Fashion

Zeitlos schöne Trends: Der große Guide zum optimalen Kleiderschrank

Von Martyna am Mittwoch, 1. Februar 2017 um 15:53 Uhr

Sauber, aufgeräumt und klar strukturiert: So sieht ein perfekter Kleiderschrank aus.

Kleider machen Leute – das ist noch immer hochaktuell und keine olle Kamelle, denn die Kleidung macht einen großen Teil der Außenwirkung aus, besonders wenn wir mit dem Gegenüber nicht sonderlich vertraut sind. Aber: Aussehen ist nicht alles, denn auch die Ausstrahlung muss stimmen. Deswegen ist es auch wichtig, dass du dich in einem Outfit wohl und nicht verkleidet fühlst. Und da kommen sie ins Spiel: Die All-Time Favourites, die sich anfühlen, wie ein Zuhause und dich dabei top aussehen lassen. Wie du damit den perfekten Kleiderschrank füllst und immer gut angezogen bist, erfährst du in unserem großen Kleiderschrank-Guide.

 

Kleider-Liebe – forever and always

Es gibt sie, diese All-Time Favourites, die sich bereits beim ersten Tragen anfühlen, wie ein alter Bekannter, der sich jetzt als bester Freund wieder zurück ins Leben schleicht. Beim ersten Hautkontakt möchten wir rufen: Ich hab dich so vermisst! Und der Blick in den Spiegel sagt: Ja, das ist zeitlos schön. Und obwohl das eigentlich alles ist, was wir brauchen, kommen jedes Jahr neue Schnitte, Farben und Formen in die Läden. Es sind auch immer wieder tolle Hingucker dabei, aber so richtig wohl fühlen wir uns vor allem in den zeitlos schönen Lieblingsstücken. Warum ist das so und was gehört dazu? Wer das weiß und seinen Kleiderschrank entsprechend ausstaffiert, der kann gar nicht schlecht angezogen sein. Also: Hier der große Kleiderschrank Guide zu Mustern und Farben, die immer gehen, welche Schnitte jeder im Schrank haben sollte und wann sich das Kaufen besonders lohnt.

Farben: Der Weg zur simplen Eleganz

© Africa Studio #119042328

Schwarz geht immer, besonders in der Form des kleinen Schwarzen. Lässig elegant beim Date, Schick im Büro oder auch einfach clean bei einem Restaurantbesuch mit der Familie.

Schwarz, Weiß, Grau, Beige, Braun und Blau: Diese Farben kommen immer wieder, wirken elegant und sind für viele das Mittel der Wahl, wenn es darum geht, klassisch gekleidet zu wirken. Diese wollten also den Grundstock deiner Garderobe ausmachen – denn es gibt zwar jede Saison neue Trendfarben, diese All-Over zu tragen ist aber auch kein guter Plan. Lieber hier und da ergänzen, wenn es wirklich dazu passt.

Um das gut einsetzen zu können, ist es jedoch wichtig, um die Farbwirkung zu wissen. Experten füllen ganze Bücher damit, manche Studien hingegen bringen es recht kurz und knackig auf den Punkt. So kam die Studie „The Perception of Color“ beispielsweise zu dem Ergebnis, dass die Träger von Schwarz immer auf der sicheren Seite seien: Das strahleSeriosität, Eleganz, Intelligenz und Selbstsicherheit aus. Pink hingegen lasse die Trägerin oft dümmlich erscheinen – keinen Eindruck, den man erwecken will, wenn es um wichtige Termine geht. Ähnlich geht es mit der braunen Farbe: Sie erscheine langweilig und öde, also vielleicht nicht die beste Wahl für Dates oder Events, wo du auffallen möchtest. Wer Intelligent erscheinen möchte, entscheidet sich also besser für eine der oberen Farben:

