Fashion

OMG! Diane von Furstenberg am Telefon mit GRAZIA

Von annalena am Dienstag, 20. Januar 2015 um 15:30 Uhr
Unser Puls geht immer noch schneller, denn wir hatten die Möglichkeit mit Mode-Designerin Diane von Furstenberg höchstpersönlich zu sprechen. Wussten Sie, dass die gebürtige Belgierin 2012 von Forbes zur einflussreichsten Frau im Fashion-Business gekürt wurde? Damit hat sie sogar Anna Wintour auf Platz zwei verdrängt.

Um 18:22 Uhr deutscher Zeit wählten wir die Nummer von Diane von Furstenberg in New York. Mit jedem Klingelton ging unser Herzschlag höher! Diane von Furstenberg, einflussreichste Frau im Fashion-Business! Gleich würde sie den Hörer Abnehmen - ahhhhh! Dass sie so wahnsinnig nett und herzlich sein würde, hätten wir echt nicht gedacht. Nachdem sie uns fragte, wie es uns geht und wo auf der Welt wir grad sind, verriet sie uns alles zur neuen Show House of DVF (jeden Sonntag um 21 Uhr auf E!Entertainment), ihrer Zusammenarbeit mit Jessica Joffe und über ihr Buch "The Woman I Wanted To Be". Von Allüren keine Spur...

In Ihrer neuen Show "House of DVF" bietet Sie acht Frauen die Chance Markenbotschafterin Ihres Labels zu werden. Was muss man mitbringen, um erfolgreich im Fashion-Business zu sein?

Man braucht Leidenschaft und muss Energie haben. Man sollte elegant sein und Stil besitzen. Das war's schon! 

Was ist das Besondere an Ihrer Show?

Was ich an dieser Show so liebe ist, dass ich mit jungen Frauen sprechen kann, die am Anfang ihres Lebens stehen. Wenn man 24 Jahre alt ist, ist man doch grad am Anfang. Man weiß nicht, welcher Weg der richtige für einen ist. Und ich weiß nicht warum, aber ich kann mich noch so gut an diese Zeit erinnern. Es macht mich unglaublich glücklich mit jungen Menschen zu arbeiten. Deshalb wird es übrigens auch eine zweite Staffel geben!

Wie ist es mit Jessica Joffe zu arbeiten?

Jessica ist eine wunderschöne Frau! Sie ist sehr intelligent und wir verstehen uns wahnsinnig gut, weil wir beide europäische Wurzeln haben. Ich würde sagen, wir sind gebildet und haben diesen amerikanischen Pragmatismus. 

Was ist typisch Deutsch an Jessica?

Sie ist sehr gewissenhaft.

Sie arbeiten als Mode- und Schmuckdesignerin, hatten eine Beauty-Linie, entwerfen Interior Design. Sie bringen Bücher raus und haben eine TV-Show. Was kommt als Nächstes? Etwas, wovon Sie schon immer geträumt haben?

Nein, nicht wirklich. Ich bin an einem Punkt in meinem Leben, an dem es darum geht, mein Vermächtnis zu regeln. Es gab die Ausstellung in L.A. zu meinem Wrap-Dress, ich hab meine Memoiren geschrieben. Dass dieses Kleid noch immer am Leben ist, macht mich sehr stolz. Für mich geht es zurzeit darum, meine Geschichte und die des Kleides zu erzählen. Trotzdem schaue ich natürlich auch in die Zukunft. Und deshalb ist die Fernseh-Show vor allem für junge Frauen. Ich möchte mein Label für die Zukunft bereit machen. 

In Ihrem Buch "The Woman I Wanted To Be" erzählen Sie, dass Sie schon als Kind wussten, welche Frau Sie einmal werden wollen. Wie haben Sie es geschafft, diese Frau zu werden?

Ich hatte das Glück schon sehr früh diese Frau zu werden, weil ich den American Dream gelebt habe. Wenn man es so früh schafft, muss man allerdings daran arbeiten, diese Frau zu bleiben. Das Leben ist eine Reise, es ist nicht immer sonnig. Manchmal scheint für einen die Sonne, mal regnet es. Die Umgebung ändert sich. Menschen kommen in dein Leben und gehen wieder. Ich hab versucht, in meinem Buch sehr ehrlich darüber zu schreiben. Aber natürlich gibt es vor allem in dieser Branche superglamouröse Dinge. Gleichzeitig habe ich - wie jeder andere Mensch - auch Rückschläge und Unsicherheiten durchlebt, und wusste nicht, wie es weitergehen soll. Ich wollte, dass sich jeder mit diesem Buch identifizieren kann, deshalb hab ich sowohl von positiven als auch von negativen Erlebnissen berichtet.

Ist es nach so langer Zeit im Fashion-Business schwierig, sich und sein Label immer wieder neu zu erfinden?

 Ja ja ja! Es kommen immer neue Herausforderungen auf einen zu und dies ist definitiv eine wichtige. Man versucht verschiedene Dinge und vergisst manchmal, wer man eigentlich ist. Ja, es ist wirklich nicht leicht. 

Woher nehmen Sie Ihre Inspiration?

Für die Spring / Summerkollektion waren Picasso und Matisse wichtige Inspirationsquellen. Ich liebe bunte Farben. 

Welche drei Teile braucht jede Frau in ihrem Kleiderschrank?

Jede Frau braucht natürlich ein Wrap-Dress! Dieses Kleid hat mittlerweile eine sehr lange Geschichte - man kann es in kurz und lang tragen, als Jumpsuit oder als Work-Dress. Jede Frau braucht auf jeden Fall ein Kleid, in dem sie sich wohlfühlt. Eine Lieblings-Jeans sollte natürlich auch jeder haben und eine richtig tolle Lederjacke. 

Ende der 70er Jahre haben Sie das Book of Beauty geschrieben. Was bedeutet Schönheit für Sie?

Damals war ich erst 28 Jahre. Was habe ich mir bloß dabei gedacht, über Schönheit zu schreiben? Natürlich ist man schön in dem Alter. Letztendlich ist Schönheit aber vor allem Charaktersache. Auch wenn man natürlich trotzdem auf sich achtet. Auf seine Haut, seine Haare, seinen Körper. Das alles bedeutet jedoch nichts ohne Selbstvertrauen und Charakter. Je älter man wird, umso wichtiger sind diese Werte. Man sollte eine liebenswerte Person sein.

Inwiefern ergänzen sich Schönheit und Mode?

Oh, sie ergänzen sich sehr! Es kann Spaß machen und man kann Make-Up als Accessoire einsetzen. Wir können Farbe im Gesicht tragen oder natürlich auf unsere Kleidung.

Eine Sache, die zu jedem Outfit gut aussieht?

Eine tolle Frisur.

Eine letzte Frage: Wenn Sie nicht Designerin geworden wären, was würden Sie heute machen?

Ich wäre gern Regisseurin geworden oder Architektin! Aber ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob ich darin besonders gut gewesen wäre. Auf jeden Fall etwas kreatives. 

 

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