bestellt habe?

M.K.: Dafür haben wir uns etwas ausgedacht: Für 15 € extra kann man sich sein Kleid in größer oder kleiner dazu bestellen.

GRAZIA: Super Idee! Und was, wenn sich jemand ein Dress leiht und sich denkt 'Ist ja eh nicht mein Kleid' und es auch dementsprechend schlecht behandelt?

M.K.: Das hoffen wir natürlich nicht und gehen eher davon aus, dass kleine Unfälle aus Versehen passieren und haben uns auch dafür etwas ausgedacht: Man kann bei uns das Wohlfühlpaket für 5 bis 10 € zusätzlich buchen und ist dann abgesichert. Und kann dann den Abend im ganz persönlichen Traumkleid auch wirklich genießen.

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