1.Schwarz
2.Blau
3.Weiß
4.Grün
5.Lila
6.Braun
7.Rot
8.Gelb
9.Orange
10.Pink

Aber natürlich geht es nicht immer nur um Intelligenz. So gibt es grade in der Mode auch knallige Farben, die immer wieder in den Läden zu finden sind und somit auch einen Platz im Kleiderschrank verdient haben. Dazu gehören beispielsweise Beerentöne, Senfgelb, Smaragd-Grün oder auch knalliges Rot. Diese dürfen getrost im Schrank einziehen, vor allem wenn sie dann dosiert Anwendung finden und zwar das modische Geschick unterstreichen, aber nicht im komplett Look die komplette Farbwirkung übernehmen.

Andere Farben sind zwar immer wieder in Mode, sorgen aber dennoch für komische Blicke, wenn sie außerhalb der It-Season getragen werden. Dazu zählt zum Beispiel Lila oder großflächiges Neon, auch wenn das gerade wieder angesagt ist. Ein bis zwei It-Pieces dürfen zwar im Schrank landen, zu viel wäre jedoch verschenkter Platz. Stattdessen immer gut: Auf Accessoires in den Wunsch-Farben setzen und die schlichte Garderobe damit ergänzen.

Mustergültig oder Trashig?

Polka Dots, Tigerlily und Vichy-Karos: Wie bei den Farben wechseln sich über die Seasons hinweg auch die Muster ab. Auch hier gibt es ein paar Muster, die immer passend sind und unbedingt in den Kleiderschrank gehören – in dezenten Farben und Ausführungen versteht sich. Andere hingegen sorgen immer wieder für Diskussionspotenzial und müssen, wenn sie denn ihren Platz im Outfit finden - mit der entsprechenden Würde und dem passenden Selbstbewusstsein getragen werden. Dazu gehört beispielsweise Leo-Print, der auf It-Pieces zwar immer wieder grandios aussieht, aber als eng-anliegendes Kleid dann doch eher fragwürdig wirkt. Hier muss jeder für sich entscheiden: Mag ich das und trag ich das?

Dezentere Muster wie grafische Prints oder Jungle-Motive gehen auf lässigen Pullovern immer – all-over sind jedoch auch sie schwierig zu kombinieren. Mit den passenden Farben, die dezent und zurückhaltend sind, aber garantiert ein Hingucker.

© neonshot #113784105

Streifen sind genauso wie Blümchen oder Pünktchen immer eine sichere Bank: Sie sind in so ziemlich jeder Saison in mindestens einer Kollektion zu finden und sind damit zeitlosschön.Das wusste übrigens auch schon Coco Chanel.

Eine ganz und gar sichere Bank bietet all das, was immer wieder zu sehen ist: Blümchen als große oder kleine Prints, wie beispielsweise Millefleurs oder die großen Prilblumen, die imFrühjahr auf der Hot-List stehen. Auch Streifen gehen immer, wie Coco Chanel schon wusste. Besonders in Rot, Blau und Schwarz möchten wir mit ihnen am liebsten in die hohe See stechen und unseren Matrosen-Mann begleiten. Ebenfalls immer mustergültig: Pünktchen wie in den Fifties, wenn sie denn nicht zu süß wirken. In der nächsten Saison sind außerdem Vichy-Karos mit von der Partie, die ähnlich wie das Pepita-Muster immer wieder kommen und damit sehr elegant wirken.

Die Alleskönner-Kleidungsstücke: Die braucht jeder im Schrank

„Wenn ein kleines Schwarzes passt, gibt es nichts, was man sonst tragen könnte." Das sagte Wallis Warfield Simpson bereits in den 1930ern und hat damit bis heute Recht behalten. Dieses Kleidungsstück geht immer und passt zu jedem Anlass, weswegen jede Frau ihr ganz persönliches kleines Schwarzes im Schrank haben sollte. Dieses Kleid muss dabei vor allem der Trägerin schmeicheln, es muss also ein kleines Schwarzes sein, das zu ihrer Figur passt, die Vorzüge unterstreicht und sie einfach umwerfend auswerfen lässt. Das alleine zeigt: So einfach kann Mode sein. So ist es auch mit den anderen Klassikern, die immer gehen. Das sind zum Beispiel das Chanel-Kostüm, das bei formellen Anlässen immer stilsicher wirkt oder für den Alltag die gut sitzende Jeans oder auch eine weiße Bluse, die einfach geschnitten ist und dafür aber perfekt passt.

