Lifestyle

„Genug ist genug“: Michelle Obama zerlegt Donald Trump in beeindruckender Rede

Von Vera am Samstag, 15. Oktober 2016 um 10:56 Uhr

Es sind nur noch 25 Tage bis zum Wahltag in den USA  – und der Wahlkampf in den spitzt sich immer weiter zu. Nachdem zu Beginn der Woche Aufnahmen des republikanischen Kandidaten Donald Trump aufgetaucht sind, worauf er zu hören ist, wie er gegenüber dem Moderator Billy Bush abschätzig über Frauen redet und damit prahlt, Frauen mit Hilfe seines Status ungefragt nahe kommen zu können, meldet sich jetzt First Lady Michelle Obama mit einer beeindruckenden Rede zu Wort.

 

Mit einer kraftvollen Message hat sich Michelle Obama an der Southern New Hampshire University in Manchester, New Hampshire jetzt an die Wähler gewandt. Es sei eine „Frage des menschlichen Anstandes“ sich gegen Trump und seine untolerierbaren Ansichten und Aussagen zu stellen. Obama beschreibt in ihrer Rede die Kommentare Trumps als „Schmerzhaft, hasserfüllt und verletzend. Verletzend nicht nur für uns als Frauen, sondern für einen jeden von uns, der davon überzeugt ist, dass eine führende Persönlichkeit ein gewisses Maß menschlichen Anstandes erfüllen sollte.“ – und erwähnt dabei nicht einmal seinen Namen. Stets bezieht sie sich auf den „Kandidat“ oder „Gegner“.

Doch nicht nur in Anbetracht, das dieser Mann der potenzielle nächste Präsident der USA ist, sondern auch stellvertretend für alle guten, vernünftigen Männer und, vor allem, aus Wut und Sorge um ihre und alle anderen Töchter des Landes, macht Michelle Obama deutlich, wie sehr die Kommentare Trumps erschüttern. Die besten Zitate der Rede haben wir hier für euch zusammengefasst:

Ich höre das und es trifft mich. Mich ganz persönlich. Und ich bin mir sicher, auch viele von ihnen, vor allem die Frauen. Die beschämenden Kommentare über unsere Körper. Die Respektlosigkeit unseren Ambitionen und unserem Intellekt gegenüber. Der Gedanke, dass man mit uns Frauen alles machen könne? Er ist abscheulich. Er ist beängstigend. Und die Wahrheit ist, dass er wehtut. Er tut weh.

„Zu viele Menschen behandeln dieses Thema, als wäre es einfach eine weitere brisante Neuigkeit des Tages. Als wäre unser Unmut unangebracht, eine Überreaktion. Als wäre das Teil des ganz normalen politischen Geschehens. Es ist erbärmlich und unter keinen Umständen vertretbar... Niemand hat diese Art von Missbrauch verdient.

„Die Männer in meinem Leben sprechen nicht derartig über Frauen und ich weiß, dass meine Familie kein Einzelfall ist. Und das als alltägliches Gerede unter Männern abzutun ist eine schiere Beleidigung aller guten Männer.“

Wahre Männer müssen nicht erst Frauen erniedrigen, um sich selbst stärker zu fühlen.

„Wenn wir einen Präsidenten haben, der regelmäßig Frauen denunziert und sie beleidigt, damit prahlt, er wäre übergriffig geworden, wie können wir mit einem solchen Präsidenten noch eine moralische Instanz sein? Wie sollen wir mit einem solchen Präsidenten weiterhin für Werte wie Freiheit, Recht und Menschenwürde stehen?“

Wir als Frauen haben all die Kraft, die es braucht, um das Ergebnis dieser Wahl zu entscheiden.“

„[Indem wir Donald Trump] wählen, suggerieren wir unseren Kindern, dass Fanatismus, Engstirnigkeit und Beleidigungen akzeptierte Kommunikationsmittel in unserem Land sind.“

„Am 8. November können wir den Kindern noch zeigen, dass wir in Amerika keinen Hass und keine Angstmache dulden. Und besonders in schweren Zeiten lassen wir nicht von unseren Idealen los. Nein, wir erheben und bemühen uns, um sie noch fester zu halten als zuvor.“

 

Hier könnt ihr euch die Rede in voller Länge anschauen: