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Der perfekte Verlobungsring: Was laut Leo Eberlin wirklich zählt (und was nicht)
Toi-et-Moi, Self-Partnering oder doch der klassische Solitär? Unternehmerin und Schmuckdesignerin Leo Eberlin von Leo Mathild verrät im Interview, was einen Verlobungsring wirklich zeitlos macht – und warum man dafür gar nicht mehr auf einen Antrag warten muss.

Kaum ein Schmuckstück ist so aufgeladen mit Bedeutung wie der Verlobungsring – und kaum eines wird so heiß diskutiert, wenn es um Trends, Steine und die richtige Wahl fürs Leben geht. Kein Wunder also, dass wir uns für Antworten an eine echte Expertin gewandt haben.
Leo Eberlin gehört zu den bekanntesten Schmuckdesignerinnen Deutschlands und ist für ihren außergewöhnlich guten Geschmack und die Fähigkeit, stets den schwierigen Spagat zwischen Trend und Tradition zu schaffen, bekannt. Ihre Schmuckstücke werden seit Jahren heiß geliebt – und das völlig zu Recht! Wir haben mit der Unternehmerin über Trends, Schliffe, Farben und die Frage gesprochen, warum man auf einen Ring nicht länger warten sollte, als man will.
Trend oder für immer? So erkennt man den Unterschied
Instagram flutet uns ständig mit neuen Ring-Trends – aber wie findet man heraus, ob ein Ring wirklich zu einem passt oder nur gerade "in" ist? Für Leo Eberlin ist die Frage simpel: Bei einem Trend fragt man sich, ob einem etwas gerade gefällt. Bei einem Ring fürs Leben sollte man sich stattdessen fragen, ob er sich nach einem selbst anfühlt. Wenn ja, trägt man ihn auch noch in 40 Jahren gern. Und darauf kommt es doch schließlich an? "Ein Ring wird zeitlos, wenn er Charakter hat", so Leo Eberlin. Er dürfe ruhig auffallen – solange Linien, Proportionen und Handwerk stimmen.
Toi-et-Moi, Cluster & Co.: Leo Eberlins persönlicher Geschmack
Aktuell sieht man überall asymmetrische Cluster-Ringe oder Toi-et-Moi-Designs mit zwei Steinen. Leo Eberlin selbst bleibt trotzdem lieber beim Klassiker: einem einzelnen, zentralen Diamanten. Das sei aber reine Geschmackssache, sagt sie. Toi-et-Moi-Ringe hätten eine wunderschöne Symbolik und könnten, wenn sie zur Person passen, etwas ganz Besonderes sein.
Diamant bleibt King, aber Farbe kommt
Nicht direkt abschreiben sollte man beim Thema Verlobungsringe aber auch farbige Edelsteine, denn die haben in den letzten Jahren spürbar an Boden gewonnen. Auch Eberlin liebt sie – vor allem Smaragde und Paraiba-Turmaline: "Die Farben sind magisch und haben so viel Charakter." Für den Verlobungsring sei der Diamant aber nach wie vor unschlagbar, "weil er extrem widerstandsfähig ist und genau dafür gemacht ist, jeden Tag getragen zu werden." Beim Schliff hat sie hingegen einen klaren Underdog-Favoriten: den Asscher-Schliff. Die klare, geometrische Form mit den Stufenfacetten sorge für ein besonderes Spiel aus Struktur und Licht.
"Für mich ist der Schliff oft wichtiger als die Karat-Zahl"
Besonders groß muss dieser allerdings daherkommen, um etwas herzumachen. Ein größerer Stein bedeutet nicht automatisch den besseren Ring. Für Eberlin zählt der Schliff oft mehr als die Karat-Zahl. Es gehe darum, die passende Form für die eigene Hand zu finden. Und natürlich spielt am Ende auch das Budget eine Rolle, das laut ihr vor allem eins widerspiegeln sollte: die eigene Lebensrealität: "Oft ist der größte Fehler, sich zu sehr zu vergleichen oder Erwartungen von außen zu übernehmen, statt ehrlich zu schauen, was wirklich passt."
Verlobungsring plus Ehering: Wie stackt man richtig?
Laut Eberlin gibt es hier zwei Wege: Entweder man wählt den Ehering so, dass er perfekt zum Verlobungsring passt und beide zusammen einen Stack ergeben. Oder beide Ringe sind für sich schon so besonders, dass man sie getrennt trägt, damit jeder einzeln wirken kann.
Das gelte aber nicht nur für Verlobungsringe, denn ein Ring muss längst nicht mehr an einen Antrag gebunden sein. Für Eberlin ist beispielsweise ein Self-Partnering-Ring ein Zeichen von Selbstwert und Unabhängigkeit: "Es geht darum, sich selbst etwas zu gönnen, ohne es an einen Anlass zu knüpfen."
Zertifikate – worauf Laien wirklich achten sollten
Auf eines sollte man beim Kauf – ob nun man selbst oder der Partner – stets achten: die Qualität der Steine! Ein anerkanntes Zertifikat wie GIA, HRD oder IGI sowie die 4 Cs sind laut Eberlin die Basis. Den wahren Charakter und das Funkeln eines Diamanten erkenne man aber erst, wenn man ihn selbst in der Hand hält – deshalb werde jeder Stein bei ihr zusätzlich von Hand geprüft.
Und das sieht man an jedem einzelnen Stein ihrer Kollektionen, die sie selbst natürlich auch am liebsten trägt. Aktuell sind es besonders gern Teile aus der Sugar-Cane-Kollektion von LM Studio. "Ich trage den Cushion Ring am Ringfinger, kombiniert mit dem Oval Sideways als Pinky Ring – diese Kombi liebe ich im Moment sehr", so Leo Eberlin.
Entdecke unsere Favoriten aus der Sugar-Cane-Kollektion vom LM Studio
Ob Toi-et-Moi, Solitär oder Self-Partnering-Ring: Am Ende, so viel wird im Gespräch mit Leo Eberlin klar, gibt es keine einzige richtige Antwort auf die Frage nach dem perfekten Ring – nur die eigene. Und die erkennt man weniger am Trend-Radar als am Gefühl, das ein Ring auslöst, wenn man ihn zum ersten Mal am Finger trägt.