Dass es „zeitlos schön“ heißt, bedeutet auch dass sie immer wieder kommen – das gilt für die genannten Farben, Muster und Kleidungsstücke. In den meisten Kollektionen ist eines dieser Stücke zu sehen, die gibt es immer zu kaufen und können damit auch über Jahre hinweg getragen werden, so lange wie sie noch sitzen und nicht abgetragen wirken. Das ist eins der Geheimnisse eines guten Kleiderschranks. Ein Beispiel: Gute Basics. Hochwertige Stücke in klassischen Farben sorgen immer für einen gelungenen Auftritt, easy chic wirkt nie zu dick aufgetragen, sondern lässig, cool und selbstbestimmt. Diese zu kombinieren ist darüber hinaus wirklich einfach, funktioniert an jedem Tag und ist in den klassisch schönen Farben auch ein Kinderspiel. Schrank auf, reingreifen und es passt.

© NinaMalyna #99828835

Der Wollpullover ist ein fester Bestandteil der Herbst- und Winterfashion. In jedem Jahr sind andere Abwandlungen zu sehen, die Grundform bleibt jedoch immer dieselbe: Ein Alltime-Favourite.

Aber klar: Auch kleine Abwandlungen dürfen sein und machen etwas Besonderes aus dem Basic-Teil. Diese Saison zum Beispiel kommt der Wollpulli wieder groß raus: Als Rollkragen, Turtle-Neck oder mit Schnürungen. Auch modische Cut-Outs dürfen sein und betonen gewisse Körperpartien. Aber auch der Pulli mit Zopfmuster gehört dazu und zeigt: Klassiker sind immer wieder schön, wenn auch immer wieder Änderungen und gewissermaßen „Aktualisierungen“ daran vorgenommen werden. Diese Trendteile dürfen also getrost im Schrank landen, wenn sie denn gut sitzen und mitten ins Herz treffen. Tun sie das nicht, tut es auch der klassische Pullover, der dem Trend genauso Rechnung trägt und das Modegespür der Trägerin zeigt.

Wichtig dabei: Wir greifen zu klassischen Schnitten, besonders wenn es um die Basics geht. Dazu gehören bei den Oberteilen zum Beispiel diese hier:​

  • Schlanker V-Ausschnitt-Pulli
  • Oversize mit überschnittenen Schultern
  • Einfacher Rundhals-Ausschnitt
  • Schmaler Rollkragen
  • Lockerer Sweater

Die gehen immer und versprechen einen sicheren Tritt auf dem rutschigen modischen Parkett, auch wenn die Mode sich wandelt. In klassischen Farben sind sie einfach zu kombinieren und wirken damit immer schick, ohne dick aufzutragen. "Bauchfrei" oder Cropped sind hingegen schwieriger zu kombinieren wenn das Mode-Rad sich erst mal weiter gedreht hat und wieder alles überlang getragen wird. Hier zwei Mal über Kauf nachzudenken ist also sinnvoll, während andere klassische Stücke sofort mitdürfen, denn da steht fest: Das geht mehr als nur eine Saison. Pluspunkt und wahre Sicherheit: Lerne die Schnitte kennen, die dir stehen, deine Vorzüge betonen und somit immer gut aussehen. Das ist immer besser, als den neusten Trends nachzulaufen und garantiert einen guten Auftritt.

Zusammengenommen heißt das: Kauf dir von jedem Must-have Kleiderstück genau die Ausführung, die dir am besten steht und gib für das eine Teil lieber etwas mehr aus, statt dir drei davon zu kaufen. Hochwertige Materialien und eine gute Verarbeitung sind nämlich ein Garant für lange Freude mit dem Kleidungsstück. Mit dabei sollten in jedem Fall sein:

  • Der schwarze Blazer: Er wertet jedes Outfit auf und passt dabei zur Business-Hose genauso gut wie zur lässigen Boyfriend Jeans. Er muss vor allem an den Schultern passen, sollte tailliert sein und ein schmales Revers haben – so kommt er nie aus der Mode.
  • Die weiße Bluse: Sie ist festlich, unkompliziert zu kombinieren und einfach elegant. Bei allerlei festlichen Anlässen sieht sie super aus und verleiht der Trägerin das gewisse Saubermann-Image. Zwar gibt es sie in verschiedensten Ausführungen, die immer wieder anders sind und einfach cool aussehen, so dass manche Fashionblogger davon mehr als 20 Stück besitzen, die schlichte Variante ist aber ganz einfach: Leicht tailliert, ein klares Weiß, nicht allzu durchsichtig, passend an der Schulter und vor allem nicht spannig an der Brust oder der Körpermitte – Voila!
  • Das kleine Schwarze: Natürlich gehört auch dieses dazu – das knielange schwarzeCocktailkleid, das Coco Chanel in den 20er Jahren populär machte und von Stilikonen wie Audrey Hepburn, Marlene Dietrich und Romy Schneider getragen wurde. Mit Schmuck wird es aufgewertet, andere Accessoires machen es hingegen alltagstauglich und beweisen so das Allround-Talent dieses Kleids.
  • Der Trenchcoat: Genau wie der schwarze Blazer ist auch er eine klassische Jacke, der alles aufwertet und auch die Wirkung des kleinen Schwarzen nicht durch seine flapsige Art kaputt machen würde. Stattdessen schmeichelt er dem Dress. Lockere Styles hingegen motzt er auf, so dass Skinny Jeans und Oversize Pulli einfach stylish wirken. Der Klassiker schlechthin kommt übrigens von Burberry - eine echte Investition, aber auch in vielen Secondhand-Läden zu kriegen und auch von dort ein Freund fürs Leben.
  • Die Jeans: Eine perfekte Jeans braucht jeder. Die muss nicht Skinny, nicht Bootcut oder eine Mom-Jeans sein. Eine die gefällt, immer gut aussieht und vor allem richtig sitzt geht vor allen Trends und ist zum Pferde stehlen gemacht.
  • Der Bleistiftrock: klassisch, weiblich elegant. Auch er gehört in den Kleiderschrank, wo er egal welches Oberteil feminin unterstreicht und elegant wirken lässt.

Wer jeweils eins dieser Kleidungsstücke besitzt, ist bereits richtig gut ausgestattet. Aber Vorsicht: Das sind keine leichten Käufe, sondern Schätze fürs Leben. Mit Bedacht kaufen, gut pflegen und wertschätzen. So wird es kein Trendteil sondern eine Liebe fürs Leben, die immer dann das nötige Selbstvertrauen verleiht, wenn es benötigt wird.

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Der Blazer geht immer und geht sowohl als leichte Jacke für schicke Kleider als auch als „Veredelung“des eigentlich legeren Outfits. Wer seine Version gefunden hat, hat also einen Begleiter fürs Leben.

Stilsichere Kombination: Die lieben sich

Dass klassische Farben und Schnitte immer gehen, wissen wir bereits. So ist es auch mit manchen Kombinationen. Denn welche Frau sieht nicht klasse aus, wenn sie ein kleines Schwarzes trägt und rote Pumps dazu anhat? Ähnlich sicher sind schwarze Stoffhosen mit der weißen Bluse, Jeans und grauer Sweater oder auch die Skinny Jeans mit dem Oversize Pullover – die richtigen Schuhe dazu und das Outfit sitzt.

