
Auch wenn nun erst einmal Winter wird, können wir den Frühlingsbeginn 2027 kaum mehr abwarten. Unsere Outfits erstrahlen im kommenden Jahr nämlich in XXL-Prints, sattem Blau und schimmerndem Satin, während starke Schultern und Bermudashorts für den nötigen Attitude-Faktor sorgen. Du siehst, es gibt jede Menge großartiger Trends, die uns derzeit auf der New York Fashion Week geboten werden. Wir werden gerne genauer.
Die größten Mode-Trends der New York Fashion Week
Von Altuzarra bis Ralph Lauren – wir haben die pulsierende Energie der Laufstege eingefangen und stellen dir die größten Mode-Trends vor, die im kommenden Jahr die Straßen erobern werden.
1. Print-Maxxing

Zurückhaltung wird in der kommenden Saison so gut wie aus dem Vokabular gestrichen. Tory Burch bedeckte Cardigans und Röcke mit Perlenstickereien, Proenza Schouler setzte auf aufregende Muster vom Kragen bis zum Saum. Für uns steht fest: Wer im Frühling auffallen will, kommt an Print-Maxxing nicht vorbei.
Unser Tipp: Kombiniere nicht nur ein Print-Piece mit unifarbenen Basics. Wage es auch einmal, einen gemusterten Blazer zu einem Print-Rock zu stylen. Achte dabei jedoch darauf, in einer Farbwelt zu bleiben – und natürlich darauf, dass du dich wohlfühlst.
2. Animal-Print

Zebra und Leo tauchen in der Frühjahr- und Sommersaison 2027 nicht nur vereinzelt auf. Diane von Fürstenberg griff tief ins eigene Archiv und bedeckte Chiffon-Kleider in satten Animal-Prints, Altuzarra webte Zebra- und Leoparden-Muster gleich in mehrere Looks ein. Uns gefällt, wie großflächig beide Häuser das Muster einsetzten, statt es nur als Detail zu verstecken.
Wir empfehlen dir: Ein Animal-Print-Piece reicht völlig aus. Kombiniere es mit schlichten Lederaccessoires. Wer mehr will, der mixt mit mehreren Tier-Mustern.
3. Boudoir-Romantik

Magda Butrym feierte ihre erste Runway-Show in New York mit Rosenblättern auf dem Boden und einer Kollektion aus transparenten Lagen, Spitzen-Negligés und Dessous-Details unter strengen Trenchcoats. Ein cremeweißer Look aus glänzendem Satin über einem hauchzarten Spitzenkleid ist uns besonders im Gedächtnis geblieben und entspricht der Boudoir-Romantik par excellence.
Für den Alltag gilt: Trage ein Spitzen-Top oder ein Slip-Dress unter einem strengen Blazer oder Trenchcoat, damit bleibt die Dessous-Optik ein Detail statt der ganze Look.
4. Tiefe Taille

Bei Tory Burch saß die Taille tiefer. Ob bei Kleidern oder Röcken – der Look erinnert an die 1940er und sieht so elegant aus. Fashionistas erinnern sich außerdem: Schon Chanel machte uns bei der vergangenen Pariser Fashion Week für Herbst/Winter 2026/2027 auf diese Trend-Silhouette aufmerksam. Wir brauchen ein Teil mit tief sitzender Taille spätestens jetzt.
Für den Alltag gilt: Starte mit einem locker sitzenden Midirock zu einem Basic Shirt. Kombiniere dazu Stiefel mit spitzer Leiste, um deinen Beinen einen streckenden Effekt zu verleihen.
5. Satin

Ralph Lauren zeigte Satin in schlichten Nuancen und einem frischen Blauton – als bodenlange Kleider, Midiröcke und stylische Hosen. Altuzarra ließ ihn in Pink schimmern, Tory Burch versah Kleider und Röcke mit einem glänzenden Finish, und auch Calvin Klein hat den Stoff fest im Repertoire.
Wer den Trend nachstellen will, stellt ein Satin-Piece am besten mattem Material gegenüber – etwa ein Satinrock zu einem Baumwoll-Shirt.
6. Blau

Kaum eine Farbe zog sich so konsequent durch die Woche wie Blau. Altuzarra zeigte sie als Jeans, Ralph Lauren als Kleider und Blusen. Diane von Fürstenberg kombinierte Blau mit anderen kräftigen Farben wie Lila, Tory Burch setzte vor allem auf Dunkelblau. Bei Calvin Klein tauchte die Farbe als komplettes Maxikleid ebenso auf wie als Detail an Oberteilen, Shirts und Accessoires.
Wir empfehlen dir für den Alltag: Wer sich nicht gleich an ein komplettes Blau-Outfit herantraut, startet am besten mit einem Accessoire in der Farbe.
7. Bermudashorts

Als Jeans oder elegante, verkürzte Anzughose: Calvin Klein macht die Bermudashorts zum It-Piece der Saison. Die Stylingidee dazu haben wir direkt vom Runway übernommen: Ein leichter Mantel, der genau auf Höhe des Hosensaums endet, ergibt einen Look, der überraschend hochwertig wirkt.
Unser Tipp: Kombiniere die Bermudashorts mit hohen Sandaletten, um die Beinlinie zu strecken, oder mit flachen Loafers für einen lässigeren Alltagslook.
8. Starke Schultern

Zurückhaltung ist bei den Proportionen für Frühjahr/Sommer 2027 nicht gefragt. Calvin Klein setzte starke Schultern bei Kleidern ein, Magda Butrym ließ die schönsten Jacken mit ihnen zum Statement werden und bei Tommy Hilfiger flossen sie in T-Shirts, Hemden und Blazern ein. Diesen selbstbewussten Look wollen wir uns für die warme Jahreszeit merken.
Für den Alltag gilt: Ein Teil mit betonter Schulterpartie wirkt am stärksten, wenn der Rest des Outfits schmal geschnitten bleibt.
9. 90er-Jahre-Archiv-Fieber

Zwei große amerikanische Marken griffen in New York ihre eigene Vergangenheit auf. Mit völlig unterschiedlichem Ergebnis: Calvin Klein destillierte unter Veronica Leoni den amerikanischen Minimalismus der Neunziger herunter auf Slipdress, Bleistiftrock und Trenchcoat, alles länger, schmaler, an der Taille eingezogen. Tommy Hilfiger feierte im Plaza Hotel dieselbe Dekade, nur lauter: Rugby-Shirts, Oxford-Streifen, Polos und Chinos, aus dem eigenen Archiv geholt und in überzeichneten Proportionen neu zusammengesetzt.
Wer den Trend nachstellen will, greift zu einem echten 90er-Teil aus dem eigenen Schrank oder Second-Hand-Fund und kombiniert es bewusst mit einem aktuellen, geradlinigen Teil, statt komplett auf Vintage zu setzen.
10. 80er-Jahre-Glamour

Carolina Herrera feierte in diesem September ihr 45-jähriges Bestehen und setzte dafür genau dort an, wo die Marke einst begann: bei den Achtzigern. Große Polka Dots, Rüschen, betonte Taillen und Ladies-who-lunch-Eleganz trafen auf verspielte Details wie eine Zebra-Brosche oder einen Safari-Trenchcoat mit Ballonärmeln. Wir lieben die Interpretationen von Wes Gordon.
Trage ein einzelnes 80er-Statement, etwa gepuffte Ärmel oder ein Polka-Dot-Teil, am liebsten zu schlichten, geraden Basics. Dadurch bleibt der Look tragbar und wirkt nicht verkleidet.






