Fashion

Vorgestellt: Rebelle - neuer Onlineshop für Vintage-Mode

Von GRAZIA am Mittwoch, 28. August 2013 um 10:45 Uhr

GRAZIA traf Rebelle-Gründerin Cécile Gaulke (29) in ihrem Studio in der Hamburger Speicherstadt (beneidenswerte Industrieloft-Atmosphäre mit Blick aufs Wasser – hanseatischer Traum) und hat mal ganz genau nachgefragt, wie man eigentlich Designerteile von Fakes unterscheidet.

Morgens, 10 Uhr bei Rebelle ist schon jede Menge los. Chanel-Blüschen werden ausgepackt, Prada-Schuhe geordnet und Isabel Marant Hippie-Kleidchen im Fotostudio abgelichtet. Seit einer Woche ist Rebelle offiziell online und man hat den Eindruck, dass das Team schon ziemlich eingespielt ist - das Lager mit den Schätzen steht. Im Shop warten schon die ersten Stücke von Acne, Chanel und Dior auf ihre neuen Besitzer.

Aber wie kam Gründerin Cécile eigentlich dazu einen Online Marktplatz für hochwertige Designermode 
im Second Hand Bereich ins Leben zu rufen? Es gibt ja schließlich schon einige Vintage-Plattformen.

Die gebürtige Berlinerin hat darauf eine einfache Antwort: "Ich habe selbst keinen passenden Shop gefunden in dem ich meine Designerteile für einen adäquaten Preis verkaufen konnte. Also habe ich international recherchiert, Beispiele aus der ganzen Welt zusammengetragen (z.B. von The real real aus den USA) und daraus mein eigenes Onlinekonzept kreiert." Rebelle war geboren. Ihren Partner Max holte sie im März dazu. Er ist der Mann für die Logistik und hat das Warenmanagement im Blick.

Das Konzept ist simpel und gut: Privatpersonen oder gewerbliche Händler bieten Rebelle Designerstücke zu einem bestimmten Preis an. Alle Teile werden im Studio auf Qualität und Echtheit geprüft und die Käuferin erhält eine hübsche Schachtel von Reblle – that's it. Rebelle verdient an der Provision, die sich nach dem Verkaufspreis richtet. Soweit so klar. Es gibt nur einen Haken, man muss verdammt schnell zugreifen, denn jedes Piece gibt es natürlich nur einmal und die ersten Highlights sind natürlich schon vergriffen.

Expertin Agnela erklärt uns ihre Tipps, um Fakes von echten Designerstücken zu unterscheiden ...

Wir erkennt man einen Fake?

Man muss ein geschultes Auge haben, ein Gespür für Textilien und Erfahrung. Das wichtigste Kriterium ist aber immer die Qualität und die Verarbeitung. Ist ein Teil schlecht vernäht, kann man es ziemlich easy als Fake entlarven. Es gibt natürlich auch gut gemachte Plagiate, da muss man aufpassen. Man sollte auf das Futter achten und immer auf die Nähte.

Gibt es besondere Merkmale bei einzelnen Marken?

Bei Prada gibt es nur zwei bis drei Reisverschlusslieferanten (Lampo und Riri). Unterm Zipper sieht man die Prägung des Herstellers. Jedes Label hat bestimmte Merkmale. Bei Louis Vuitton ist es die Seriennummer, die meist versteckt angebracht ist. Nur ganz alte Louis Vuittons haben keine Seriennummer, wobei es auch Plagiate mit Seriennummer gibt. Ich würde nur Taschen mit Nummer kaufen.

Was war die dreisteste Fälschung, die Dir untergekommen ist?

Eine Prada Tasche, die sehr gut gemacht war. Alle dachten, dass es sich um eine echtes Stück handle, aber ich hatte ein komisches Bauchgefühl. Im Innenbereich habe ich dann tatsächlich eine Niete mit einem Chanel-Logo gefunden – die Details machen eben den feinen Unterschied.

Hier geht's zum Vintage-Onlineshop von Rebelle.

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