Mit dem richtigen Kombinationsgeschick lässt sich übrigens auch aus einem minimalistischen Kleiderschrank einiges herausholen. Hier ein Beispiel:

Die weiße Bluse als Keypiece. Zur Arbeit – ein wichtiges Meeting steht an – wird sie in den Bleistiftrock gesteckt und wirkt seriös, geschäftlich und dennoch weiblich. Die Pumps dazu adeln die Garderobe. Dann ist abends ein lockeres Essen mit Freunden angesagt. Dabei wird dann der Bleistiftrock gegen die Jeans getauscht, darüber kommt der Blazer und fertig ist das locker-elegante Outfit. Am nächsten Tag – Shopping in der Stadt - werden Jeans, weiße Bluse und Sneaker zum Trenchcoat getragen. Locker, aber edel und damit perfekt für einen Tag mit der besten Freundin in schicken Cafés und den Geschäften der Stadt.

Somit ist mit diesen Keypieces zumindest ein Großteil der anstehenden Events abgedeckt, Dresscodes können easy erfüllt werden – bis auf das Abendkleid, aber das sollte ohnehin jede Frau für sich finden und wird bei den meisten nicht allzu oft aus dem Schrank geholt. Ein paar Ergänzungen hier und da mit einfachen T-Shirts und Tops aus hochwertigen Materialien machen den Kleiderschrank dann zu einer einfach zu organisierenden Sache, der dazu nicht mal besonders viel Platz braucht. Es lebe der Minimalismus!

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Gute sitzende Basics in gedeckten Farben lassen sich immer wieder neu kombinieren und bietenso unendlich viele Möglichkeiten, dich zu präsentieren. Geadelt durch klassische Stücke wie den Blazer oder einen Trenchcoat werden sie so auch fit für schicke Anlässe.

Sommer, Herbst und Winter: Wenn es mal nicht 15 Grad hat

Bleistiftrock, Blazer, Jeans und Bluse sind zwar immer angemessen, aber nicht zwangsläufig immer das passende wenn es um die Temperaturen geht. Was also geht im Sommer und was im Winter, um auch da nicht zu zerfließen oder zu erfrieren?

Nun, prinzipiell bleiben die Keypieces dieselben, nur die Materialien wandeln sich. Denn die Bluse aus Leinen oder Seide ist im Sommer deutlich angenehmer als das Stück aus Flanell, die eher in den Winter passt. Leichte Sommerkleider ergänzen außerdem die Sommergarderobe, besonders mit weiten flatternden Schnitten und fließenden Materialien. Im Winter hingegen eignen sich Wollkleider bestens, um den Temperaturen zu trotzen und trotzdem elegant zu wirken. Leichte Pumps werden dann gegen Stiefel oder Stiefeletten ausgetauscht, im Sommer dürfen es auch mal Sandaletten sein. Ein schicker Mantel, Hut und hochwertige Handschuhe machen das Winteroutfit auch für draußen fit, während im Sommer eine leichte Lederjacke, ein Cardigan oder auch der klassische Blazer für abends ausreichen.  

Übrigens: Sommerkleider in den Herbst hinüber retten geht ganz einfach mit Strumpfhose und Strickpullover, auch unter die leichte Coulotte passt eine dünne Strumpfhose, was sie so auch Herbst- und Wintertauglich macht. Das Schöne: In dezenten Farben fällt es nicht mal mehr auf, dass sich das Kleid in der „falschen“ Saison befindet.

Was du mit deinem neuen Wissen anfängst

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Bestandsaufnahme: Was hab ich schon und was passt nicht ins Konzept? Wer seinen Kleiderschrank entsprechend ausdünnt und organisiert kommt in Zukunft besser zurecht.

