Fashion

Schichtarbeit: Mantel-Layering statt Zwiebellook

Von GRAZIA am Montag, 28. Dezember 2020 um 10:03 Uhr

Der Winter ist da und mit ihm die ersten Minusgrade. Gegen kalten Wind und eisiges Wetter schützt uns kaum etwas so gut wie ein warmer Mantel. Fast jeder von uns dürfte mehr als einen davon im Kleiderschrank haben. Angesagt sind in diesem Jahr viele Modelle – vom Trenchcoat und Teddyfell-Mänteln bis hin zu langen Wollmodellen. Umso schwieriger fällt die tägliche Entscheidung für einen einzigen. Aber müssen wir uns überhaupt entscheiden? Eigentlich nicht, wenn wir uns am angesagten Mantel-Layering-Trend versuchen. Kein Wunder, dass wir diese Sonderform des Zwiebelprinzips mit offenen Armen begrüßen.

Schichtenlook mal anders

Thermounterwäsche, warme Shirts, dicke Hosen und kuschelige Pullover unter dicken Mänteln. Wir lieben den altbekannten Zwiebellook. Klassischerweise gehen wir dabei vor, wie uns schon Oma empfohlen hat. Im Layering-Prinzip kombinieren wir mehrere Kleidungslagen geschickt miteinander, um uns ideal vor ungemütlichen Temperaturen zu schützen. Über der Thermounterwäsche tragen wir mehrere dünne Lagen und eine möglichst wetterfeste Außenschicht. Dabei halten wir uns an die Grundregeln des Zwiebellooks und

  1. tragen möglichst nur Kleidungsstücke in gleicher Länge übereinander.
  2. ziehen beim Layering mindestens ein figurbetontes Kleidungsstück an.
  3. kombinieren beim Schichten niemals Sommer- und Winterkleidung miteinander.
  4. ziehen nicht mehr als vier Lagen übereinander an.
  5. nehmen nicht zu viele Accessoires zur Hilfe, damit das Outfit nicht überladen wirkt.

In der klassischen Variante hält uns der Zwiebellook mit seinen inneren Schichten warm. Wir tragen ein Top unter einem T-Shirt, einen Pullover unter einer Weste und eine Jacke als Außenschicht. Aber wieso hören wir bei der Jacke eigentlich auf? Nicht zwingend müssen wir die Schichten im Inneren bewahren. Wir können genauso gut nach außen schichten. Beim Mantel-Layering sieht man uns die Lagen von außen klar und deutlich an. Wir hüllen uns hierbei praktisch in mehrere Außenhäute. Dabei stehen uns unendlich viele Möglichkeiten zur Verfügung. Anders als beim klassischen Zwiebellook dürfen sich die Längen der Schichten gerne voneinander unterscheiden.

So funktioniert das Mantel-Schichten

Alle Jahre wieder decken wir uns mit beiden Händen mit coolen Wintermantel-Trends ein. In diesem Winter gehört der Steppmantel zu unseren Lieblingsteilen. Davon abgesehen haben wir auch am businesstauglichen Trenchcoat einen echten Narren gefressen. Fast noch besser gefallen uns die neusten Trends in Sachen Wollmantel. Von langen Oversized-Modellen bis hin zu Teddyfell-Varianten gibt es davon in diesem Jahr genug. Können wir beim Mantel-Schichten einfach alle davon übereinander tragen? Prinzipiell schon. An ein paar Basis-Regeln halten wir uns trotzdem lieber. Der Mantel, den wir als Basis tragen, fällt an den Schultern am besten schmal aus. Oversized-Ärmel und Schulterpolster erschweren uns das Layering. Als oberste Schicht tragen wir außerdem am besten groß geschnittene Jacken. Viel mehr feste Regeln gibt es im Grunde nicht. Experimente sind beim Mantel-Layering gern gesehen. Einfach mal die folgenden Varianten ausprobieren!

  • Wer auf den monochromen Look steht, kann mit unterschiedlichen Materialien für abwechslungsreiche Brüche sorgen. Wie wäre es beispielsweise mit einem dunklen Wollmantel unter einer Daunenweste in derselben Farbe? So wirkt das Layering trotz verschiedener Strukturen harmonisch.
  • Mehrfarbiges Coat-Layering gefällig? Gut sehen zum Beispiel angesagte Wollmäntel in Beige unter einer dicken Bomberjacke in Khaki aus. Grundsätzlich sind der Fantasie in Sachen Farbkombinationen kaum Grenzen gesetzt.
  • Lust auf einen Muster-Mix? Beim Mantel-Layering kann die Muster-Mischung sogar elegant wirken. Zum Beispiel, wenn wir verschiedene Karomuster auf Mäntel und Jacken miteinander kombinieren. Nicht ganz so harmonisch, aber trotzdem machbar ist die Kombination komplett verschiedener Muster-Arten. Eine Jacke im Polka-Dot-Muster lässt sich beispielsweise durchaus über einem Mantel mit Hahnentritt-Zeichnung tragen.

Perfekte Basis-Schicht: Diese Wollmäntel gefallen uns besonders

Gerade beim Mantelschichten kommen wir ohne Wollmäntel in den unterschiedlichsten Trend-Varianten kaum aus. Als Stilklassiker für die kalte Jahreszeit sind sie zeitlos und zugleich in jeder nur erdenklichen Form zu haben. Ob dunkel und gedeckt, oder in helleren Pastelltönen, wie sie dieses Jahr im Trend liegen. Wenn es um die Basis-Schicht für das Mantel-Layering geht, gefallen uns lange Statement-Pieces besonders gut. Am besten in figurbetontem Schnitt und auffälligen Farben wie Himmelblau oder Rosa. Ein kleiner Twist aus der bayrischen Farb-Palette liegt dieses Jahr sowieso im Trend.

Vorsicht! Lieber nicht zu viel des Guten. Gleichzeitig den klassischen Zwiebellook und das Mantel-Layering zu betreiben, ist keine gute Idee. Das Outfit wirkt dadurch überladen und ist außerdem nicht mehr praktisch. Wer nicht in die Arktis muss, sollte sich deshalb auf eine der Möglichkeiten beschränken.

Weitere interessante Fashion-News: