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Strick richtig pflegen gelingt mit ein paar einfachen Tricks ganz leicht

Von GRAZIA am Dienstag, 21. September 2021 um 11:16 Uhr

Wenn die Tage langsam kürzer und die Temperaturen niedriger werden, beginnt die kuschelige Zeit des Jahres. Wir verraten, wie ihr euren liebsten Strick pflegt.

Optimale Pflege Strick – Tipps und Tricks

Wenn die Tage langsam kürzer und die Temperaturen niedriger werden, beginnt die kuschelige Zeit des Jahres. Absolutes Must-have sind dann wärmende, flauschige Strickteile. Schließlich halten unsStrickpullis und Co. nicht nur warm, sondern sind auch ein stylishes Fashion-Statement. Was es beim Waschen, Trocknen und Aufbewahren von Strick zu beachten gibt, wird hier verraten.

Strick: anspruchsvoller Favorit?

In der kälteren Jahreszeit sind Strickteile mehr als nur Fashion-Must-haves. Strickpullover, -cardigans und ähnliche Strickteile sind echte Lifestyle-Accessoires. Kuschelig weich und wärmend begleiten sie uns und sind ein Stück "Zuhause zum Mitnehmen".

Allerdings gibt es ein Problem: Hochwertige Strickmode wie beispielsweise von Rabe oder die von anderen namhaften Herstellern, die Naturwolle wie Bio Merinowolle verwenden, ist ganz schön anspruchsvoll. Und was gibt es Schlimmeres, als wenn das Lieblingsstück Knötchen bildet oder sogar einläuft. 

Allerdings hängen diese "Strick-Probleme" nicht mit den hohen Ansprüchen der Kleidungsfavoriten nicht nur für den Herbstanfang zusammen.  Stattdessen sind Knötchenbildung, Formverlust und ähnliche Probleme meist Folge von falscher Pflege oder Aufbewahrung der Strickteile. Egal, ob Kaschmir, Baumwolle oder Kunstfaser: Damit Strickteile lange schön bleiben, benötigen sie die richtige Pflege. Gewusst wie, fallen die richtige Aufbewahrung, Trocknung und Wäsche aber leicht.

Strickkleidung richtig aufbewahren

Strickwaren haben meist im Herbst und Winter Hochsaison. Den Rest des Jahres verbringen sie ungenutzt im Schrank. Obwohl wir sie in diese Zeit nicht beanspruchen, bietet sich oft folgendes Bild: Obwohl Strickpulli und Co. mehrere Monate ungenutzt im Schrank verbracht haben, sind sie plötzlich verzogen.

Der scheinbar überraschende Formverlust hat folgenden Grund: Durch die gröbere Maschenstruktur ist Strick recht empfindlich. Wird Strickkleidung hängend aufbewahrt, kann sie sich daher leicht verziehen. Insbesondere Strickwaren aus Wolle, Baumwolle und Kaschmir sollten daher zusammengefaltet und liegend aufbewahrt werden. Das schützt die Herbstfavoriten zuverlässig vor Formverlust. 

Wird die Strickkleidung nur kurz im Schrank aufbewahrt, kann sie zusammengefaltet in den Schrank gelegt werden. Geht es hingegen darum, sie für längere Zeit zu verstauen, ist sie in einem platzsparenden Vakuumbeutel gut aufgehoben. Das Vakuumieren von Pullovern, Cardigans und Co. spart allerdings nicht nur Platz. Es schützt die Kleidung zuverlässig auch vor Motten.

© pixabay/ StockSnap

Strickwaren richtig waschen

Früher oder später müssen auch Strick-Lieblingsstücke gewaschen werden. Damit sie die Wäsche gut überstehen und lange weich und flauschig bleiben, sind die Pflegehinweise auf dem Waschzettel zu beachten. Den aufgedruckten Angaben können wir insbesondere entnehmen, ob das Kleidungsstück in der Waschmaschine gewaschen werden kann. Außerdem finden sich am Waschzettel Informationen zur empfohlenen Waschtemperatur. Ob das Kleidungsstück maschinenwaschbar ist und welche Waschtemperatur gewählt werden sollte, hängt von der Materialzusammensetzung ab.

Sollte das Waschetikett nicht mehr vorhanden sein, gilt Folgendes:

  • Empfindliche Materialien wie Kaschmir, Mohair, Schur- oder Merinowolle sollten per Hand gewaschen werden. Dazu wird einfach etwas warmes Wasser in eine Schüssel oder das Waschbecken eingelassen und flüssiges Wollwaschmittel hinzugefügt. Das Wasser sollte handwarm und nicht zu heiß sein. Hierin können Strickkleidungsstücke nun ohne Reiben oder Kneten vorsichtig ausgewaschen werden. 
  •  Strickkleidung aus Baumwolle oder anderen weniger empfindlichen Materialien kann üblicherweise in der Waschmaschine gewaschen werden. Vor der Wäsche sollten die Strickteile allerdings auf links gedreht und in einen Waschsack gelegt werden. Anschließend können sie im Schon- oder Wollwaschgang bei maximal 30 Grad mit Woll- oder Feinwaschmittel gewaschen werden.

So trocknet ihr Strick richtig

Nicht alle kuscheligen Strickteile dürfen im Trockner getrocknet werden. Insbesondere Stücken aus Wolle oder Kaschmir tut die starke Hitze des Wäschetrockners regelmäßig nicht gut. Ob ein Strickteil in den Trockner darf oder nicht, lässt sich regelmäßig dem Waschzettel entnehmen.

Sollte der Waschzettel nicht mehr vorhanden sein, empfiehlt es sich, auf Nummer sicher zu gehen. Gleiches gilt bei Teilen aus empfindlichen Materialien. Bei beiden sollte zum Trocknen folgendermaßen vorgegangen werden:

Nach dem Waschen sollte das Kleidungsstück im noch nassen Zustand in Form gezogen werden. Insbesondere Strickstücke mit Wollanteil müssen nach dem Waschen an den Schulter-, Arm- und Seitennähte in Form gebracht werden. Anschließend können die Kleidungsstücke liegend getrocknet werden. Das gelingt am besten, wenn die Kleidungsstücke über mehrere Reihen eines Wäscheständers gehängt werden – die Ärmel sollten dabei nicht hinabhängen.

Gibt der Waschzettel vor, dass das Strickteil im Trockner getrocknet werden kann, sollte der Schongang gewählt werden.

Lassen sich eingelaufene Strickkleidungsstücke noch retten?

Ist ein Strickkleidungsstück beim Waschen eingelaufen, lässt es sich mit etwas Glück noch retten. Hierzu muss das Kleidungsstück im feuchten Zustand fest in Form gezogen werden. Keine Sorge, das Kleidungsstück wird nicht reißen – das gilt selbst dann, wenn bei Kleidungsstücken mit höheremWollanteil ein Knistern beim Ziehen zu hören ist. Das Knistern zeigt allerdings, dass die Wollfasern aufgrund ihrer Schuppenstruktur beim Waschen verfilzt sind. Die Verfilzung kann nicht mehr rückgängig gemacht werden – durch das Ziehen lassen sich nicht mehr als einige Zentimeter „zurückgewinnen“.

Eine weitere Möglichkeit, ein eingelaufenes Strickkleidungsstück zu retten, ist das Trocknen auf einem Bügel. Mit etwas Glück hängt sich das Kleidungsstück auf dem Bügel aus. Beim Trocknen auf dem Bügel muss beachtet werden: Die Schulternähte müssen genau auf dem Bügel aufliegen. Ist das nicht der Fall, können sich unschöne Beulen neben der Naht bilden.

So lassen sich Knötchenbildung, Pilling und Fusseln vermeiden

Knötchenbildung bzw. sogenanntes Pilling treten häufig bei Strickkleidung auf, die aus eher kurzen Fasern hergestellt ist. Außerdem entstehen die lästigen Knötchen meist an Stellen, die häufiger Reibung ausgesetzt sind. Damit es erst gar nicht zu Knötchenbildung kommt, hilft es, Strickwaren aus Wolle stets auf links zu waschen. Jedoch lassen sich die unschönen Knötchen mit einem Fusselrasierer oder einer Fusselrolle entfernen.

Fusseln Strickwaren stark, gibt es mehrere Möglichkeiten, um dem Problem zu begegnen: Zum einen verschwindet das Problem oft nach und nach, je öfter die Kleidung gewaschen wird. Zum anderen lässt sich dem Fussel-Fiasko mit einem Fusselhandschuh begegnen. Der Fusselhandschuh zieht durch seine besondere Oberfläche losen Strickfasern an und hilft, sie zu entfernen.

Sollte all das nicht gegen das Fusseln helfen, bleibt als letzte Möglichkeit ein Hausmittel: Das fusselnde Kleidungsstück leicht angefeuchtet für 24 Stunden in den Gefrierschrank legen. Die Kälte löst lose Flusen, sodass sie sich später einfach abklopfen lassen.

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