Wer erst mal herausgefunden hat, was ihm steht und was dem entsprechend in den Kleiderschrank gehört, kann das Wissen natürlich auch gekonnt umsetzen. Das heißt zunächst: Ausmisten. Denn wer seinen Schrank bereits vollgestopft hat, der verliert am Ende doch den Überblick über das was er schon hat und was sich wie kombinieren lässt. Also besser: Erstmal Bestandsaufnahme machen und sich von all den Stücken trennen, die nicht in das eigene minimalistische Kleidungskonzept passen.

Dabei muss alles raus was nicht richtig sitzt. Das können zu klein gewordene Stücke sein, aber auch alle die, die ungewollt zu breite Schultern machen, auf der Hüfte aufliegen oder einfach immer blöd rutschen – diese Teile machen auf Dauer keinen Spaß. Kompromisse sindgenerell zwar oft hilfreich, im Kleiderschrank haben sie jedoch nichts zu suchen. Genau so gilt beim Ausmisten: „Hm, mal schauen, vielleicht trag ichs ja noch irgendwann?!“-Teile kommen direkt weg. Lieber rigoros und großzügig aussortieren als unnötigen Platz im Kleiderschrank blockieren. Die verschmähten Teile können auf vielfältige Weise sogar noch zu Geld gemacht werden, so dass am Ende das Budget für den neuen Inhalt aufgestockt wird – prima.

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Die neue Ordnungim Kleiderschranksollte übersichtlich sein und dir auf einen Blick offenbaren: Welche Möglichkeiten habe ich?So kannst du jeden Morgen aus den Vollen schöpfen und bist immer perfekt angezogen.

Beim Aussortieren auch gleich auf- und umzuräumen bietet sich geradezu an. Wie dein persönlicher Schrank dann sortiert ist, hängt ganz von deinen Präferenzen ab. Manche mögen es nach Farben sortiert, andere hingegen sortieren nach Kleidungsart oder gar Anlass – hier solltest du die Variante wählen, in der du dich am besten zurecht findest. Boxen und Schrankteiler können auch innerhalb der Schubladen oder Fächer noch einmal für zusätzliche Ordnung sorgen.

Ist das erledigt, ist auch direkt ein neuer Überblick über den Kleiderschrankinhalt vorhanden. Super, denn jetzt kann das Ergänzen losgehen. Was hast du schon, was brauchst du noch? Mit der Liste der Stücke, die du noch brauchst kannst du gezielt auf Suche gehen und genau die Stücke finden, die dir zum perfekten Kleiderschrank noch fehlen. Dabei immer bedenken: Nicht zwangsläufig den neusten Trends hinterherlaufen, sondern lieber klassische Stücke shoppen, die dafür super sitzen und aus hochwertigen Materialien gefertigt sind. Dafür dann lieber etwas mehr investieren und länger Freude daran haben als sie nach zwei Jahren bereitswieder weiter wandern zu lassen. Das geht dann vielleicht nicht innerhalb weniger Stunden, aber über ein Jahr hinweg findest du auch mit reichlicher Erwägung deine Traumteile, die deinen Kleiderschrank komplettieren und perfekt ausstaffieren. Vielleicht ist dabei sogar der ein oder andere Sale dabei, der Design-Klassiker erschwinglich macht und so die Garderobenoch weiter aufwertet.

Ist dann alles beisammen, kannst du dich glücklich schätzen: Der perfekte Kleiderschrank, der mit wenig Aufwand immer etwas Kleidsames zu bieten hat, zeitlos schön ist und dich damit immer elegant wirken lässt. Dann sind die Zeiten von gigantischen Shoppingtouren zwar vorbei, dafür weißt du aber, dass du für jeden Anlass etwas hast. Und natürlich: Ergänzungen und Ersetzungen sind immer erlaubt, wenn sie denn zu den eigenen Vorgaben passen und die Wünsche perfekt erfüllen.